[DAP hasAccessTo=”3,7″ errMsgTemplate=”LONG”]Wenn Ihr Türöffner-Produkt steht, machen Sie es bekannt. Wenn Sie einen kleinen Online-Kurs anbieten wollen, können Sie mit der Werbung dafür auch schon starten, wenn erst ein Teil der Kursmaterialien fertig ist. Denn die Auslieferung der Materialien beginnt ja erst am Kursstart. Werben dafür können Sie aber bereits zwei, drei oder sogar vier Wochen vorher. Wenn Sie ein Buch (Taschenbuch oder E-Book) als Türöffner-Produkt nutzen, muss es natürlich ab Verkauf fertig sein. Doch auch hier ist Werbung im Vorfeld möglich. Zum Beispiel können Sie eine Blog-Serie im Vorfeld Ihres neuen Buches schreiben und Neugier erzeugen. Noch während Sie das Buch schreiben, lassen Sie Ihre Leser/innen teilhaben: So entsteht Ihr (ein) Buch.
Nutzen Sie jeden verfügbaren Kanal, um auf Ihr neues Angebot hinzuweisen:
- Ihre eigene Website (Homepage oder gesonderte Landing Page)
- Die Sozialen Medien (Xing, Facebook, Twitter etc.)
- Blogs, Newsletter, Podcasts (Eigene oder die von Netzwerk-Partnern)
- Webinare, Google-Hangouts, Videos
- Multiplikatoren (Kollegen, Freunde, Bekannte, Affiliate-Partner, Journalisten)
- Persönliche Anrufe, Treffen, Anschreiben
- Ggf. auch Anzeigen, Hinweise in anderen Produkten
Machen Sie sich keine Sorgen, wenn Ihr Netzwerk noch klein oder Ihre Sichtbarkeit im Internet noch gering sein sollte. Arbeiten Sie einfach mit dem, was Sie haben und bauen Sie es nach und nach aus. Selbst wenn derzeit nur ein kleiner Kreis potenzieller Kunden weiß, dass es Sie gibt, können Sie mit Ihrem Türöffner-Produkt erfolgreich sein. Sprechen Sie andere Selbstständige darauf an, ob sie auf Ihr neues Angebot hinweisen würden. Ich selber zum Beispiel bin gerne bereit, es über meinen Blog oder die Sozialen Medien darauf hinzuweisen. Vorausgesetzt es passt inhaltlich in etwa zu meiner Zielgruppe (Selbstständige und kleine Unternehmen).
Checkliste zu Themenfindung und didaktischem Aufbau
Checkliste „Mein Türöffner-Produkt“!
Ihr Türöffner-Produkt braucht ein spannendes Thema und muss didaktisch gut aufbereitet sein. Egal, ob Sie einen kleinen Online-Kurs, ein E-Tutorial, eine kurze Video–Serie, ein Webinar oder auch ein E-Book zu ihrem Türöffner-Produkt machen.
Deshalb hier eine Checkliste zu Themenfindung und Didaktik.
- Ist mein Türöffner-Produkt wirklich hilfreich, nützlich und somit begehrenswert für meine Interessenten?
- Habe ich ein Thema herausgegriffen, das einem Teil meiner Interessenten gerade sehr wichtig ist?
- Geht es um ein Problem, eine Herausforderung, eine Sehnsucht, die meinen Interessenten bewusst ist und für deren Lösung sie bereit sind, Zeit und Geld zu investieren?
- Ist mein Thema auch nicht zu groß, sondern genügend eingegrenzt? (Statt „Effizient arbeiten im Büro“ zum Beispiel „Effizienz im Homeoffice: Ordnung schaffen in PC und Papierablage“)
Lässt sich mein Thema in einem überschaubaren Zeitrahmen bearbeiten? Können Kunden in X Stunden, Tagen, Wochen zu einem greifbaren Ergebnis kommen? (Ergebnisse können zum Beispiel ein schriftlicher Plan sein, ein fertiger Text, ein aufgeräumter Schreibtisch / PC).
Konnten Sie jedes Mal mit „Ja“ antworten? Dann bleibt noch eine wichtige Frage übrig:
- Habe ich mein Türöffner-Produkt didaktisch gut aufbereitet, sodass die Kunden leicht folgen können und sich nicht überfordert fühlen?
Dazu gehört in der Regel die Aufbereitung in X Modulen. / Schritten.
Hier hat mir die Anleitung meiner Kollegin Marit Alke sehr gut gefallen. Auf ihrem Blog „Coachingprodukte entwickeln“ empfiehlt sie, überschaubare Einheiten nach folgendem Strickmuster zu entwickeln:
- Input geben
- Zeit zum Verarbeiten geben
- Zeit um Umsetzen geben
- Feedback geben
Dieser Ablauf lässt sich für jedes Modul wiederholen. Wenn Ihr Türöffner-Produkt also aus 3 Modulen besteht, geben Sie 3 x Input usw.
Dieser Vorschlag passt besonders gut zu Kursen, die live begleitet werden. Für Selbstlernkurse oder Bücher u. Ä. muss er abgewandelt werden. Das Wichtigste ist aus meiner Sicht: Stellen Sie sicher, dass die Lernschritte in Ihrem Türöffner-Produkt nicht zu groß und überfordernd sind.
Der schnelle Weg zur Produkt-Entwicklung
Hier noch einmal ein schneller Weg, ein konkretes Angebot zu entwickeln.
Für die Suche nach einem spezifischen Thema fragen Sie sich:
- Welcher Teil meiner Interessenten soll die Zielgruppe für mein Türöffner-Produkt sein?
- Welche 3 bis 5 großen Probleme hat meine Zielgruppe?
Zum Beispiel:
Ich plane gerade mit einer Partnerin einen Online-Kurs für die Zielgruppe „Selbstständige, die ihr Business mit Videos, Webinaren, Landing Pages erfolgreicher gestalten wollen“. Wir wenden uns damit nicht vorrangig an Selbstständige, die noch ganz am Anfang stehen beim Thema Kundengewinnung per Internet. Eine Website und erste Schritte im Online-Marketing (E-Mail-Liste oder Blog oder Social Media) sind bereits erfolgt. Unser Thema ist also nicht: Einstieg ins Online-Marketing. Sondern es geht um den Sprung in die nächst höhere Liga: Mehr Sichtbarkeit und Erfolg mit Videos, Webinaren und gut konvertierenden Websites.
Aus Erfahrung und Befragungen wissen wir, dass unsere Zielgruppe vor diesen großen Herausforderungen steht:
- Der Wunsch nach mehr Sichtbarkeit ist zwar da, doch es gibt auch die Sorge, dass es schwierig ist, sich in Videos und Webinaren und Landing Pages persönlich zu zeigen. Sorge, dass es aufdringlich wirkt.
- ie Technik schreckt viele ab: Was, wenn alles viel zu kompliziert, zeitraubend und teuer ist!
- Unklarheit über die Inhalte und Botschaften, die sich per Video und Webinar, Landing Pages verbreiten lassen.
- Es fehlt eine gute Strategie und Routine, wie mit Videos, Webinaren, Landing Pages im Internet Kunden gewonnen werden.
Legen auch Sie eine eingegrenzte Zielgruppe fest und finden Sie heraus, vor welchen Herausforderungen sie genau steht. Sie können eine Umfrage starten und Gespräche führen mit potenziellen Kunden. Achten Sie darauf, wie Ihre Zielgruppe ihr Problem beschreibt.
Das Beispiel oben wäre übrigens nicht als Türöffner-Produkt geeignet, sondern eher für einen umfangreicheren Kurs.
Wenn Zielgruppe und Probleme feststehen, geht es um die Lösungen, die Sie bieten können. Sie antworten sozusagen auf Fragen, die Ihre Zielgruppe umtreibt.
Wie entwickeln Sie Ihr Produkt, wenn das Thema steht?
Die zentralen Probleme haben Sie ja bereits identifiziert. Dafür finden Sie jetzt Lösungen und die brechen Sie dann in kleine Schritte / Lerneinheiten /Impulse herunter.
In unserem Beispiel kann das so aussehen:
Problem 1: Sorge, dass es schwierig ist, sich in Videos und Webinaren und Landing Pages persönlich zu zeigen.
Lösung: Zeigen, wie man sich und seine Leistungen in Videos, Webinaren, Landing Pages einfach und angenehm präsentieren kann.
Schritte: Vorschläge machen – Motivieren – Beispiele zeigen
Problem 2: Die Technik schreckt viele ab
Lösung: Technik auswählen, die nicht zu kompliziert oder teuer ist.
Schritte: Geeignete Technik vorschlagen – Technik erklären
Problem 3: Unklarheit über die Inhalte
Lösung: Erklären, wie sich Inhalte entwickeln lassen
Schritte: Ideen liefern – Beispiele geben
Problem 4: Fehlende Strategie und Routine
Lösung: Strategie entwickeln
Schritte: Konzept für Strategie vorstellen – Vorschläge für Routinen
Nun müssen Sie nur noch Ihre Lernmaterialien herstellen—schriftliche, mündliche oder audio-visuelle—und Ihr Türöffner-Produkt ist entwickelt.[/DAP]