Modul 18 von 18
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Interview mit dem Internet-Unternehmer Uwe Glomb zum Thema Erfolg

Uwe Glomb ist ein Internet-Unternehmer der ersten Stunde. Er hat, trotz wahrlich nicht günstiger Ausgangsposition und einiger Rückschläge, heute eine erfolgreiche Internet-Marketing-Agentur für lokale Dienstleistungsunternehmen uwe.glomb.com

Sandra Christiansen: “Wie man Deinem Video entnehmen konnte, war Deine Ausgangssituation ja nicht gerade günstig. Du hast, wenn man so will, nicht einmal bei Null angefangen, sondern bei Minus 300.000!”

Uwe Glomb: “Ja, das ist vollkommen richtig! Ich stand damals mit einer für meine Verhältnisse fast unvorstellbar hohen Summe von – 300.000 Euro vor dem Nichts. Doch ich wollte keinesfalls aufgeben, und traf meine Entscheidung, einer „Spinnerei“ zu folgen, wie es mein Umfeld damals titulierte.

Das machte es natürlich keinesfalls leichter, meiner getroffenen Entscheidung treu zu bleiben und dazu zu stehen. Doch ich kann nur sagen, wenn man etwas wirklich will, man sich ein Ziel gesetzt hat und dieses Ziel auch wirklich erreichen will, dann kann man schier Unvorstellbares schaffen. Ich hatte damals diesen „brennenden Willen“ in mir und nichts konnte mich von der Umsetzung abhalten. Denn, wie sagt man noch so schön: Der Glaube versetzt Berge! Schafft man es dann noch, sein Umfeld zu überzeugen und mit ins Boot zu nehmen, wenn man unterstützt wird, wird vieles leichter und klappt dann auch.

Am allerwichtigsten ist jedoch ist das Vertrauen, dass man in sich selber steckt! Denn im Grunde genommen hat man in einer solchen Situation nur sich selbst, auf den man bauen und vertrauen kann. Es gibt unter solchen Umständen immer wieder Menschen, Freunde und Bekannte, die einem sein Vorhaben ausreden wollen, dem Ganzen entgegen reden. Diese Leute finden die Situation, in der man sich befindet, als keinesfalls „so schlimm“; sehen sie einen selbst vielleicht „als einen von ihnen“, nach dem Motto: „Dem geht´s auch nicht besser, oder gar schlechter als mir!“. Ich persönlich glaube, dass dies daran liegt, dass solche Menschen ganz intuitiv ahnen, dass sich jemand der seinem Traum, der sein Ziel verfolgt, sich zwangsläufig verändern wird. Denn es ist eine Tatsache, dass sich das Leben dadurch verändert. Und so lässt man Zweifler, Neider und Ungläubige „hinter sich“ und startet in einen neuen Lebensabschnitt.”

Sandra Christiansen: “Was war ausschlaggebend? Das „Weg von“ oder doch das „Hin zu“? Woher bezogst Du Deine Motivation?”

Uwe Glomb: “Ausschlaggebend war für mich eigentlich beides. Ich wollte weg von dem Schuldenberg, hin zu einem Leben mit finanzieller Unabhängigkeit. Ich wollte hin zu einem entspannten Leben, weg von der Begrenztheit und dem Druck, die sich aus meiner Situation ergaben.

Meine Motivation ergibt sich einfach auch aus meinem Urvertrauen, dass ich schon von Kindesbeinen an habe und welches mir meine Eltern mit auf den Weg gaben. Ich bin ihnen dafür sehr dankbar, denn sie sagten mir immer: “Wenn du etwas willst, dann tue es!” Es ergaben sich daraus Situationen, die für meine Eltern nicht immer leicht waren, wie z. B. mein Weggang ins Ausland. Doch sie haben mich gehen lassen und mich sogar unterstützt, denn ich hatte mich so entschieden.

Und genau daraus ziehe ich auch heute noch meine Motivation. Wenn ich etwas möchte, dann plane ich es und versuche es mit den mir möglichen Mitteln umzusetzen. Ich habe meine Zielvorstellungen, setze mir Etappenziele, richte mich alle paar Wochen (in der Startphase jede Woche) immer wieder darauf aus, bringe mich auf Kurs. Die Abstände dieses Abcheckens werden immer länger und nach 2-3 Monaten schaue ich dann immer konkret zurück, ob noch alles in der Spur ist, ob alles so läuft, wie ich es mir vorstelle.

Menschen werden durch die unterschiedlichsten Dinge motiviert. Mein Antrieb ist es, dass es meinem Umfeld gut geht. Ein tolles Essen, ein Grillfest veranstalten. Bei anderen ist es vielleicht ein dickes Bankkonto oder Auto. Finanzielle Unabhängigkeit möchte natürlich jeder, ich auch. Jedoch sind für mich persönlich zwei Punkte ganz dominierend und ausschlaggebend, sind meine Motivations-Pusher. Diese Punkte sind zeitliche und geographische Freiheit. Und an diesen beiden Stützpfeilern meiner Motivation arbeite ich auch immer noch.”

Sandra Christiansen: “Wie kamst Du auf die Idee, es mit dem Internet zu versuchen? Was waren die Gründe?”

Uwe Glomb: “Wie so oft im Leben spielte hierbei „Kamerad Zufall“ eine sehr große Rolle. Das Internet interessierte mich sehr, so fing ich an, ein wenig „rumzubasteln“, Webseiten zu erstellen. Nur mit einem Handbuch und Editor bewaffnet, versuchte ich mich in der Erstellung von Webseiten. Die Resultate sahen mehr oder minder genauso schlecht aus, wie andere Webseiten, die ich im Netz fand.

Und doch kamen Leute auf mich zu, die durch meinen Freundes- und Bekanntenkreis davon erfahren hatten, und wollten, dass ich Webseiten für sie erstellte. Damit war mein Geschäft geboren. Es war noch ganz weit weg von dem, wo ich heute stehe, aber es war der Anfang. Ich kam zu der Erkenntnis, dass man in diesem Bereich (und mit meiner Vergangenheit, meinem riesigen Schuldenpaket) in kurzer Zeit, durchaus in 2,3 oder 4 Wochen, Umsätze in Höhe von 500 und 1.000 Euro – oder mehr – generieren konnte. Das war für mich ein echter Lichtblick und ließ mich dann auch konkret an dieser Idee festhalten.”

Sandra Christiansen: “Wie kristallisierte sich dann die konkrete Idee heraus? Hattest Du das Konzept schon fertig in der Tasche als Du loslegtest oder entwickelte sich das Ganze eher aus der Situation heraus?”

Uwe Glomb: “Die Idee entwickelte sich einfach aus der Liebe zu der Tätigkeit. Viele Leute fragen mich immer wieder, warum ich so verbissen und vehement an diesem Kerngedanken festgehalten habe. Die Antwort ist ganz einfach. Es gibt in meinem Leben zwei Dinge, die ich absolut tun wollte und die ich dann auch tat. Zum einen war es, als Tauchlehrer im Ausland zu arbeiten, zum Anderen als Internet-Dienstleister tätig zu sein. Denn ob ich als Internet-Dienstleister in Berlin, Bielefeld, Gütersloh oder auf Mallorca bin, spielt keine Rolle. Ich brauche nur das Internet und ein Laptop und schon kann es losgehen.

Und genau das war die grundsätzliche Idee, die dahinter steht, das Konzept. Im Internet gab es auch immer Ideen von den unterschiedlichsten Leuten, aber es war nicht das, was letztendlich den Erfolg brachte. Für mich war es eine sogenannte „try and error“-Methode. Versuchen- und Fehler-Methode. Ich habe mir immer schon viel notiert, analysierte jedes Verkaufsgespräch, das ich führte. Dadurch fand ich sehr schnell heraus, wo sich meine Fehler immer wiederholten und konnte es ändern. Heute spricht man im Internet vom Splittesten.

Fakt ist, dass es sich im Vertrieb oder Verkauf nicht anders verhält. Wenn man feststellt, da funktioniert etwas nicht im Kundengespräch, dann formuliert man anders oder formuliert mehr nach dem entsprechenden Nutzen für den Kunden. Denn ganz wichtig ist zu sehen, dass der Vertrieb in einer Kundenberatung erst in zweiter Instanz etwas zu suchen hat. An primärer Stelle steht einfach die Kundenberatung, die Kundenaufklärung. Fühlt sich der Kunde gut beraten, wird er einen Abschluss tätigen. Meine Vorgehensweise entwickelte sich mit jedem geführten Kundengespräch weiter und brachte mir letztendlich die richtige Methode und den Erfolg.

Wenn ich heute zurückblicke, mir meine Vorgehensweisen von damals anschaue, kann ich nur mit dem Kopf schütteln bzw. kann ich nur schmunzeln. Ich habe mir regelrecht „einen abgebrochen“, habe versucht mit der „Brechstange weiter zu kommen“. Am Anfang erzählte ich den Kunden, was ich alles kann und wie toll ich bin. Letztendlich ist das für den Kunden unerheblich. Was zählt, was man erkennen muss, ist, dass der Kunde sich mitteilen, reden möchte. Und genau das kristallisierte sich für mich in den ganzen Jahren heraus. Wenn man im Vertrieb unterwegs ist, muss man ein offenes Auge und ein offenes Ohr für den Kunden haben, man muss wirklich auf den Kunden eingehen.

Für mich gibt es konkret nur ein Erfolgsrezept und das lautet: Sei 100% beim Kunden! Es kann quasi ein Auto hinter dir explodieren, du bewegst dich nicht einen Moment vom Kunden weg! Die Augen und Ohren, einfach alle Sinne, bleiben absolut beim Kunden. Das ist das Allerwichtigste!”

Sandra Christiansen: “Hast Du Dir konkrete Ziele gesetzt?”

Uwe Glomb: “Ja natürlich, denn konkrete Ziele, eine konkrete Zielsetzung ist enorm wichtig. Zu Anfang war es mein Ziel, im ersten und zweiten Monat 2-3 Kunden zu haben. Das nächste Ziel war dann der Umsatz. Ich stellte fest, dass für Beratung und Webseitenerstellung viele Stunden drauf gehen, darum war eines ab dem dritten Monat ganz, ganz wichtig: den Umsatz pro Kunden zu erhöhen. Und dieses durch eine Verbesserung meiner Beratung.

Diese konkreten Ziele sind bis heute noch genauso für mich da. Ich möchte meine Agentur erweitern, möchte einfach noch mehr Leute in meinem Team haben. Für mich ist eines sehr wichtig: der Spaß an der Arbeit. Alle sollen morgens gerne wieder ins Büro kommen. Aber bitte nicht verraten, sonst muss ich noch Eintritt verlangen!” (lacht)

Sandra Christiansen: “Das waren ja eher kleine Ziele für den Anfang. Hattest Du, als Du anfingst, ein positives Gefühl? Warst Du hoch motiviert? Oder hattest Du vielleicht doch auch ein wenig Angst zu scheitern, bei der Ausgangslage?”

Uwe Glomb: “Mein Gefühl am Anfang war absolut positiv. Ich hatte meine Entscheidung getroffen und war auf jeden Fall hochmotiviert. Ich möchte noch einmal ganz klar sagen, dass es absolut wichtig ist, seiner Entscheidung treu zu bleiben, trotz der vielen Einflüsse von außen, die einen vielleicht zweifeln lassen. Man muss seinen Weg gehen, seiner Zielsetzung folgen, es einfach nur tun. Meine Motivation war von Anfang an voll da, weil ich auch sofort Erfolge erzielte. Mit dem ersten Kundentermin hatte ich ja auch direkt meinen ersten Auftrag.

Angst zu scheitern? Wer hat das nicht, vor allem mit einem finanziellen Hintergrund, wie ich es hatte. Für mich war es einfach so: „Schlimmer kann es ja nicht mehr kommen.“ Wenn man also einfach seinen Zielen treu bleibt, auch mit Nackenschlägen immer wieder aufsteht und weitermacht, dann funktioniert es auch. Da sich bei mir die Erfolge sehr schnell abzeichneten, verlor ich ebenso schnell die Angst zu scheitern. Und der Erfolg gab mir ja auch immer wieder recht.”

Sandra Christiansen: “Warst Du von Anfang an überzeugt, dass Deine Idee ein Erfolg werden würde?”

Uwe Glomb: “Ganz ehrlich? … eigentlich nicht. Aber wie ich oben schon erwähnte, bin ich so erzogen worden, dass was ich möchte, auch zu tun. Die Idee mit Internet-Dienstleistungen Geld zu verdienen, habe ich mehr oder weniger zufällig aufgegriffen. Das Internet interessierte mich, ich wollte verstehen, wie es funktioniert, wollte Webseiten erstellen. Die Webseiten, die ich damals fand, hatten alle eine schlechte Darstellung. Ich wollte es besser machen.

Allerdings muss ich zugeben, dass meine Seiten zunächst auch nicht viel besser waren. Und trotzdem gefielen sie meinen Freunden und Bekannten sehr gut und so kamen dann die ersten Kunden zu mir. Es zeigte mir ganz klar, dass ich da auf einen großen Markt gestoßen war, dass es dort noch sehr viel Bedarf gab. Ich verbesserte meine Vorgehensweise beim Kunden mit jedem Termin. Und mit jedem Auftrag, der rein kam, wurde mir klar, dass ich aus meinem finanziellen Desaster heraus kommen konnte und mich langfristig dahin bringen würde, meine Familie zu ernähren und gut leben zu können.”

Sandra Christiansen: “Wie lief es in den ersten Tagen. Kamst Du schnell voran?”

Uwe Glomb: “Es verhielt sich so, dass ich mich damals erst mal 2 Tage zurückzog und nachdachte. Ich setzte mich mit Freunden und Bekannten zusammen, ich wollte ihnen einfach zeigen, was ich von nun an machen wollte. So zeigte ich Ihnen also, wie man eine Webseite erstellt. Der Erfolg war: Große, fragende Augen in der Runde. Ich bat sie dann alle im Ihre Mithilfe, ganz nach dem Motto: jeder Mensch kennt viele Menschen!

So fingen wir an Listen zu erstellen, mit den Namen und Adressen, mit denen man im täglichen Leben zu tun hat: die Reinigung, der Frisör, die Pizzeria, die Autowerkstatt, usw. Daraus entstand eine Liste, die ich noch heute pflege und aus der ich noch immer Aufträge generiere. Aber, und das ist auch ganz wichtig, aus der ich auch Empfehlungen bekomme.

Und solch eine Liste ist die eigentliche Basis. Es geht nicht darum Webseiten an die Cousine, den Schwager oder den Onkel zu verkaufen, es sei denn, er ist selbstständig oder hat ein eigenes Geschäft “(lacht), “sondern es geht primär darum, Kontakte zu knüpfen. Denn wenn zum Beispiel die Schwester schon mal bei dem Frisör anruft und mich avisiert, ist das schon mal die halbe Miete. Für mich war es damals die Pizzeria, wo wir jeden Mittwoch zum Essen hin gingen. Ich habe dort einen Termin gemacht und ging dann, nach knapp einer Stunde, mit meinem ersten Auftrag nach Hause.”

Sandra Christiansen: “Womit hast Du überhaupt angefangen? Was hast Du zu allererst gemacht?”

Uwe Glomb: “Angefangen habe ich damit, mich in die Materie einzuarbeiten. Ich erstellte als Erstes also eine Webseite anhand eines Handbuches und eines Editors. Ebenso hatte ich mir Adressmaterial vorbereitet, so dass ich direkt bei den Kunden anrufen konnte, mich melden konnte. Im Weiteren bin ich in die Industriegebiete gefahren, bin von Firma zu Firma und habe dort meine Visitenkarte hinterlassen. Das ist für mich eine ganz wichtige Vorbereitung, denn man sollte sich schon heute die Adressen besorgen, die man morgen kontaktieren möchte.

Wesentlich ist einfach, immer dran zu bleiben, keine riesigen „Löcher“ entstehen bzw. einreißen lassen. Das passiert am Anfang sehr schnell, wenn man so in den Tag hinein lebt, sich vielleicht denkt: „Och, morgen rufe ich mal den und den an.“ oder so. Aber genau das sollte man tunlichst vermeiden.”

Sandra Christiansen: “Wann stellten sich die ersten Schwierigkeiten ein?”

Uwe Glomb: “Gar nicht. Diese Frage stellte sich nicht, denn wenn es zu Problemen kam, der Kunde etwas wollte, was ich nicht selber realisieren konnte, holte ich mir sofort Hilfe von außen. Damals wie heute habe ich diese Dienstleistung outgesourct.”

Sandra Christiansen: “Hattest Du irgendwann einmal Zweifel das Projekt überhaupt fertig zu bekommen?”

Uwe Glomb: “Bei dieser Frage geht es ja um das IEFA-Konzept, den Videolehrgang. Und ja, es waren ehrlich gesagt, schon permanente Zweifel da. Ich muss auch ganz offen sagen, dass ich das ohne meine Familie und Freunde nicht „gebacken“ bekommen hätte. Es sind einfach so viele Sachen auf mich zugekommen, mit denen ich gar nicht gerechnet hatte. Ob es mal technische Dinge waren, Dinge rund um die Videos, dann mal wieder der Ton … Es hatte teilweise den Anschein, es wolle nicht enden.

Und hier muss ich aus heutiger Sicht ganz klar sagen, man sollte frühzeitig auch mal „Fünfe gerade sein lassen“! Man kann vieles machen, es sollte auch perfekt sein, das wünscht sich ja jeder, aber wenn man ein Projekt im Vorfeld durchgeplant hat, dann sollte man auch hier seinem Plan und Urteil treu bleiben. Und eben auch genauso dran gehen. Es umsetzen dann wird es auch klappen.”

Sandra Christiansen: “Hattest Du jemanden, der Dir dabei half, Familie, Freunde?”

Uwe Glomb: “Ja, ich hatte Hilfe. Auf der einen Seite habe ich mir jemanden von außen ins Boot geholt, der mich mit