[DAP hasAccessTo=”9″ errMsgTemplate=”LONG”]Mein ganz persönlicher Rat im letzten Teil: Fangen Sie klein an, dann können Sie sich auch ein Scheitern, was man nie hundertprozentig ausschließen kann, leisten. Daraus lernen Sie oft mehr für ihr nächstes Projekt (und fürs Leben) als wenn Ihnen der Erfolg nur so zufliegen würde.
Und noch ein paar wichtige Tipps:
- Beschäftigen Sie sich bereits am Anfang, vor dem eigentlichen Start, mit allen Aspekten eines Projektes
- Arbeiten Sie konsequent, auch wenn es reine Fleißarbeit ist, alle relevanten Bereiche der neuen Geschäftsidee ab
- Versuchen Sie einen möglichst realistische Kostenplan zu erstellen und planen Sie Reserven ein
- Überlegen Sie sich dann, ob Sie ein solches finanzielles Risiko auch wirklich eingehen wollen!
Spielen Sie auch den Fall eines völligen Scheiterns, den Totalverlust, durch. Auch wenn Sie es als nicht realistisch einschätzen. Keiner plant ein Projekt, wenn er davon ausgeht, dass es scheitert. Aber wenn Sie sich auch diese Möglichkeit schon vorher bewusst gemacht und innerlich akzeptiert haben, Sie also bereit sind, die, wenn auch schmerzlichen, Folgen eines totalen Scheiterns zu akzeptieren, gehen Sie ganz anders an die Sache heran. Ruhiger und entspannter, weil Sie einen Notausgang haben. Der emotionale Druck, wenn es denn zu Schwierigkeiten kommt, ist in diesem Falle nicht annähernd so groß, als wenn Sie alles auf eine Karte gesetzt haben und sich ein Scheitern eigentlich gar nicht leisten können.
Und wenn Sie vorher, bei der Prüfung, festgestellt haben, dass Sie sich ein Scheitern nicht leisten können, lassen Sie es bleiben! Das Projekt ist, zumindest in dieser Form, zu riskant für Sie. Einzig auf den Erfolg, die erwarteten Einnahmen zu setzen ist Spekulation. Wollen Sie mit ihren Spargroschen spekulieren? Lassen Sie es besser ganz bleiben oder reduzieren Sie das Risiko auf ein vernünftiges Maß.
Informieren Sie sich vorher über alle relevanten rechtlichen Aspekte Ihres Geschäfts!
Hier gebe ich Ihnen den Rat, sich Rat bei Fachleuten, also auf E-Commerce spezialisierte Anwälten, zu holen. Einfache Schutzpakete für rechtlich einwandfreie Texte auf den Webseiten oder einfache AGB von der Stange gibt es schon für wenige Euro im Monat. Je aufwendiger und individueller und auch teurer Ihr Projekt werden soll, desto mehr Feinheiten müssen naturgemäß beachtet werden und desto teurer, aber auch wichtiger wird der Rat eines Fachanwaltes.
Analysieren Sie die Konkurrenz!
Verschaffen Sie sich einen Eindruck vom Marktumfeld, in dem Sie planen tätig zu werden.
- Wie viel Konkurrenz gibt es?
- Welche Preise haben diese?
- Was bieten deren Webseiten und Shops an Funktionen?
- Welche Zahlungssysteme bieten diese an?
- Welche Marketingaktionen werden gemacht?
- Wo macht die Konkurrenz Werbung?
Denken Sie dabei immer daran: Hier müssen Sie mithalten! Es hilft Ihnen nichts, das Sie die hübscheste Webseite von allen haben, wenn Sie zu teuer sind. Gute Preise nützen nichts, wenn niemand Ihren Shop findet, weil andere besseres Marketing machen. Schauen Sie sich alles genau an und versuchen Sie das Beste von allen anderen zu übernehmen!
Ich fordere Sie hier nicht auf, Konzepte oder Texte einfach zu kopieren. Das bringt meist, außer Ärger mit der Konkurrenz und deren Anwälten, nichts, denn solchen Eins-zu-Eins-Kopien fehlt fast immer das Persönliche, das Individuelle und gerade das hebt einen guten Shop ja von den anderen ab. Das aber macht den Wiedererkennungswert erst aus und lässt sie im Auge der Kunden nicht irgendein Shop, sondern der „Shop, der …“ werden. Auch das ist eine Form der Markenbildung, des „Brandings“, wie man heute so schön sagt.
Schauen Sie sich das Beste von den Anderen ab, aber setzen Sie es auf Ihre individuelle Weise um. Oft sieht man auf anderen Webseiten gute Ideen, aber denkt sich: „Ich hätte das aber so und so gemacht.“ Na, dann machen Sie es auch so! Es muss nicht immer etwas total Neues, Bahnbrechendes, Weltbewegendes, noch nie da gewesenes sein, dass den überwältigenden Erfolg bringt. Man muss nicht der Erste sein, um mit einer Idee den größten Erfolg zu haben. Vielleicht erinnern Sie sich an den dritten Teil: Auch die größten Internet-Macher haben nicht mit völlig neuen Ideen das Internet revolutioniert. Sie haben bestehende Ideen aufgegriffen, verbessert, mit anderen Ideen kombiniert oder vielleicht auch einfach kopiert, aber etwas völlig Neues hat keiner erfunden.
Wenn Sie das alles gemacht haben, funktionieren die nächsten Schritte fast von ganz allein. Sie wissen, welche Funktionen Sie in Ihrem Shop haben wollen und können sich eine entsprechende Shopsoftware aussuchen. Vielleicht ist Ihnen bei er Konkurrenz schon die eine oder andere geeignete aufgefallen. Sie wissen, welche Preise Sie höchstens nehmen dürfen und können sich danach bei der Suche nach den Wareneinkaufsquellen richten. Und, Sie wissen auch, was das ganze Projekt höchstens kosten darf, damit Sie nachts noch ruhig schlafen können. Und dann?
Auf die Plätze, fertig, los!
Legen Sie los! Rufen Sie Großhändler an! Machen Sie Programmierer ausfindig! Suchen Sie sich eine gute Domain, usw. An diesem Punkt können Sie auf eine Vielzahl von Dienstleistern, oder wenn Sie es sich selbst zutrauen, auch Infoprodukten im Bereich Internet-Marketing zurückgreifen. Es gibt überall Videos, Workshops, Webinare und Ähnliches, die Ihnen zeigen, wie Sie eine Domain anmelden, einen Blog einrichten, E-Mail-Dienstleister findet, etc. Vertrauen Sie dabei aber bitte nicht den Versprechungen der Anbieter, wenn diese von „kinderleicht“, „wenig Arbeit“ und solchen Dingen reden. Es ist eine Menge Arbeit, die jeder, der ein Projekt startet, bewältigen muss.
Wäre es wirklich so einfach, wie Ihnen viele glauben machen wollen, würde es jeder machen und jeder hätte Erfolg!
Suchen Sie sich die richtigen Partner und Mentoren. Nicht die, die Ihnen die größten Versprechungen machen oder die, welche den vermeintlich größten Erfolg haben, sind die besten Partner oder auch Lehrer, sondern die Menschen, die Ihnen sympathisch sind, deren Art und Weise, wie sie auftreten, sich und auch ihre Produkte oder Dienstleistungen präsentieren, Ihnen gefällt. Wo Sie denken: “So würde ich da auch machen!”, „Da bin ich einer Meinung.“, „Das ist ein Vorbild.“ Von diesen Menschen können Sie am meisten lernen, ohne sich verbiegen zu müssen. Vernetzen Sie sich mit solchen Leuten. Tauschen Sie sich mit anderen aus, die vielleicht, genau so wie Sie, am Anfang eines Projektes stehen. Fragen Sie! Lernen Sie! Kommunizieren Sie!
Unternehmen Sie irgendetwas, denn schließlich sind Sie jetzt ein Unternehmer![/DAP]