So funktioniert Erfolg im Internet
[DAP hasAccessTo=”3″ errMsgTemplate=”LONG”][toggle class=”” title=”Willkommen auf dem Weg zum Erfolg!”]
In diesem umfassenden Grundlagen-Workshop finden Sie in 16 ausführlichen Teilen, die Dinge, die Ihnen die viele Internet-Marketer vergessen zu erzählen, wenn es um das Thema “Geld verdienen im Internet” geht. Hier erfahren Sie, wie Erfolg im Internet wirklich funktioniert!
Erfahren Sie:
- Warum man auch die falsche Motivation haben kann
Warum ein gewisses Restrisiko für mehr Sicherheit sorgt
Warum Glück nicht unbedingt gut für den Erfolg ist
Lernen Sie, wie Sie ganz allein in kleinen, eigenen Schritten den Weg zum echten, nachhaltigen Erfolg meistern.
Die einzelnen Teile bauen locker aufeinander auf. Am besten Sie lesen zuerst einmal alle Teile in Ruhe der Reihe nach durch. So erhalten Sie einen Überblick über den kompletten Inhalt. Später können Sie dann, je nach Bedarf, den einen oder anderen Teil ganz gezielt zur Motivation in einer bestimmten Situation auswählen.
Und jetzt, viel Spass auf Ihrem Weg zum eigenen Erfolg
[/toggle][toggle class=”” title=”Erfolg im Internet Teil 1 – Erfolg ist relativ”]
Nur die wenigsten haben ihn
Erfolg ist ein relativer Begriff. Bezogen auf den Internethandel ist es für den Einen schon ein Erfolg, wenn er soviel Geld verdient, dass es zu einem kleinen Nebeneinkommen reicht, von dem er sich seinen Urlaub finanzieren kann. Der Andere bezeichnet es erst als Erfolg, wenn er allein von seinem Internet-Einkommen leben kann und noch Andere wollen richtig reich werden.
Dies sind alles Erfolgskriterien im Zusammenhang mit Geld. Aber ich habe in den letzten Jahren auch schon Menschen kennengelernt, die ein Onlinegeschäft nicht in erster Linie betreiben, um auf irgendeine Weise Geld zu verdienen, (wobei es gar nicht darauf ankam wie und womit), sondern um sich einen persönlichen Wunsch oder gar einen Traum zu erfüllen, der nicht in erster Linie mit Geld zu tun hat. Vielleicht den, ein eigenes E-Book nicht nur zu schreiben, sondern auch zu veröffentlichen (gelesen zu werden) oder irgendwelche Nischenprodukte anzubieten, die sie selbst absolut toll finden, wo sie aber auch wissen, dass es dafür bestimmt keinen Markt mit einer großen Nachfrage geben wird. Denen sind die Anerkennung durch die Leser bzw. Käufer und vor allem auch die sich daraus ergebenden Kontakte zu Menschen, die ihre Hobbys und Vorlieben teilen meist viel wichtiger als der rein finanzielle Erfolg.
Ich möchte Ihnen in diesem Artikel jetzt nicht auch noch irgendwelches „geheime Internetwissen“ erzählen, sondern von meinen eigenen, ganz persönliche Erfahrungen mit Menschen berichten, die entweder sich mit dem Gedanken trugen in den Onlinehandel einzusteigen oder die sich bereits, mit mehr oder weniger Erfolg, als Onlinehändler betätigten. Dadurch dass ich schon seit einigen Jahren Produkte und Dienstleistungen speziell für Onlinehändler und Internet-Marketer anbiete, hatte ich in der Vergangenheit oft die Möglichkeit mit vielen Interessenten und Kunden direkt in Kontakt zu kommen und sie, oft von Anfang an, über einen längeren Zeitraum zu begleiten und Ihren Erfolg oder auch Misserfolg aus nächster Nähe mit zu verfolgen.
Dabei ist mir aufgefallen, dass man diese Menschen ganz grob in vier verschiedene Gruppen einteilen kann.
Sehr viele, die gar nicht erst richtig anfangen oder ganz schnell wieder aufgeben.
Viele, die sich eine ganze Zeit lang durchhangeln, bis ihnen entweder Motivation, Geld oder Beides ausgehen.
Einige, die es schaffen, zumindest so erfolgreich zu werden, um von den Einnahmen leben zu können, aber ständig ums Überleben kämpfen müssen.
Wenige, die es wirklich schaffen, von ihren Einnahmen nicht nur zu leben, sondern es auch schaffen, sich ihre finanziellen Träume zu erfüllen.
(Nicht erfasst in dieser Aufzählung sind die oben beschriebenen Menschen, bei denen die finanziellen Ziele eher nebensächlich sind, weil sie Erfolg anders definieren.)
Man kann sich das Ganze auch als Pyramide vorstellen, ganz unten die erste Gruppe und ganz oben die vierte Gruppe. Gemeinsam ist allen, dass sie einmal ganz unten angefangen haben, wie übrigens Bill Gates, die Google-Gründer, Herr Zuckerberg von Facebook und die allermeisten anderen Internet-Koryphäen auch.
Warum schaffen es die wenigen aber nun bis ganz oben an die Spitze der Pyramide und die allermeisten scheitern schon nach wenigen Wochen oder kommen einfach nicht vom Fleck?
Anhand meiner Erfahrungen kann ich Ihnen versichern, mit Geld hat das nichts zu tun. Es macht keinen Unterschied, ob jemand viel Startkapital hat oder gar keines. Erfolg oder Scheitern haben andere Gründe. Es ist im ersten Moment vielleicht leichter ins Onlinebusiness zu starten, wenn man ausreichend Startkapital hat, aber man kann auch deutlich mehr verlieren! Ich habe schon Leute mit großem Budget ganz großartig scheitern sehen und eine Hartz IV-Mutter dabei begleitet (bewundert), wie Sie ganz alleine Abend für Abend, Stück für Stück einen florierenden Onlineshop aufgebaut hat. Es müssen also andere Dinge sein, die ausschlaggebend für den Erfolg im Internet sind. Ich möchte Ihnen einmal einige, aus meiner Sicht entscheidende Gründe für Erfolg oder Scheitern darlegen.
Drei typische Beispiele
Hier einmal einige Fallbeispiele:
Erstes Fallbeispiel:
Jemand hatte bei uns einen E-Book-Shop gekauft. Nach drei Monaten bekam ich eine E-Mail, er fühle sich getäuscht (der Kunde benutzte einen anderen Ausdruck), in den drei Monaten hätte er keinen einzigen Verkauf tätigen können. Mit dem Shop könne ja etwas nicht stimmen. Wir sollten das schleunigst ändern.
In der Antwort-Mail habe ich ihn nett und höflich gebeten, uns bitte einige Zahlen zu nennen, damit wir das Problem eingrenzen könnten. Anzahl der Shop-Besucher, die Zahl der Newsletter-Abonnenten, in wie viele Webkataloge wurde der Shop mittlerweile eingetragen, wie viele Pressemitteilungen wurde veröffentlicht, wurde schon in Blogs kommentiert, usw. . Vielleicht war ja tatsächlich etwas mit dem Bestellformular nicht in Ordnung oder der Shop hatte an irgendeiner anderen Stelle einen gravierenden Programmierfehler. Das kann natürlich vorkommen, auch Programmierer sind nicht perfekt und machen manchmal Fehler.
Auf eine Antwort warte ich noch heute. Das hätte mich auch gewundert, denn auf die Mail des Kunden hin, hatte ich mir einmal seinen Shop angeschaut und dieser sah immer noch haargenau so aus, wie von uns ausgeliefert. Kein Sonderangebot, kein Newsletter-Formular, ganz zu schweigen von neuen Produkten oder individuellen Texten. Noch nicht einmal ein eigener Begrüßungstext. Der Kunde hatte anscheinend noch keinen einzigen Handschlag an seinem Shop gemacht.
Wo liegt hier der Grund des Scheiterns? Auf den ersten Blick würden wir wohl alle sagen, der Kunde wäre „faul“ gewesen, hätte selbst aktiv werden müssen, usw. Das ist alles richtig, aber der wahre Grund liegt etwas tiefer. Meiner Meinung nach hatte der Kunde die falschen Vorstellungen und Erwartungen! Er ging davon aus „Onlineshop kaufen und Bankkonto beobachten“. (Dazu muss man fairerweise sagen, unsere Werbetexte sagten auch aus: „Einfacher kann man im Internet kein Geld verdienen“. Dies bezog sich allerdings auf die Art und Weise: Kein Wareneinkauf, keine Lagerhaltung, kein Paketversand und sollte nicht bedeuten: Legen Sie die Hände in den Schoss und erfreuen sich ab sofort und bis in alle Ewigkeit an einem automatisch Ihr Bankkonto flutenden Geldsegen.)
Das klingt jetzt vielleicht etwas zu philosophisch, aber man kann es auch so sagen. Der Mensch versucht ein Gleichgewicht herzustellen zwischen Aufwand und Ertrag. Das bedeutet nicht, der Mensch sei von Natur aus faul und träge und würde am liebsten jeder Arbeit aus dem Wege gehen. Nein, er wägt nur ab, wie viel Aufwand für das Erreichen eines Zieles angebracht ist. Findet er, dass der Aufwand zu hoch ist, sinkt die Motivation. Hier kann er aber auch den Fehler machen, das Ziel zu hoch anzusetzen und damit wird automatisch auch der Aufwand zu hoch. Darauf gehen wir aber weiter unten noch etwas genauer ein.
Zweites Fallbeispiel:
Eine andere Kunden-E-Mail. Nicht verärgert, eher hilflos. Was mache er nur falsch? Mehrere hundert Euro bei Google-AdWords bezahlt, aber keinen einziges E-Book verkauft. Als erstes bat ich (wie immer) unsere Programmierer einmal das Bestellformular zu überprüfen. Vielleicht führte ja ein Softwarefehler zu Bestellabbrüchen, aber es funktionierte alles einwandfrei. Dann bat ich den Kunden mir einmal die Keywords, die er gebucht hatte, mitzuteilen. Er habe Werbung geschaltet auf „E-Books“, „E-Books kaufen“ und einige ähnliche Schlüsselwörter. Erst einmal war es ja positiv, dass der Kunde selbst aktiv wurde. Der Fehler hier liegt etwas später. Er analysierte und optimierte seine Werbeanzeigen nicht! Ich glaube jeder von uns hat bei seinen ersten AdWords-Versuchen Keywords gebucht, die eine Menge Klicks und damit Kosten produzierten aber keinen einzigen Käufer und somit auch keinen Gewinn. Gerade bei AdWords liegen die Fehler oft im Detail und für eine gute Werbekampagne muss man etwas Fleiß und Ausdauer investieren, um die Anzeigen und Kampagnen immer weiter zu optimieren.
Hätte der Kunde das getan, wäre ihm über kurz oder lang aufgefallen, das seine Keywords zwar jede Menge (auch noch besonders teuren!) Traffic produzierten, aber an der Zielgruppe weitestgehend vorbeigingen. Bücher, auch E-Books, werden nicht gekauft, weil sie Bücher oder E-Books sind, sondern weil sie Liebesromane, Historische Romane, Biografien, Kochbücher, Sience Fiction, Ratgeber, Fachbücher usw. sind. Letztere Gruppe muss man sogar auf die einzelnen Themengebiete herunterbrechen. Ein E-Book zum Thema „Fische angeln“ wird man eher nicht an Besucher verkaufen, die über das Keyword „E-Books“ kommen, sondern an Besucher, die über Keywords wie „Angel-Ratgeber“, „erfolgreich Fische fangen“ oder ähnliches kommen. (Dieses Beispiel zeigt auch gut, dass viel Traffic nicht auch automatisch viel Einnahmen und Gewinn bedeutet, auch wenn uns das immer wieder als „Insider-Wissen“ verkauft werden soll. Entscheidentist nicht die Masse der Kunden, sondern deren Qualität! Siehe auch Artikel “Wann Kunden kaufen – und wann nicht”)
Diesem Kunden fehlte es nicht an Initiative oder Motivation, sondern an Fachwissen. Nachdem ich ihn darauf hingewiesen hatte, dass in dem E-Book-Paket seines Shops auch viele gute Marketing-E-Books wären, die er doch einfach einmal genauer studieren solle, kam schon nach einigen Tagen eine besonders nette und auch stolze E-Mail, er hätte die AdWords-Kampagnen völlig überarbeitet, würde jetzt nach der A-B-Splitting-Methode arbeiten und hätte an einem Tag gleich zwei E-Books verkauft. Meine Antwort war kurz und knapp: „Herzlichen Glückwunsch!“ Mehr war nicht zu sagen, denn dieser Kunde hatte gelernt, nicht nur, wie man eine AdWords-Kampagne optimiert, sondern, noch viel wichtiger, wie man sich selbst fehlendes Wissen aneignet. Ich habe nie wieder eine Hilfe-E-Mail von ihm bekommen und sein Shop läuft, soweit ich das aus der Ferne einschätzen kann, immer noch gut.
Drittes Fallbeispiel:
Ist die oben schon erwähnte Hartz-IV-Mutter. Dazu möchte ich gleich klarstellen: Ich führe dieses Beispiel nicht auf, um Hartz IV-Empfänger in irgendeiner Weise zu diskriminieren. Jemand der auf Hartz IV angewiesen ist, ist nicht von vorneherein ein Looser oder Versager. Gerade bei diesen Menschen habe ich oft mehr Motivation, Ehrgeiz und Lernbereitschaft feststellen können als bei manch „Besserverdiener“. Gleiches trifft übrigens auf Arbeitslose zu. Es liegt nicht an den Verhältnissen, aus denen man startet, ob man es schafft, die Pyramide zu erklimmen. Es liegt immer an der einzelnen Person selbst. Dieses Beispiel hier beweist das, wie ich finde, ziemlich eindrucksvoll.
Vor einigen Jahren hatte ich ein Kundengespräch mit einer jungen Frau, die sich für einen E-Book-Shop interessierte. Im Hintergrund lautes Kindergeschrei. Die Frau entschuldigte sich in einer Tour für ihre Kinder, ihr Leben und alles Übel der Welt. Aber, sie hätte sich jetzt vorgenommen, etwas zu tun. (Das klassische Hartz-IV-Klischee!) Unser E-Book-Shop-Angebot würde sie sehr interessieren, eben weil man es von zu Hause aus machen könnte und weil es weder große Anfangsinvestitionen noch Wareneinkauf, Lager, etc. benötigte. Sie wollte wissen, ob sie auch in kleinen Raten zahlen könnte. Ihre Idee war es, den Shop von den zu erwartenden Gewinnen abzuzahlen. Wahrscheinlich hätte so gut wie jeder diese Bitte abgelehnt.Zugegeben, ich war auch sehr skeptisch, habe mich dann aber überreden lassen.
Anfangs erhielt ich täglich drei oder vier E-Mails mit Fragen zu den einfachsten Dingen. Wie kriege ich ein Bild in den Shop? Wo war noch mal der Button um einen Link einzufügen. Natürlich war ich ein wenig genervt, aber andererseits zeigten mir die E-Mails auch, dass die Frau am Ball blieb. Mit der Zeit wurden die E-Mails weniger. Ich befürchtetet schon: „Das war‘s jetzt“, bis ich eines Tages einen Newsletter von ihrem Shop bekam mit einer Handvoll Sonderangeboten von E-Books, die ich nicht einmal kannte. Die Frau hatte sich auch aus anderen Quellen mit Produkten versorgt, ihren Shop individuell umgebaut und ihre Kundenkontakte und Partnerschaften sorgfältig gepflegt und ausgebaut. Mit einem unglaublichen Erfolg. Die Raten wurden alle pünktlich bezahlt. Heute betreibt sie ihren E-Book-Shop zwar nicht mehr, dafür aber handelt sie höchst erfolgreich mit Baby- und Kindersachen. Hartz-IV ist bei ihr kein Thema mehr.
Diese drei Beispiele sollen zeigen, dass man keine Schablone nehmen kann, um festzustellen, ob jemand Erfolg haben wird. Genauso wenig kann man allgemeingültige Rezepte oder „hundertprozentig“ funktionierende „Konzepte“ entwickeln, die alle, die sie anwenden, garantiert auf den Erfolgsweg bringen. Jeder Mensch ist ein Individuum und der Onlinehändler ebenfalls. Jeder hat andere Stärken und Schwächen. Der eine ist kreativer, hat‘s dafür aber nicht so mit dem Rechnen und Kalkulieren. Der andere ist ein echter Zahlenfuchs, aber seine Texte sind einfach nur furchtbar langweilig. Trotz ihrer Schwächen können alle diese Menschen Erfolg haben. Warum das so ist und was, meiner Meinung nach, letztendlich tatsächlich den Erfolg ausmacht, werde ich jetzt beschreiben.
[/toggle][toggle class=”” title=”Erfolg im Internet Teil 2: Hin zu – oder weg von?”]
Die Antwort auf diese, auf den ersten Blick vielleicht etwas irritierende Frage ist oft entscheidend für Erfolg oder Misserfolg der ganzen Unternehmung, denn sie sagt etwas über die wahren Gründe, die eigentliche Motivation aus, die jemanden antreibt. Und diese Motivation muss nicht immer positiv sein, sondern kann auch der eigentliche Grund für ein späteres Scheitern sein. Deshalb ist es so wichtig, für sich selbst eine ehrliche Antwort auf diese Frage zu finden. Also, …
Wollen Sie hin zu – oder weg von etwas?
Für viele Menschen ist nicht das „Ich will endlich selbstständig werden“, „Ich will eine Idee umsetzen“ oder auch „Ich will reich werden“ der eigentliche Grund, warum Sie in den Onlinehandel einsteigen wollen. Auch wenn sie selbst dies als Grund angeben würden. Klar, viele geben, wenn man sie zu Ihrer Motivation und ihrem Ziel fragt, gerne an: „Ich will endlich so viel Geld verdienen, dass ich alle meine Wünsche erfüllen kann“ oder „Ich will meine Zeit endlich selbst einteilen können“. Die Werbung für viele Internetprodukte zielt auch genau darauf ab.
Aber, wenn man genau nachfragt, ist nicht die Lust auf Neues, sondern der Frust über das Bestehende (schlechter Job, Arbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit, etc.) der wahre Hintergrund. Das Ziel ist es nicht, irgendwo hinzukommen, sondern irgendwo weg. Nicht „Hin zu“, sondern „Weg von“. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht, dies ist ein gravierender Unterschied, der sehr oft große Auswirkungen auf das Gelingen oder Misslingen einer Existenzgründung hat. Ja, hier liegen meist schon die Wurzel und die eigentliche Ursache von Erfolg oder Misserfolg.
Es ist natürlich nicht grundsätzlich falsch, sein Leben ändern zu wollen. Es ist sogar sehr positiv für die Motivation. Aber, wenn man einzig dieses „Weg von“ – Ziel hat, in dem Moment, wenn man sich entschließt, einen Shop zu kaufen, ein Geschäft zu gründen und/oder sich selbstständig zu machen, birgt dies die große Gefahr schnell zu scheitern.
Warum? Weil dieses Ziel einerseits sehr hochgesteckt und deshalb meist nur sehr schwer zu erreichen, gleichzeitig aber auch sehr allgemein und unklar ist. Es fällt schwer, etwas zu bewegen, sich zu bewegen, wenn man das Ziel nicht genau kennt. Die Frustrationsschwelle ist so deutlich niedriger. Es fällt schwer überhaupt einen Anfang zu finden, wenn man nicht weiß, wo genau man eigentlich hin will. Ein solch hohes Ziel setzt einen auch unter einen immensen Druck. Stellen sich nicht sofort deutliche Erfolge ein, beginnt man sehr schnell am Erreichen des Ziels zu zweifeln.
Kleine Erfolge bringen hier gar nichts, weil sie zu kleine Schritte sind, auf dem Weg zum großen Ziel und deshalb oft gar nicht als Erfolg wahrgenommen werden. Wer schnell einige zehntausend Euro verdienen will, ist nicht glücklich, wenn er in der ersten Woche 20 Euro eingenommen hat. Und was ist erst, wenn er in den ersten Wochen, vielleicht sogar Monaten draufzahlen muss? Die Meisten der schnell Scheiternden aus der untersten Gruppe der Pyramide (siehe Erfolg im Internet Teil 1) machen genau diesen Fehler. Sie wollen zu viel zu schnell! Sie haben unrealistische Vorstellungen, die sich niemals verwirklichen lassen.
Das kann gar nicht schiefgehn!
Ich möchte das Beispiel sogar noch weiterverfolgen: Was passiert, wenn die Geschäftsgründung komplett schief geht? Diese Frage stellen sich die Wenigsten BEVOR sie starten. Mit fatalen Konsequenzen, wenn plötzlich ein Scheitern nicht mehr ausgeschlossen werden kann. Erst dann wird ihnen schlagartig klar, was es bedeuten würde, zu scheitern. Der Druck steigt bis hin zur kompletten Lähmung. Genau in dem Moment, wo man eigentlich noch einmal alles geben müsste. Eine Erfolgsgarantie gibt es nämlich nicht, auch wenn einem genau dieses in diversen Existenzgründer-Angeboten suggeriert werden soll. Gut für das Selbstvertrauen ist eine solche Niederlage garantiert nicht. Vor allem dann, wenn man nicht damit gerechnet, sie nicht von Anfang an mit einkalkuliert hat.
Was passiert jetzt fast zwangsläufig? Das genaue Gegenteil dessen, was man so gern (und einfach) erreichen wollte. Jetzt kommt Frust auf darüber, keinen Erfolg gehabt zu haben, es nicht geschafft zu haben, das eigene Leben positiv zu ändern. Die finanzielle Situation nicht schlagartig völlig verändert oder auch nur verbessert zu haben, sondern vielleicht auch noch eine, bei manchen gar die letzte, größere Summe Geldes, wie man es dann gerne bezeichnet, „zum Fenster hinaus geschmissen zu haben“. Der finanzielle Verlust lässt sich oft gerade noch verschmerzen. Das Gefühl, es nicht gepackt zu haben, „versagt“ zu haben, ist meist viel schlimmer.
Für viele ist das Scheitern eine so frustrierende Erfahrung, dass sie sich ab sofort mit ihrem „Schicksal“ abfinden und nie wieder versuchen, etwas an ihrer persönlichen Situation zu ändern. Die Rente ist jetzt das einzige Ziel. (Bis sie merken, auch die wird nicht üppig ausfallen). Schuld sind dann oft die anderen, die ihnen nicht geholfen hätten oder die Verkäufer, die ihnen zu viel versprochen hätten. Im zweiten Falle mag dies richtig sein, aber bei einer gründlichen Vorbereitung der Geschäftsgründung hätte auch der Käufer gelernt, solche Angebote realistisch einzuschätzen! Manchmal wundert es einen doch sehr, wie (leider muss ich es so deutlich ausdrücken) naiv manche Leute an ein Projekt, Geschäftsmodell oder gar eine komplette Existenzgründung herangehen, die ein „neues“ Leben einleiten soll. Da werden Entscheidungen, die vielleicht die nächsten Jahre oder gar Jahrzehnte prägen sollen, mal eben in wenigen Minuten aufgrund von nicht hinterfragten Werbesprüchen ” aus dem Bauch heraus” getroffen.
Irgendwann klappt das schon
Es gibt aber auch eine Menge Menschen, die zwar scheitern, es danach aber wieder versuchen. Und wenn sie wieder scheitern, versuchen sie es ein weiteres Mal. Dann noch einmal und noch einmal usw. Einerseits ist eine solche „Nicht aufgeben“ – Einstellung bewundernswert, ja sogar eine Voraussetzung für den Erfolg, wie wir noch sehen werden, aber andererseits kann dies auch auf zwei möglicherweise für den Erfolg ebenfalls wichtige, aber bei diesen Menschen (noch) nicht vorhandenen Eigenschaften hindeuten.
Das Durchhaltevermögen bzw. das Vermögen, eine Sache durchzuziehen und dranzubleiben, auch wenn sich erste Schwierigkeiten abzeichnen und/oder erste Erfolge nicht schnell genau einstellen. Sie geben zu schnell auf und suchen sich ein neues Projekt.
Die Bereitschaft zu lernen, das Scheitern zu analysieren, dabei Fehler zu erkennen, um sie beim nächsten Mal nicht zu wiederholen, sondern aus diesen Fehlern oder auch fehlenden Voraussetzungen zu lernen und es beim nächsten Mal besser und damit erfolgreicher zu machen.
Verstehen Sie mich nicht falsch. Ich will hier nicht sagen: Wer es nicht spätestens beim dritten Versuch schafft, wird es nie schaffen. Nur, er muss irgendwann einmal anfangen, nach den Gründen für das ständige Scheitern zu suchen. Bei sich selbst zu suchen, weil mehrfaches Scheitern darauf hindeutet, dass es nicht am Konzept, der Idee oder dem Projekt liegt, sondern am Gründer und Unternehmer. Auch hier können zu große Erwartungen eine große Rolle spielen.
Gleiches gilt übrigens auch für alle, die mit einem einzigen Projekt zwar gerade so über die Runden kommen, aber den richtigen Erfolg bisher nicht verzeichnen konnten. Durchhaltevermögen kann man hier vielleicht unterstellen aber irgendwo muss es doch noch einen Haken geben. Müssen Fehler gemacht werden, die man bestimmt abstellen könnte.
Schwächen können stark machen
Sie merken, es gibt eine Menge Ursachen und Gründe für das Ausbleiben von wirklichem Erfolg oder gar ein komplettes Scheitern, die man schon im Vorfelde erkennen kann, wenn man ernsthaft, ehrlich und realistisch mit seiner Geschäftsidee und vor allem auch sich selbst, ins Gericht geht. Stärken und Schwächen möglichst neutral, objektiv und unvoreingenommen einschätzt und die „rosarote Brille“, die einem anfangs immer auf der Nase herumtanzt, abnimmt.
Stellt man dann fest, dass einem die eine oder andere Stärke fehlt oder man leider die eine oder andere Schwäche hat, hat man den ersten wichtigen Schritt hin zum Erfolg schon getan! Denn: Allein das Wissen um seine Schwächen ist schon eine Stärke!
Nur wenn man seine Stärken und Schwächen kennt, kann man entscheiden, welche Geschäftsidee überhaupt geeignet ist.
Und nur wenn man seine Stärken und Schwächen kennt, kann man dies ganz gezielt in seine Planungen und Überlegungen mit einbeziehen und frühzeitig, am besten schon vor dem eigentlichen Start, für Abhilfe sorgen, indem man sich Hilfe sucht oder auch an seinen Fähigkeiten arbeitet.
Und nur, wenn man das bisher Erreichte immer wieder realistisch und objektiv beurteilt und mögliche Fehlerquellen versucht abzustellen, wird man langfristig Erfolg haben.
Alles dies sind schon grundlegende Eigenschaften, die ein Unternehmer unbedingt mitbringen muss, wenn er langfristig Erfolg haben will:
Realistisches Urteilsvermögen: Wo liegen meine Stärken und Schwächen? Was habe ich bisher erreicht und was noch nicht?
Kritikfähigkeit: Zuzugeben, dass man überhaupt Schwächen hat!
Planung: Sich schon vorher Gedanken machen!
Lernbereitschaft: An sich arbeiten! Stärken optimieren und Schwächen minimieren.
[/toggle][toggle class=”” title=”Erfolg im Internet Teil 3: Sind Sie ein Unternehmertyp?”]
Bleiben wir doch gleich bei den Eigenschaften, die für einen Unternehmer wichtig sind. Die am Ende des zweiten Teils unserer Erfolgsserie genannten Eigenschaften sind natürlich nicht die einzigen Stärken, die ein erfolgreicher Unternehmer besitzen sollte. Bevor wir uns aber mit weiteren Stärken und Schwächen auseinander setzen, sollten wir vielleicht einmal klären:
Was ist eigentlich ein Unternehmer?
Wie stellen Sie sich eigentlich einen Unternehmer vor? Welches Bild haben Sie von ihm? In einem Buch habe ich einmal eine interessante Übung für Existenzgründer gefunden: Diese sollten in Vorbereitung auf die Entscheidung sich selbstständig zu machen einmal eine Stellenanzeige für die Suche nach einem Unternehmer aufgeben. Folgende Begriffe würden wohl immer wieder darin auftauchen: Führungsperson, kreativ, durchsetzungsfähig, entschlossen, Eigeninitiative, Motivator, „Macher“, Überzeugungskraft, belastbar, verlässlich, begeisterungsfähig.
Was glauben Sie, wie viele Gründer hinterfragen vor einer Geschäftsgründung im Internet diese Eigenschaften bei sich selbst?
Ich tippe mal: Deutlich weniger als die Hälfte.
Liegt das daran, dass die Eröffnung eines Onlineshops nicht als Geschäftsgründung im eigentlichen Sinne gesehen wird? Das diese Art der Gründung, diese Variante des Unternehmertums einfach total unterschätzt wird?
Ich bin fast der Meinung, denn ich habe oft die Erfahrung gemacht, dass die Einfachheit einer solchen Gründung im, ich will jetzt einmal sagen technischen Bereich (Shopsoftware kaufen oder mieten, Gewerbeschein ausstellen lassen, alles mit einem PC und einem Internetanschluss), auf den gesamten Vorgang übertragen wird. Entweder werden so wichtige Dinge wie Marketingwissen, Buchhaltung, Steuerangelegenheiten, Onlinerecht, etc. deutlich unterschätzt, komplett ignoriert oder auch unbewusst verdrängt, um sich den Traum vom schnellen, einfachen Erfolg nicht zu zerstören.
Das führt leider oft dazu, dass die ganze Unternehmung unterschätzt wird, was zur Folge hat, dass die Vorbereitung (die finanzielle, wie die mentale) vernachlässigt und oft sogar ganz unterlassen wird. Wenn sich dann herausstellt, dass doch viel mehr erforderlich ist, um Erfolg zu haben, als man sich in seinem Träumen ausgemalt hat, findet die ganze Unternehmung oft ein genau so überstürztes Ende wie sie begonnen wurde.
Übertreibe ich hier nicht vielleicht ein wenig? Muss man sich tatsächlich groß vorbereiten, wenn man einen Onlineshop eröffnen will? Lesen Sie die einzelnen Teile unseres Erfolgs-Workshops und Sie werden sehen, dass man sich doch einiges VORHER überlegen sollte. Und auch, wenn Sie schon einige Jahre erfolgreich im Onlinehandel tätig sind: Lesen Sie die nächste Zeilen und überlegen Sie einmal, ob Sie dies vorher bedacht oder erst im Laufe der Zeit dazugelernt haben. Mancher Onlinehändler wird einige der Dinge, die ich jetzt anspreche, bis heute nicht haben oder machen.
Wichtig ist es, hier ehrlich zu sich selbst zu sein. Ein realistisches Bild von sich zu erstellen. Es ist weder eine Schande noch ein Hinderungsgrund, wenn man nicht alle tollen Eigenschaften bei sich selbst findet. Viel wichtiger ist, dass man seine Schwächen erkennt! Nur dann kann man sie entweder abstellen oder dies bei seiner Projektplanung entsprechend berücksichtigen.
Kreative Gründlichkeit
Die allermeisten Unternehmer haben nicht alle wichtigen Eigenschaften. Ich glaube sogar niemand kann alle Eigenschaften auf sich vereinigen, denn einige widersprechen sich förmlich. Es gibt deshalb unterschiedliche Unternehmertypen. Die einen sind besonders kreativ und innovativ, haben Ideen, gar Visionen, andere dagegen haben eine besondere Affinität zu Ordnung, Fakten, Zahlen und Planung, sind vorausschauend, nüchtern und sachlich.
Wie schon gesagt, diese Beispiele sind die größten Gegensätze. Die meisten Menschen bewegen sich irgendwo dazwischen mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen. Wichtig ist nur, dass man diese Stärken, aber vor allem auch die Schwächen möglichst schon vorher erkennt und nicht erst, wenn es zu spät ist.
Es gibt eine Menge begeisterter, kreativer Menschen, die enthusiastisch mit einer tollen, innovativen Geschäftsidee ein Geschäft gegründet, sich voller Elan in die Umsetzung ihrer Idee gestürzt und dabei die Buchhaltung völlig ignoriert haben. Bis die ersten Schreiben vom Finanzamt eintrudelten und man erst jetzt erstaunt bemerkte, dass man eigentlich schon lange pleite war.
Andererseits: Ist ein Unternehmer ein guter Rechner und sorgfältiger Buchhalter, fehlt ihm aber eine gute Portion Kreativität, wird man das über kurz oder lang seinem Shop ansehen. Langweilige Texte, keine neuen Produkte, Werbekampagnen, die nicht zünden, Newsletter zum Einschlafen. Resultat: Wenig Besucher, noch weniger Kunden und so gut wie gar keine Verkäufe. Da er auch bei noch so sorgfältiger Kostenkontrolle Ausgaben hat, würde auch er eines Tages pleitegehen. Er merkt es wahrscheinlich nur viel früher.
Welcher Typ ist der bessere Unternehmertyp?
Keiner von beiden. Ideal wäre eine Kombination beider Typen, aber es kann auch jeder dieser Typen Erfolg haben. Der Kreative, wenn er seine Schwächen in den langweiligen, aber unverzichtbaren Bereichen wie Buchhaltung kennt und sich entsprechende Hilfe, z. B. durch einen professionellen Buchhaltungsservice besorgt und der andere, sachliche Typ, wenn er Kreativität oder Produkte, die er mangels eigener Ideen nicht selbst entwickeln kann, extern einkauft.
Sie merken, was ich mit diesen Beispielen ausdrücken will. Es ist nicht nur ganz gut, wenn man sich schon vorher auf die Suche nach den wichtigen Unternehmereigenschaften bei sich selbst macht. Es ist oft sogar die Voraussetzung für den Erfolg, denn wenn wichtige Eigenschaften fehlen und man es erst merkt (oder wahrhaben will), wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist, ist es meist schon zu spät.
Natürlich kann man, mit sehr viel Aufwand und Engagement, auch in der Not noch einiges retten. Sich z. B. Kenntnisse in Buchhaltung aneignen oder einen professionellen Texter beauftragen, aber das passiert dann unter immensem Zeitdruck. Irgendwann sind die finanziellen Mittel erschöpft, wenn keine Einnahmen generiert werden und das Finanzamt interessiert sich nicht die Bohne für Ihre Probleme. Genau das sind die größten Probleme, von denen mir Existenzgründer und auch erfahrene Geschäftsleute, im Rückblick auf ihren Start, immer wieder berichten. Hier liegt einer der Hauptgründe für das schnelle Scheitern der vielen!
Unrealistische Vorstellungen vom Unternehmersein!
Unrealistische Vorstellungen von den Geschäftsabläufen!
Unrealistische Vorstellungen von den eigenen Fähigkeiten!
Ich möchte es noch einmal betonen. Fehlende Eigenschaften sind kein Hindernis für eine erfolgreiche Geschäftsgründung! Fehlendes Wissen um diese fehlenden Eigenschaften schon. Kennt man seine Schwächen, kann man schon im Vorfelde für Abhilfe sorgen, indem man sich entsprechende Hilfe sucht. Oder, wenn man z. B. von sich weiß, dass man manchmal nicht aus den Puschen kommt, kann man aktiv an dieser Schwäche arbeiten. Den inneren Schweinehund bekämpfen. Keine Ausreden zulassen. An sich arbeiten. Das funktioniert aber nur, wenn man seine Schwächen erkennt und sie sich eingesteht.
Damit trainiert man gleichzeitig eine weitere unverzichtbare Eigenschaft: Dinge realistisch zu beurteilen. Dies ist eine unabdingbare Voraussetzung für den geschäftlichen Erfolg. Sich nichts schönzureden, Probleme frühzeitig zu erkennen, um rechtzeitig handeln zu können. Egal, ob bei der eigenen Persönlichkeit oder im eigenen Geschäft.
Welcher Typ ist der bessere Unternehmertyp? Der Realist!
[/toggle][toggle class=”” title=”Erfolg im Internet Teil 4: Haben Sie das richtige Ziel?”]
Ich habe nirgends eine genaue Definition gefunden, was denn nun ganz konkret ein Unternehmer ist. Oft findet man den Spruch „Unternehmer sind Leute, die etwas unternehmen“. Wenn er auch nicht unbedingt originell ist, spricht er doch schon eine wichtige Eigenschaft an. Aktivität! Tätig sein! Meist wird der Unternehmer deshalb auch als „Macher“ beschrieben, was im Grunde ja auch zutrifft. Gerade in der Anfangszeit muss ein Unternehmer alles, oder zumindest das meiste, alleine machen! Er wird so zwangsläufig zum „Macher“. „Macher“ aber ist auch nur weiterer Oberbegriff, die Beschreibung eines Typus mit bestimmten Eigenschaften.
Was sind denn nun aber gute und weniger gute Eigenschaften bzw.Voraussetzungen beim Start in das Abenteuer „Geld verdienen im Internet“?
Welche Eigenschaften sollte man unbedingt bei sich finden und warum sind diese so wichtig?
Um das herauszufinden, sollten Sie sich einige wichtige Fragen stellen und diese auch so ehrlich und realistisch wie möglich beantworten. Denken Sie daran, die Fähigkeit Entwicklungen, Situationen, Personen (auch die eigene) und Entwicklungen realistisch einschätzen zu können, ist eine der Grundvoraussetzungen für einen erfolgreichen Unternehmer!
In den nächsten Teilen werden wir uns je eine wichtige Frage stellen. Anfangen möchte ich mit dem Ende, Ihrem Ziel:
Haben Sie ein klares, realistisches Ziel?
Ich möchte mehr Geld verdienen (Das wird ein Traum bleiben!)
Ich möchte meinen Umsatz um 25% steigern (Ein klares Ziel!)
Ich möchte ein E-Book schreiben (Sie werden nicht vom Fleck kommen!)
Ich möchte ein E-Book zum Thema „Fische fangen“ schreiben (Ein klares Ziel!)
Das erste Beispiel ist, wenn Sie es genau analysieren, wieder so ein typisches „Weg von“- Ziel. „Ich will weg von der „zu wenig Geld” – Situation. Aber wohin? Diese Unklarheit führt ganz schnell dazu, dass man sich ein zu hohes Ziel setzt. Die Folge: Man ahnt, oft schon unbewusst, das der Aufwand dieses zu erreichen, sehr hoch sein wird und gibt bei den ersten Schwierigkeiten sofort auf oder fängt erst gar nicht an.
Deshalb: Setzen Sie sich realistische, erreichbare Ziele. Auch wenn diese kleiner sind als Ihre Träume! Jedes Erreichen eines Zieles, jeder Erfolg stärkt Ihr Selbstbewusstsein, trainiert Ihre Unternehmereigenschaften (Durchhaltevermögen!) und bringt Sie auch Ihrem Traum ein kleines Stückchen näher. Und jedes noch so kleine Stückchen vorwärts auf dem langem, weiten Weg ist besser, als erst gar nicht loszugehen.
Wenn Sie einen Shop eröffnen, setzen Sie sich als erstes Ziel nicht: „Ich will im ersten Monat 500 Euro Umsatz machen!“, sondern: „Ich will im ersten Monat 20 Euro Umsatz machen!“. Werden es mehr, ist der Erfolg umso größer, werden es weniger, ist der Misserfolg nicht wirklich groß. Im nächsten Monat erhöhen Sie die Summe immer um 20 Prozent. (Natürlich kann es in den ersten Monaten sehr viel schneller gehen. Die Steigerungsraten werden deutlich höher sein, wenn Sie alles richtig machen.)
Gleiches gilt, wenn Sie einen existierendes Geschäft, z. B. einen schon gut laufenden Online-Shop ausbauen, vergrößern wollen. Gehen Sie nicht mit der Einstellung heran: „Ich will nächsten Monat 10.000 Euro mehr einnehmen.“ Es sei denn, Sie machen momentan schon 50 – oder 60.000 Euro Umsatz. Aber auch dann wird das Erreichen dieses Zieles schwierig werden, weil es zwar konkret ist, aber nur über Umwege erreicht werden kann. Sie müssen die Besucherzahlen steigern, die Werbekampagnen optimieren oder ausbauen, bessere Einkaufspreise aushandeln und/oder die Ausgaben senken. Und genau das sind schon konkretere Ziele:
Ich will 10 Prozent der Betriebsausgaben einsparen.
Ich will bei gleichen AdWords-Kosten 20 % mehr Klicks generieren.
Ich will die Einkaufspreise um 15 % senken.
Vielleicht bemerken auch Sie den Effekt schon beim Lesen. Es fallen einem oft beim Formulieren der konkreten Ziele schon konkrete Möglichkeiten ein, wie man die Aufgaben lösen kann. Und hat man schon eine Ahnung, wie die Lösung ist, wie die Aufgabe zu schaffen ist, fällt es einem viel leichter, sich an die Arbeit zu machen. Die Motivation ist von Anfang an viel höher, weil man sieht, wie und vor allem, DASS man das Ziel erreichen kann.
Hat man dagegen das grobe Ziel “Zehntausend Euro einsparen”, hat man das Gefühl, vor einem hohen Berg zu stehen, einen dicken Brocken vor sich zu haben und nicht zu wissen, wo man am überhaupt anfangen soll.
Jetzt kann man auch die einmal konkretisierten Ziele noch weiter zerlegen und der gleiche Effekt tritt wieder ein. Je konkreter das Ziel, je verdaulicher die Häppchen, desto besser sieht man den Weg, desto bezwingbarer wird der ganze Brocken, desto eher fängt man an und desto schneller erreicht man die kleinen Ziele, eines nach dem anderen. Mit jedem verspeisten Häppchen, nimmt die Kraft zu, steigt die Motivation. Und wenn man die vielen kleinen Ziele erreicht und die Erfolge zusammenzählt, stellt man fest, ganz nebenbei wurde auch das große Ziel von 10.000 Euro mehr Gewinn erreicht.
Deshalb ist es absolut wichtig, sich immer, egal ob beim Start eines Unternehmens oder Projektes oder auch beim Ausbau eines Shops, realistische Ziele zu setzen. Überprüfen Sie also immer, BEVOR Sie ein Projekt angehen, ob Sie diese Ziele auch wirklich in absehbarer Zeit mit den zur Verfügung stehenden Mitteln (Zeit!) erreichen können. So ersparen Sie sich die demütigende Erfahrung einer großen Niederlage. Mehrere kleine Niederlagen sind zu verschmerzen und nagen nicht so sehr am Selbstbewusstsein. Viele kleine Erfolge dagegen stärken Ihr Selbstbewusstsein Stück für Stück und machen Sie stark genug auch größere Aufgaben anzugehen und zu bewältigen. So wachsen Sie und Ihr Geschäft langfristig.
Die Antwort: Sie haben das richtige Ziel (oder auch: die richtigen Ziele!), wenn sie klar, konkret und realistisch sind!
[/toggle][toggle class=”” title=”Erfolg im Internet Teil 5: Haben Sie die richtige Motivation?”]
Die nächste wichtige Frage:
Haben Sie die richtige Motivation?
Ein kleiner Dialog:
Sind Sie motiviert?
„Ja natürlich, was für eine Frage? Sonst würde ich das Ganze doch gar nicht machen wollen!“
Woher kommt Ihre Motivation?
„Wie? Woher? Von mir selbst. Ich will hier jetzt was schaffen!“
Warum?
„Na, weil … „
Sie sind doch motiviert, oder?
Ein kleiner Dialog, wie er wohl in der Praxis nicht so häufig geführt wird, der aber schon zeigt, dass das Thema Motivation vielleicht doch etwas komplexer ist, als man sich das selbst gemeinhin so vorstellt: Motivation hat man oder man hat sie nicht. Startet man ein Projekt, hat man Motivation. Die Frage ist vielleicht noch, wie viel Motivation man hat, aber das wird man ja sehen.
Auf den ersten Blick wieder alles richtig: Es muss genügend Motivation vorhanden sein, sonst startet man ein Projekt erst gar nicht. Deshalb denken viele Leute über ihre Motivation auch gar nicht weiter nach. Sie ist ja schon da! Schließlich sind sie bereit zu starten oder haben gar schon die ersten Schritte unternommen. Jetzt kommt es nur noch darauf an, diese Motivation hochzuhalten um durchzuhalten.
Richtig ist auch: Motivation hat jeder und Motivation ist wichtig. Gerade, wenn Sie aus einer abhängigen Beschäftigung, also zum Beispiel aus dem Angestelltenverhältnis in eine selbstständige Tätigkeit wechseln. Wenn alles gut läuft, hat man kein Problem mit der Motivation. Aber in fast allen Fällen kommt es gerade in der Anfangszeit zu Problemen. Können Sie sich auch unter Druck positiv motivieren? Oder stecken Sie den Kopf in den Sand und warten, dass Ihnen einer hilft? Früher waren es vielleicht ein Kollege oder der Chef. Sind Sie selbstständig, hilft Ihnen niemand mehr.
Jetzt gibt es aber auch den Typen, der erst unter Druck so richtig aufblüht und Dinge angeht, die er vorher auf die lange Bank geschoben hat. Der erst jetzt Eigeninitiative entwickelt. Diese Menschen müssen sich die Frage stellen: „Warum war ich vorher nicht auch schon so motiviert?“ Und diese, ich nenne es einmal bewusst provozierend, „Faulheit im Alltag“ schnellstens abstellen, denn auf diese Art können sie ihr Unternehmen vielleicht regelmäßig aus irgendwelchen Schwierigkeiten retten, aber es ausbauen, erweitern, damit die Firma wachsen und expandieren kann, wird so nicht gelingen. Irgendwann schafft man es auch einmal nicht mehr, gerade eben noch die Kurve zu kriegen und scheitert am Ende dann doch. Viele dieser Menschen gehören zum Pyramiden-Typus derjenigen, die, manchmal über einen sehr langen Zeitraum, über die Runden kommen, aber ihre großen Ziele niemals erreichen.
Verwechseln Sie Motivation nicht mit Aktionismus! Machen Sie also nicht irgendetwas nur um irgendwas gemacht zu haben. Verfolgen Sie immer ein erreichbares Ziel (siehe Teil 4).
Aber, wenn Sie den Dialog oben aufmerksam durchgelesen haben, ahnen Sie, dass ist noch nicht alles. Da ist noch etwas! Richtig, der letzte Satz zielt ab auf die Art der Motivation! Es gibt da nämlich große Unterschiede. So große, dass auch hier ein wichtiger Grund für das Scheitern liegen kann. Deshalb müssen wir uns näher damit beschäftigen.
Wer motiviert (manipuliert) Sie?
Grundsätzlich kann man zwei Arten von Motivation unterscheiden, wenn man sich die Frage stellt: WOHER kommt die Motivation? Entweder von innen (also von einem selbst) oder von außen (von Dritten).
Motivation von innen, aus einem selbst heraus, ist gut. Sie entsteht zum Beispiel, wenn man sich selbst realistische Ziele setzt. Doch was passiert, wenn man Ziele verfolgt, die einem, meist sogar unbewusst, andere setzen? Zum Beispiel die Ehefrau, die an Gehalt und Karriere des Mannes herummäkelt? Der erfolgreiche Freund oder ehemalige Arbeitskollege? Wenn man von außen motiviert (manipuliert) wird?
Oft merkt man das am Anfang gar nicht. Man kann die Fremdmotivation nur schwer von der von innen kommenden unterscheiden. Beides fühlt sich ähnlich an und man will sich selbst ja auch nicht eingestehen, dass man neidisch auf den Freund oder den Ex-Kollegen ist oder dass die Ehefrau einem Minderwertigkeitsgefühle verschafft. Das Problem ist nur, dass die beiden Arten von Motivation unterschiedliche Ziele ansteuern.
Ist man aus sich selbst heraus motiviert, will man etwas erreichen.
Wird man von außen motiviert, will man etwas beweisen!
Wollen Sie etwas erreichen …
Erstere ist, wie gesagt, positiv. Sie verschafft einem den nötigen Antrieb. Gibt einem Energie, aber man kann sie auch selbst beeinflussen! Wird es einmal schwierig, bleiben die Erfolge aus, sinkt automatisch auch die Motivation. Man kann gegensteuern, indem man die Ziele anpasst. Sich kleinere Ziele setzt, die in der jeweiligen Situation auch erreichbar sind.
Das ist besonders am Anfang wichtig, wenn man merkt, man hat die Existenzgründung, den Geschäftsalltag unterschätzt, was ja den meisten fast zwangsläufig passiert, weil sie bisher keinerlei Erfahrung mit diesen Dingen hatten. Senkt man jetzt seine Ziele oder nimmt man sich mehr Zeit um diese zu erreichen, nimmt man den Druck und die Motivation wächst wieder. Ja, es kann sogar einen regelrechten Motivationsschub geben, wenn man sich von unrealistischen Zielen verabschiedet und wieder Licht am Ende des Tunnels sieht.
oder etwas beweisen?
Wie sieht es bei unserem anderen Fall aus? Wenn die Motivation von außen kommt? Diese kann man in der Regel nicht beeinflussen. Jetzt kommt wieder eine Drucksituation, in der die erhofften Erfolge ausbleiben, man die so sehr ersehnten Beweise nicht erbringt. Man kann jetzt vielleicht seine Frau bitten, einen nicht zusätzlich unter Druck zu setzen, aber geht dabei das Risiko ein als Weichei dazustehen. Freunde und Kollegen kann man nicht mal eben bitten, für eine kurze Zeit nicht erfolgreich zu sein. Aus dieser Nummer kommt man so schnell nicht wieder heraus. Entweder es passiert ein Wunder und der Erfolg stellt sich doch noch ein oder man blamiert sich restlos. Nicht erst die Blamage, sondern schon der Gedanke daran, lassen so manchen Menschen zusammenbrechen.
Gut, ich gebe zu, in den meisten Fällen kommt es nicht zu solch einem dramatischen Ende, aber ich wollte deutlich machen, dass die Art und Weise der Motivation einen sehr großen Einfluss auf den Erfolg des ganzen Projektes haben kann. Positiv wie negativ. Deshalb ist es wichtig sich darüber schon im Vorfeld Gedanken zu machen und sich und seine Motivation ehrlich zu hinterfragen. Oft fällt es einem dann wie Schuppen von den Augen, wenn man merkt, dass man von außen manipuliert wird.
Man merkt, dass man das, was man denkt zu wollen, tief im Innern gar nicht wirklich will. Vielleicht ist man mit seinem Leben ja ganz zufrieden und sollte nur die Ehefrau vom Hof jagen. Oder man bemerkt beim genaueren Hinschauen, dass der Erfolg des Freundes teuer erkauft ist und der Ex-Kollege mit seiner neuen Tätigkeit auch nicht sonderlich glücklich zu sein scheint. In manchen Fällen führt solch eine Nabelschau sogar dazu, dass man sich seiner wahren Zielen erst so richtig bewusst wird und man entwickelt eine gesunde innere Motivation, etwas Neues, Eigenes zu wagen.
Die Antwort: Sie haben die richtige Motivation, wenn Sie von selbst aus Ihnen selbst kommt. Lassen Sie sich diese nicht wegreden!
Näher als Sie glauben – Die Motivationsräuber
Es gibt noch eine weitere Gefahr für Ihre Motivation. Wieder kommt diese von außen. Sie lauert meist ganz in Ihrer Nähe und wartet nur auf einen geeigneten Augenblick Ihre Motivation zu zerstören. Es sind keine Aliens, Monster oder andere Horrorgestalten, sondern die lieben Familienmitglieder, die besten Freunde, die netten Nachbarn. Alle, die Ihnen Ihren Erfolg nicht gönnen. Ich weiß, Sie werden sich dagegen verwehren, wenn ich Ihnen sagen will, Ihre Frau, Ihr Mann, Ihr Freund will nicht, dass Sie Erfolg haben. Die stehn doch fest an Ihrer Seite und unterstützen Sie nach Kräften. Bis zu dem Moment, in dem Sie ihnen aufzeigen, was man mit ein wenig Motivation und Ehrgeiz alles erreichen kann!
Niemand möchte miterleben, wie ein anderer, eben noch gleich unmotivierter, lethargischer, erfolgloser Mitmensch plötzlich etwas anpackt, etwas wagt, etwas schafft und seiner Umgebung damit schonungslos offenbart, was für Versager sie doch sind. Warum sollte und wie kann Sie jemand ernsthaft motivieren, der es nicht einmal schafft, sich selbst zu motivieren? Keiner wird Ihnen dieses Unbehagen offen ins Gesicht sagen. Das funktioniert subtiler. „Ach, Du mit Deinen Flausen. Das ist doch nur ein besseres Hobby. Damit hat man keinen Erfolg. Du bist doch gar nicht der Typ dafür.“ Das würde keiner Ihrer vertrauten Familienmitglieder, lieben Freunde und tollen Bekannten sagen, wenn Sie denen erzählen würden, Sie tragen sich mit dem Gedanken, ein Unternehmen zu gründen, sich vielleicht sogar selbstständig zu machen? Na, wenn Sie meinen.
Verkneifen Sie es sich deshalb lieber, zu früh zu vielen Leuten von Ihrer Idee zu erzählen. Haben Sie später etwas vorzuweisen, wird die Überraschung um so größer sein. Und dann kommen Sprüche wie: „Das hätte ich Dir gar nicht zugetraut“ oder ähnlich. Was übrigens meinen eben geäußerten Verdacht bestätigen würde! Suchen Sie sich einige wenige wirklich vertrauenswürdige Menschen aus, die Sie gut kennen, die Ihnen den möglichen Erfolg nicht neiden würden und die Sie auch bei einer Niederlage auffangen würden. Das kann (und sollte) natürlich Ihr Partner sein, aber dafür gibt es keine Garantie. Die besten „Mitwisser“ sind normalerweise Menschen, die bereits Ähnliches (durch)gemacht haben.
Das bedeutet jetzt nicht, dass Sie Ihre Pläne vor der Familie völlig verheimlichen sollten, denn Sie werden bestimmt deren Unterstützung in der einen oder anderen Form benötigen und sei es nur, dass diese Sie zu Ihren Bürozeiten nicht stören. Aber kommen Sie mit Ihrer Idee erst heraus, wenn Sie konkrete Pläne vorweisen können. Je durchdachter Sie Ihren Plan präsentieren, desto schwerer wird es für potenzielle Motivationsfresser dagegen allgemeine und schwammige „Argumente“ vorzubringen. Können Sie konkrete Vorstellungen, vielleicht sogar schon ein Konzept präsentieren, lassen sich die anderen vielleicht sogar motivieren mitzumachen, weil sie sehen, das Ihr Vorhaben bereits durchdacht und auch realisierbar ist. Und ein solches Team ist natürlich besonders motivierend!
[/toggle][toggle class=”” title=”Erfolg im Internet Teil 6: Haben Sie die richtige Einstellung?”]
In diesem Teil gehen wir gleich 4 weiteren wichtigen Fragen nach, die Ihre innere Einstellung zum Unternehmersein und damit zum Erfolg überprüfen.
Sie sind authentisch?
Können Sie sich selbst Aufträge erteilen?
Können Sie (sich selbst) Fehler eingestehen?
Sind Sie wirklich bereit ständig zu lernen?
Sind Sie authentisch?
… und können Sie dies auch vermitteln?
Einer der wichtigsten, wenn nicht sogar der wichtigste Faktor, für die Kaufentscheidung im Internet ist das Vertrauen des Käufers in den Verkäufer. Vertrauen bauen Sie aber nur auf, wenn Sie ehrlich, seriös und vor allem als authentisch wahrgenommen werden. Viele werden jetzt abwinken und sagen: „Quatsch, man muss die großen Sprüche bringen, um überhaupt wahrgenommen zu werden. Die Leute wollen lesen ‘Billig, billiger, am billigsten, kostenlos, gratis, Experte, Guru, Genie, Schnell und einfach, hundertprozentig, garantiert’ “. Dem stimme ich sogar zu. Man wird besser wahrgenommen, wenn man auf die Pauke haut, übertreibt und große Versprechungen macht.
Auf den ersten Blick sieht das dann auch aus wie Erfolg, denn die Verkaufszahlen sind entsprechend höher, das Geld wird schneller verdient. Was passiert aber, wenn man diese grandiosen Versprechungen nicht erfüllt, nur mittelmäßige Produkte liefert, die Kunden nicht das schnelle, einfache Geld verdienen?
Die Käufer sind enttäuscht und verlieren das Vertrauen. Folge: Sie kaufen meist kein zweites Mal mehr bei diesem Verkäufer. Es werden also keine Stammkunden generiert. Damit dieses laute Verkaufsmodell funktioniert, müssen deshalb ständig Neukunden akquiriert werden, die den tollen Versprechungen (noch) Glauben schenken. Das ist teuer! Auf die Dauer viel, viel teurer als sich durch Vertrauen und Authentizität mit der Zeit einen treuen Stammkundenkreis aufzubauen. Großes Marketinggetöse mit überzogenen Versprechungen taugt dazu kurzzeitig schnelles Geld von leichtgläubigen Käufern zu machen, ist jedoch Gift für den langfristigen, nachhaltigen Erfolg!
Was ist denn nun aber „authentisch“?
Laut Wikipedia wirkt
“eine als authentisch bezeichnete Person … besonders „echt“. Sie vermittelt ein Bild von sich, das beim Betrachter als real, urwüchsig, unverbogen, ungekünstelt wahrgenommen wird.”
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Authentizit%C3%A4t
Demanch ist Dinge versprechen, aber am Ende nicht halten, ist nicht unbedingt authentisch. Genauso wenig authentisch ist es, andere zu kopieren. Die Kopie ist nie so gut wie das Original! Der Kunde merkt, ob man schauspielert oder man selbst ist. Es sei denn, man ist Robert de Niro! Wer jetzt denkt, das spielt doch keine große Rolle. denn im Internet hat man ja meist nicht den direkten Kontakt zu Kunden, der irrt sich gewaltig! Jeder Text, den man schreibt, jedes Video, dass man dreht und auch generell jede einzelne Entscheidung, die man in Bezug auf das Shopdesign, die Produktbilder trifft, trägt die Handschrift des Verantwortlichen. Jeder hat einen anderen Geschmack, der sich darin widerspiegelt. Der Kunde nimmt dieses, oft sogar nur unbewusst, wahr.
Trifft man jetzt alle Entscheidungen, so wie man selbst es für richtig hält, man sagt da gerne “aus dem Bauch heraus”, oder auch in Bezug auf eine eigene Linie (eine eigene, bewusste Vorstellung von der Art und Weise, wie man auftreten und wahrgenommen werden möchte) drückt man dem Ganzen seinen eigenen, unverwechselbaren Stempel auf.
Versucht man dagegen Einen oder schlimmer noch, Mehrere andere zu kopieren, ist diese Grundlinie nicht vorhanden. Erstens, weil jeder eben einen anderen Geschmack hat und auch, weil Sie nicht wirklich nachvollziehen können, warum der andere eine Entscheidung genau so getroffen hat. Sie stecken eben nicht in ihm drin! Der Besucher oder Kunde merkt dies. Das ist genau so, als wenn Sie einem anderen Menschen gegenüberstehen und so ein unbestimmtes Gefühl haben, das mit dem etwas nicht stimmt. Das da irgendetwas nicht zusammenpasst, die Harmonie fehlt. Sie werden es nicht schaffen zu diesem Menschen Vertrauen aufzubauen. Es bleibt immer so ein komisches Gefühl!
Ein komisches Gefühl ist im Internet, wo Vertrauen so wichtig und der nächste (vielleicht vertrauenswürdigere) Shop nur wenige Klicks entfernt ist, kein gutes Kaufargument.
Jetzt schauen wir uns aber einmal das Gegenteil an: Sie drücken Ihrem Onlinegeschäft Ihren eigenen Stempel auf. Sie verfolgen eine klare Linie, nämlich Ihre eigene, verzichten darauf mehr zu versprechen, als Sie am Ende halten können und versuchen auch nicht erfolgreiche Kollegen einfach nachzuahmen. Was bekommt der Besucher oder auch Kunde jetzt für ein Bild von Ihnen?
Dieser Mensch hält, was er verspricht.
Ich kann die Persönlichkeit des Verkäufers erkennen.
Der wirkt authentisch. Den halte ich für seriös. Dem vertraue ich.
Da kaufe ich, immer wieder!
Wie Sie das anstellen mit dem „Persönlichkeit rüberbringen“ zeige ich Ihnen später, wenn es um die konkrete Umsetzung dieser Erkenntnisse geht. Jetzt nur soviel: Es ist nicht schwer, auch im anonymen Internet als individuelle Persönlichkeit wahrgenommen zu werden. Und es macht auch nichts, wenn es anfangs etwas holprig geschieht und man eben keine geistreichen Wortgebilde und hyperprofessionellen Marketingvideos präsentiert, denn gerade Unvollkommenheit ist Teil einer authentischen Persönlichkeit. Kleine Fehler wecken Sympathie! Kunden identifizieren sich viel eher mit Menschen, die nicht aalglatt daherkommen, sondern kleine aber spezielle Eigenschaften haben. Diese Eigenschaften sind der individuelle Stempel Ihres Unternehmens.
Ich habe noch eine schöne Definition für authentische Inhalte bei Wikipedia gefunden:
“Als authentisch gilt ein solcher Inhalt, wenn beide Aspekte der Wahrnehmung, unmittelbarer Schein und eigentliches Sein, in Übereinstimmung befunden werden.”
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Authentizit%C3%A4t
Menschen achten sehr auf diese Übereinstimmung von “Schein” und “Sein”, weil das Gegenteil, also ein, vielleicht auch nur als unangenehm wahrgenommener, Gegensatz zwischen dem was man vorgibt zu sein und dem, was man tatsächlich ist, sofort den Verdacht von Täuschung oder Fälschung in uns weckt. Wir Menschen haben ein Gefühl dafür entwickelt, ob ein anderer Mensch, sein Handeln, ein Ereignis oder auch ein Inhalt bzw. ein Gegenstand “echt”, also authentisch sind.
Können Sie sich selbst Aufträge erteilen?
… und diese dann auch ganz allein, ohne Anleitung, Druck und Kontrolle, ausführen?
Lachen Sie nicht! Sie glauben nicht, was dass für ein großes Hindernis sein kann. Als Angestellter ist man gewohnt, gesagt zu bekommen, was man machen soll und was nicht. Als Unternehmer erteilt man selbst Aufträge und führt diese meist auch noch selbst aus. Viele sagen jetzt bestimmt: „Damit habe ich kein Problem!“ aber sie unterschätzen damit dieses Thema oder besehen es aus dem falschen Blickwinkel. Das Problem liegt nicht darin, eine erkannte Aufgabe auszuführen, sondern die richtige Aufgabe erst einmal zu finden.
Fragt man nach warum Menschen eine selbstständige Tätigkeit anstreben sagen die meisten, sie tun dies, weil Sie endlich selbst entscheiden möchten, was sie wann und wie machen wollen und sollen. Keiner soll Ihnen mehr hineinreden. Wenn Sie dann aber tatsächlich in der gewünschten Position sind, aus einer Vielzahl von Möglichkeiten die richtige Auswahl zu treffen, gar einen Handlungsplan, sei es auch nur für den bevorstehenden Arbeitstag zu entwickeln, sieht es oft ganz anders aus. Jetzt kommen Zweifel, welches Vorgehen das richtige sein könnte, womit man anfangen sollte, was Priorität haben müsste. Und es ist keiner mehr da, den man fragen könnte, der einem helfen könnte.
Hier werden auch Menschen Probleme bekommen, die den Hang haben, sich zu verzetteln. Sie gehen vielleicht mit einem klaren Plan in den Arbeitstag, aber am Ende stellen sie fest, dass sie keine echten Ergebnisse fabriziert haben. Alles ist ein wenig vorangekommen, aber nichts wirklich fertig. Am schwierigsten wird es für diese Menschen vor allem dann, wenn Sie Druck verspüren, eine schwierige Aufgabe lösen müssen. Dann wird jede gerade zufällig eintrudelnde E-Mailauf einmal ganz wichtig. Die muss natürlich unverzüglich beantwortet werden. Die schwierige Aufgabe wird beiseite geschoben. Kundenservice ist schließlich alles! Genau, und das ist eine beliebte Ausrede und auf Dauer sehr schädlich für ein Geschäft. Sie haben dann einen megatollen und superschnellen Support, aber die Umsatzsteuererklärung oder andere ungeliebte, aber unverzichtbare Aufgaben bleiben liegen. Später zeige ich Ihnen, wie Sie dieses weitverbreitete Problem mit ein wenig Disziplin wirksam in den Griff kriegen.
Können Sie (sich selbst) Fehler eingestehen?
Ich weiß, schweres Thema. Aber ich habe ja bewusst in Klammern dazugesetzt „sich selbst“. Sie müssen also nicht unbedingt ständig das Verlangen spüren öffentlich einen Kotau (diese japanische Verbeugung, um sich demütigst zu entschuldigen) zu machen, wenn Sie einmal daneben liegen. Es ist nur wichtig, dass Sie in der Lage sind, Fehler zu erkennen und die Ursachen möglichst objektiv zu analysieren. Das ist die Grundlage dafür, vielleicht nicht den Schaden abzuwenden, aber aus ihm klug zu werden. Fehler passieren, denn niemand ist perfekt.
Nur, ich habe es in der Vergangenheit oft erlebt, dass viele Leute, den oder die Fehler erst einmal bei anderen suchen und nicht bereit sind, selbst Verantwortung zu übernehmen. Schnell wird ein Programmierer dafür verantwortlich gemacht, dass man selbst nicht mit der Software zurechtkommt oder Onlineshop-Anbieter, dass man mit dem Shop kein Geld verdient. Vielleicht erinnern Sie sich an das Beispiel des Kunden, der eine Beschwerde-E-Mail schrieb, weil er mit seinem E-Book-Shop nach drei Monaten noch keinen einzigen Verkauf getätigt hatte. Und auch darauf, dass auf unsere Nachfrage nach seinen bisherigen Marketing-Aktivitäten keine Antwort mehr kam.
Nicht jeder Neuunternehmer sucht die Fehler immer nur bei den Anderen. Das sind wohl auch eher die Ausnahmen, die uns nur stärker auffallen, weil wir von denen bitterböse E-Mails bekommen. Genauso gut erhalten wir aber regelmäßig auch E-Mails mit Zeilen wie „Bitte, bitte helfen Sie mir. Ich weiß nicht, was ich machen soll. Wie mache ich dies? Wie funktioniert jenes? Und was ist das hier eigentlich?“ Das ist schon einen ganzen Schritt weiter gegenüber den anderen Mail-Schreibern, denn diese Kunden wissen, dass sie selbst etwas unternehmen sollten, wissen nur nicht, was und wie. Und deshalb kommen sie nicht wirklich weiter.
Dann gibt es da noch die wahrscheinlich größte Gruppe von Neuunternehmern, die von denen man nie wieder etwas hört. Die einfach still und heimlich aufgeben und sich sang- und klanglos mit ihrem Scheitern abfinden.
Und zu guter Letzt gibt es eine, wenn auch kleine aber feine Gruppe, von denen man keine E-Mails bekommt, aber regelmäßig Bestellungen. Ich nehme einmal an, auch diese Shopbesitzer haben Schwierigkeiten, machen Fehler aber anscheinend bekommen sie das irgendwie selbst geregelt. Nur wie? Was machen diese erfolgreichen Neuunternehmer anders als die anderen? Warum schaffen es in der Regel genau diese Menschen?
Richtig, weil sie eine weitere Unternehmertugend beherzigen: Hilf Dir selbst, dann wird Dir geholfen! Und das bedeutet in der Praxis: Lernen, Lernen, Lernen!
Sind Sie bereit zu lernen?
Haben Sie schon einmal von dem Ausbildungsberuf „Onlinehändler“ gehört? Ich auch nicht. Dabei muss man gerade als Shopbetreiber oder eBay-Verkäufer mehr wissen, als in manch anerkanntem Facharbeiterberuf. Man ist ja nicht nur gleichzeitig Chef und einziger Angestellter, sondern auch die Buchhaltung, die Rechtsabteilung, die Marktforschung, die Kundenbetreuung, der Einkauf und der Vertrieb. Überlegen Sie einmal wie viele verschiedene Berufe sich dahinter verbergen! Und in all diesen muss ein Shopbetreiber zumindest grobe Ahnung haben und von vielen Dingen aber auch entsprechendes Detailwissen.
Wie oben schon einmal angesprochen, unterschätzen meiner Meinung nach viele Gründer gerade diese Komplexität im Onlinegeschäft. Und diese Unterschätzung ist einer der wichtigsten Gründe für das Scheitern von Existenzgründern. Man macht sich Gedanken über die Produkte, die man verkaufen will, über das Design des Shops, über das Firmenlogo, stellt sich vor, wie es ist die ersten Pakete zu packen und vielleicht auch Kunden per Telefon zu beraten. Aber stellt sich auch irgendjemand vor, wie es ist die erste Umsatzsteuervoranmeldung abzugeben?
Gut, man kann und sollte vielleicht nicht alles im Vorhinein wissen. Viele Probleme kann man sich vorher auch einfach gar nicht vorstellen. Sollte man vielleicht auch nicht, sonst würde man seine Idee wohl nie in die Tat umsetzen. Auch die besten und erfolgreichsten Gründer haben am Anfang nicht ansatzweise geahnt, was alles auf sie zukommen würde. Was aber haben diese dann gemacht, als sie mit Problemen konfrontiert wurden, von denen Sie vorher noch nie etwas auch nur gehört hatten? Sie haben gelernt. Aus ihren Fehlern, aus Büchern, von Experten, durch Ausprobieren, von der Konkurrenz und aus allen anderen Quellen, derer Sie habhaft werden konnten. Sie haben sich das fehlende Wissen beigebracht. Tagelang und oft auch Nächtelang. So lange eben, bis Sie gelernt hatten, wie die Software funktioniert, wie eine AdWords-Kampagne effektiv aufgebaut werden muss und wie man eine Umsatzsteuervoranmeldung richtig ausfüllt.
Sind Sie bereits, dies auch zu machen?
Sind Sie bereit zu lernen?
Abends, wenn Sie von Ihrer eigentlichen Arbeit müde nach Hause kommen?
Am Wochenende bei strahlendem Sonnenschein?
Den Urlaub dafür zu opfern?
Nicht nur tage-, sondern wochen-, monate- und vielleicht gar jahrelang?
So lange zu lernen, bis Sie Erfolg haben?
Ja? Na dann steht Ihrem Erfolg eigentlich nichts mehr im Wege, denn alles, was Sie dazu brauchen, kann man lernen.
Nein? Dann ersparen Sie sich eine Enttäuschung und starten Sie erst gar nicht den Versuch erfolgreich zu werden, denn andere sind dazu bereit und diese werden genau deshalb immer einen entscheidenden Vorteil Ihnen gegenüber haben.
Das Geheimrezept für den Interneterfolg und für jeden anderen Erfolg ebenfalls ist also nicht die geniale Idee oder das riesige Startkapital, sondern die Bereitschaft zu lernen. Diese Eigenschaft unterscheidet die erfolgreichen Unternehmer von denen, die scheitern. Neben vielen anderen Dingen ist dies die herausragendste Eigenschaft, die alle erfolgreichen Gründer haben (müssen).
Die Antwort: Die richtige Einstellung haben Sie, wenn Sie ehrlich sind, zu sich selbst und zu anderen. Billige Ausreden, falsche Versprechungen, ärmliche Kopien machen das Leben vielleicht einfacher, aber nicht besser.
Nur eigene, stetige Arbeit
und
eigener, langfristiger Fleiß
führen zum
eigenen, nachhaltigen Erfolg!
[/toggle][toggle class=”” title=”Erfolg im Internet Teil 7: Erfolg kann man lernen”]
Ich habe den Titel dieses Teiles bewusst motivierend gewählt. Richtigerweise muss er heißen
Erfolg MUSS man lernen!
Aber das hätte wohl so einige Leute abgeschreckt.
In den ersten Teilen dieses Workshops habe ich ja behauptet, jeder können im Internet erfolgreich werden, nur müsse er dafür auch etwas tun. Lernen war das Stichwort. Lernen, wie für jeden anderen Beruf auch. Onlinehandel ist kein Freizeitspaß. Hier geht es um richtiges Geld. Nicht nur solches, dass man verdienen kann, sondern auch um solches, was man verlieren kann, wenn man eine Existenzgründung in den Sand setzt oder Fehler macht, wofür einen Konkurrenten oder Abmahnanwälte zur Kasse bitten können.
Damit genau dass nicht passiert, muss man sich schon ein wenig auskennen mit der Materie. Man wird sich wahrscheinlich nie zu einhundert Prozent vor Abmahnungen schützen können (dafür sind die Gesetze zu komplex und, im Hinblick auf die neuen Technologien, zu alt und verstaubt), aber man kann das Risiko Opfer eines Abmahnanwaltes zu werden deutlich minimieren, wenn man sich mit den grundsätzlichen Dingen, wie Informationspflichten, Telemediengesetz, Widerrufsrecht, Datenschutzrecht, Markenrecht, Verbraucherrecht und auch den, für die als Betätigungsfeld anvisierte Branche, geltenden speziellen Gesetzen und Vorschriften vertraut macht. Und zwar schon VOR dem eigentlichen Start eines Projektes.
Ein Beispiel: Die wenigsten Leute, die daran gehen, irgendwelche Elektronikartikel bei eBay oder in einem Onlineshop zu Kauf anzubieten, kennen sich mit dem ElektroG aus, dem “Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten”. Die meisten haben wahrscheinlich noch nicht einmal etwas davon gehört. Deshalb wissen sie auch nicht, welche Pflichten dieses Gesetz ihnen, als neugebackenen Elektro- oder Elektronikhändlern, so alles auferlegt.
Und kennen Sie etwa die BattV (Batterieverordnung – Verordnung über die Rücknahme und Entsorgung gebrauchter Batterien und Akkumulatoren)? Diese Gesetze und Verordnungen verlangen von einem Händler nicht, wie in manchen Blogs und Foren immer noch behauptet, alte Kühlschränke oder Fernsehgeräte zurückzunehmen, aber sie verpflichten jeden Händler, der an Endkunden verkauft, seinen Kunden entsprechende Informationen zur Verfügung zu stellen. Versäumt er das, liefert er der Konkurrenz einen wunderbaren Grund für eine nette, kleine, teure Abmahnung. Allein dieses eine Beispiel zeigt, wie wichtig es ist, sich (vorher) zu informieren. Zu lernen.
Und das Lernen hört niemals auf!
Nicht nur, weil sich ständig irgendwelche Gesetze oder Vorschriften ändern oder irgendein Landgericht in seinem Urteil mal wieder einen Präzedenzfall schafft, dass einen als rechtlich Verantwortlichen zum schnellen Handeln zwingt. Das vielleicht auch, aber vor allem, weil sich gerade im E-Commerce-Geschäft viele Dinge innerhalb kürzester Zeit dramatisch ändern.
Vor einigen Jahren waren E-Books der Trend, aktuell sind es Social-Media, Mobile-Commerce und Locations Based Services und wer weiß, mit was für neuen Trends wir uns in zwei, drei Jahren beschäftigen müssen. Heute wird in vielen Medien Social-Media von den einen Experten noch als neue Königsdisziplin im Online-Marketing angebetet, da warnen die anderen Experten auch schon vor einer Social-Media-Blase, ähnlich der New Economy Blase Anfang des letzten Jahrzehnts.
Erste wirklich fundierte Untersuchungen zeigen, dass Social Media zwar etwas bahnbrechend Neues ist, nur nicht dass, was die meisten Experten (egal, welcher Meinung sie gerade sind), sich im Augenblick darunter vorstellen. Nichts Definitives weiß man nicht, also muss man auch hier ständig am Ball bleiben, die Entwicklung aufmerksam verfolgen, um rechtzeitig reagieren zu können.
Nur wer lernt, bleibt!
Alle diese Dinge, diese Dynamik, die gerade im Internet unglaublich stark ist, zwingt jeden Marktteilnehmer, und nichts anderes ist ein Onlinehändler, egal ob er will oder nicht, zu reagieren. Kein heute noch so trendiger Onlineshop wird ohne Modernisierungen und Optimierungen in vier Jahren noch nennenswerte Ergebnisse erzielen. Deshalb trennt sich genau an dieser Stelle die Spreu vom Weizen. Der Onlinehändler, der die Entwicklungen und Märkte verfolgt, Trends frühzeitig erkennt und auch darauf reagiert, ist der Konkurrenz immer den einen aber entscheidenden Schritt voraus.
Oft kann schon ein kleiner Vorsprung über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Setzt man als Modeshop als einer der Ersten die neue digitale Fotosoftware ein, mit deren Hilfe Käufer zu Hause direkt vor dem PC mit der eigenen kleinen Webcam ihre genaue Kleidergröße scannen können, hat man einen Vorteil gegenüber allen anderen Modeshops. Genauso wie aktuell alle Onlineshops, die ihren Besuchern bereits Produktvideos zur Verfügung stellen.
Ein weiteres gutes Beispielist das Thema “Zahlen auf Rechnung im Onlinehandel. Wenn man den Payment-Service-Dienstleistern, die entsprechende Serviceleistungen anbieten, glauben mag, kann man damit bis zu 30% (einer meint gar bis zu 80 %) mehr Umsatz generieren.
Diese Beispiele zeigen, wie man auch als vermeintlich kleiner Händler mit den Großen mithalten kann, wenn man sich ständig weiter entwickelt. Wenn man immer bereits ist, zu lernen. Nur so bleibt man langfristig im Geschäft. Die Chancen, immer weiter zu wachsen, immer größer zu werden, sind einfach besser, wenn man selbst, bzw. das eigene Geschäft, immer besser wird.
Hält man mit der Entwicklung nicht mit, bleibt man zwangsläufig irgendwann, früher oder später auf der Strecke. Bestes Beispiel ist das große alte Versandhaus Quelle. Wer hätte noch vor zwanzig Jahren gedacht, dass diese Riesenfirma einmal einfach nicht mehr existiert? Auf so gut wie jedem Couchtisch lag doch ein dicker, fetter Katalog von denen! Aber am Ende hatten die nicht mal mehr das Geld überhaupt einenneuen Katalog zu drucken! Der Grund für dieses grandiose Scheitern ist, dass die Verantwortlichen die neuen Trends hin zum Onlineversandhandel und E-Commerce nicht nur verschlafen, sondern jahrelang komplett ignoriert hatten. Als der Groschen fiel, wars leider der letzte Groschen und die Quelle hörte auf zu sprudeln.
Wer kopiert, muss noch sehr viel lernen!
Leider machen viel zu viele Existenzgründer den Fehler, nicht auf der Höhe der Zeit zu sein, schon bevor sie überhaupt angefangen haben, entweder, indem Sie mit etwas anfangen, was alle anderen auch schon machen, dass also seine beste Zeit schon hinter sich hat oder indem Sie auf Software und Technik setzen, die schon Moos angesetzt hat. Kopierte Geschäftsideen, veraltete oder Software, schlechte (aber billige) Produkte, fehlende Informationen und damit fehlendes Wissen sind die häufigsten Gründe für das Scheitern von Internetgründungen.
Bestes Beispiel sind die wie Pilze aus dem Boden schießenden Internet-Marketing-Blogs. Ich wage hier einmal zu prophezeien: 90 % davon werden niemals so erfolgreich, wie es sich ihre Betreiber wünschen, egal (oder gerade weil) die Erwartungen so niedrig sind. Nicht, weil der Markt gesättigt wäre oder die wenigen „Großen“ ihn schon unter sich aufgeteilt hätten, sondern weil diese 90 % der Start-Up-Internet-Marketing-Blogs versuchen die bereits etablierten Blogs und deren Geschäftsideen zu kopieren. Und indem sie auch noch deren Produkte bewerben und verkaufen, wirken sie wie eine Reihe genetisch nahezu identischer Klone und verhelfen den etablierten Internet-Marketern dazu, ihre dominante Position noch weiter auszubauen.
Clever ist etwas anderes. Was hier fehlt, sind kreative, innovative Ideen, ein individuelles Geschäftskonzept, etwas Neues, Frisches, Anderes. Was man findet, sind die immer gleichen, schon tausendfach wiederholten „Informationen, Tipps und Tricks“. Aufgehübscht mit einer eigenen „Meinung“, die zufälligerweise immer die gerade aktuellen Produkte der bekannten „großen Internet-Marketer“ so unglaublich gut findet, dass der Autor gar nicht anders kann, als seinen Lesern genau diese Produkte zum Kauf zu empfehlen.
Diese Kritik gilt aber nicht nur für Internet-Marketing-Blogs oder Blogs allgemein, sondern für den Internethandel insgesamt. 90 % der Schuhshops sehen gleich aus, 90 % der E-Books-Shops sehen sich zum Verwechseln ähnlich. Bei eBay werden die gleichen Produkte von den meisten Händlern mit fast identischen Beschreibungen und Produktbildern verkauft. Der Wettbewerb überall muss dort zwangsläufig über den Preis und die Werbung laufen. Das senkt die Einnahmen und treibt gleichzeitig die Werbekosten in die Höhe. Immer weiter, wie eine Spirale, bis kein Gewinn mehr übrig bleibt und der Händler nur noch mitmacht, um zu überleben.
Was man schon weiß, muss man nicht mehr lernen!
Ich hatte Ihnen ja im ersten Teil schon von der Frau erzählt, die vor ein paar Jahren einen E-Book-Shop gekauft hatte. Sie hat sich mittlerweile trotz widrigster Startbedingungen mit Energie und Ausdauer eine eigene Existenz im Onlinehandel aufgebaut. Angefangen hatte sie zwar mit E-Books, aber richtig durchgestartet sie mit Baby-Artikeln. Das war als Mutter und Hausfrau ihre Branche. Hier kannte sie sich aus. Hier wusste sie Bescheid. Hier hatte sie die entsprechenden Erfahrungen und Fachkenntnisse. Sie wusste beinahe intuitiv, wie sie ihren Kunden die Produkte anbieten musste. Sie musste nur noch lernen, ihre Ideen umzusetzen.
Was sind eigentlich Ihre wirklichen Interessen? Wovon haben Sie echte Ahnung? Was sind Ihre Hobbys? Hier ist meist der richtige Ansatz für eine Geschäftsgründung, weil hier die richtige Motivation liegt. Sind Sie begeisterter Hobbyangler und wollen Sie Geld im Internet verdienen, dann sollten Sie einen Angelbedarf-Shop ins Auge fassen. Sie müssen zwar immer noch eine Menge über das Onlinebusiness lernen, aber nicht mehr über das Angeln. Malen Sie gerne Acryl-Bilder oder Aquarelle? Dann versuchen Sie es doch mit einem Shop für Künstlerbedarf. Hier können Sie Ihre eigenen Erfahrungen weitergeben. Hier sind Sie schon Experte und müssen es nicht erst noch werden! Und das ist ein nicht zu unterschätzender Startvorteil.
Viele Leute unterschätzen diesen Vorteil einer Hobbygründung aber noch immer und wollen lieber Handy-Shops und Marketing-Blogs aufmachen. Sie wollen unbedingt schnell (erfolg)- reich werden und werden es gerade deshalb nicht. Mit einem Nischenthema geben sie sich erst gar nicht ab, es muss gleich die ganz große Nummer werden.
Aber gerade eine solche Hobbygründung hat enorme Vorteile:
Meist ist die Konkurrenz nicht sehr groß.
Man kennt die Wünsche und Erwartungen der Kunden.
Man kennt die Marken und Hersteller seiner Produkte.
Man weiß, wo man seine Kunden suchen muss.
Man ist viel motivierter, weil man sich mit etwas beschäftigt, dass einen wirklich interessiert.
Man verkraftet Rückschläge viel leichter, weil man etwas macht, was man mag.
Man traut sich viel mehr zu, weil man Fachkenntnisse hat.
Und wenn man es erst einmal geschafft hat, einen, wenn auch nur kleinen und nicht wirklich lukrativen Shop in seiner persönlichen Hobby-Nische aufzubauen, ist man entweder glücklich und zufrieden oder man wagt sich mit viel mehr Selbstvertrauen und Expertise an eine große Geschäftsidee. Man kann die Anforderungen, Aufgaben und Risiken viel besser abschätzen, weiß, wo wahrscheinlich die größten Probleme auftreten werden und kann frühzeitig dagegen steuern. Man hat eben schon eine Menge gelernt! Und (nur) das beeindruckt auch einen Bankberater!
[/toggle][toggle class=”” title=”Erfolg im Internet Teil 8: Fertigprodukte machen dick!”]
aber nicht reich!
Gerade groß in Mode sind Internetprojekte, bei denen der Käufer (außer Geld zählen) eigentlich gar nichts mehr selbst machen muss. Er bekommt ein komplettes Internetprojekt, mit allen Inhalten, Texten, Videos, Bildmaterial, sogar E-Mail-Vorlagen, Vorlagen für Blog-Kommentare, Presse-Mitteilungen usw. als All-Inklusive-Paket für vergleichsweise wenig Geld.
Die ideale Chance, endlich auch in das große Geldverdienen einzusteigen, kann man auf den ersten Blick denken, wenn, ja wenn man dabei ausblendet, dass genau dieses Internetprojekt mit den gleichen Inhalten, Texten, Videos, Bildmaterial, sogar E-Mail-Vorlagen, Vorlagen für Blog-Kommentare, Presse-Mitteilungen usw. noch zwei Dutzend Mal an andere motivierte Käufer veräußert wird. Deshalb der niedrige Preis. Die Masse soll‘s bringen. Vorsicht Pferdefuß!
Die Masse machts möglich
Wagen wir uns einmal heraus aus dem Internet-Marketing-Elfenbeinturm und begeben uns in eine ganz normale, langweilige Einkaufspassage irgendwo in der Republik. Wo, spielt keine Rolle, denn die Dinger sehen eh überall gleich aus. Hier in Hamburg kann man ohne Kompass in einem Einkaufszentrum leicht die Orientierung verlieren, denn die meisten unterscheiden sich nur noch im Namen. Ob man nun im Elbe-, Alster-, Europa-, Nord-, Süd-, West-, Ost- oder Sonstwie- Einkaufszentrum herumläuft, die Läden sind nahezu identisch.
In jedem dieser Einkaufsparadiese findet man fast zwangsläufig mindestens eine Filiale einer der großen Schuhladen-Ketten, Fastfood-Restaurants, Modeläden, Schmuck-Boutiquen, Bücherläden, Drogeriemärkte, Elektro-Märkte, usw. Viele große Markenfirmen eröffnen heutzutage Filialen wie am Fließband und verdrängen die kleinen Einzelhändler aus den besten Lagen. Diese Klone sind entweder echte Filialen eines Unternehmens oder sogenannte Franchise-Betriebe. Das macht aber für unser Beispiel keinen Unterschied, denn alle Varianten bekommen von der Konzern-Marketing-Abteilung ihre Vorgaben in Form von Werbematerial, genauen Anweisungen, wie die Ware präsentiert werden soll und, meist auch, welche Preise verlangt werden. (Das ist in etwa vergleichbar mit unseren Internet-All-Inklusive-Projekten.)
Die Konzerne verfolgen damit das Ziel eine einheitliche Markenpräsenz zu schaffen. Für eine dezentrale, über die ganze Republik verteilte Filialen-Kette macht das wirklich Sinn, den so findet der Kunde in jeder Stadt seine gewohnte McDonalds-Filiale. Gleiches Angebot. Gleicher Service. Gleiche Preise. Gleiche Werbung. Gleiche Einrichtung, usw. Die Weltkonzerne dehnen diese Markenpräsenz gleich auf alle Filialen weltweit aus. Und ganz ehrlich, in London war ich froh einen McDonalds zu entdecken, da wusste ich zumindest, was mich essenstechnisch erwartet.
Wie gesagt, ein solches Klon-Konzept macht Sinn, wenn die Klone über eine größere Fläche verstreut sind und sich nicht selbst Konkurrenz machen. Jede Filiale ist, bezogen auf das jeweilige Einkaufszentrum, einzigartig! Darauf achten die Konzernmanager bei der Vergabe der Lizenzen oder der Standortwahl für die neuen Filialen natürlich ganz besonders. Schließlich kostet die Eröffnung einer neuen Filiale den Konzern erst einmal Geld und das soll natürlich durch gute Verkäufe auch wieder doppelt und dreifach hereingeholt werden. Und auch der Franchise-Partner kann größere Gewinnanteile abführen, wenn er gute Geschäfte macht. Die sind ja nicht dumm!
Denn, was würde passieren, wenn in einer Einkaufsstraße oder einem Einkaufszentrum auf einmal 20 oder mehr Filialen des gleichen Schuhhändlers eröffnen würden? Richtig, nur die Läden in der besten Lage, hier wohl am Eingang der Straße oder des Centers, würden Umsatze machen. Die Läden in der Mitte oder in irgendwelchen Seitenstraßen könnten wohl nur darauf hoffen, dass sich einmal ein Kunde auf der verzweifelten Suche nach den Toiletten zufällig in ihr Geschäft verirrt. Die Investitionen in die Läden fernab der Besucherströme wären eine glatte Fehlinvestition. Das Geld wäre sprichwörtlich zum Fenster hinausgeschmissen.
Jeder Franchise-Partner, der auch noch eigenes Geld (meist in Form von Bankkrediten) in die Kooperation einbringen musste, wäre schon nach kurzer Zeit pleite. Einziges Ergebnis: Nicht der erträumte Reichtum, sondern ein Berg von Schulden. Hätte er sich die Lage des Ladens doch nur vorher einmal genauer angeschaut. Er hätte sich doch denken müssen, dass solch eine große Zahl nahezu identischer Läden in unmittelbarer Nachbarschaft nicht funktionieren kann. Aber er war ja wie geblendet von den Gewinn-Versprechungen der Konzernleute.
Die Masse machts UNmöglich
Genug draußen rumgetrieben! Lassen Sie uns zurück nach Hause gehen, ins gute alte Internet. Was die Filialen oder Franchise-Shops in der realen Welt, sind hier die All-Inklusive-Projekte. Alles ist vorgegeben, bis hin zu den Werbe- und Newsletter-Texten. Wohl jeder kennt (und jeden nervt) die immergleichen Newsletter mit den absolut identischen Texten, die einem während eines Produktlaunches um die Ohren fliegen. Was denken Sie über die Fachkenntnisse, die Kreativität und die Professionalität dieser Einheitsbrei-Newsletter-Versender? Ich meine, zumindest einen eigenen Text sollte man als selbstausgewiesener Internet-Marketing-Profi schon hinkriegen, oder?
Was der Centereingang oder der Straßenanfang für die Ladengeschäfte sind, ist die Google-Suchergebnisliste für Onlineshops. Auch hier kommt es einzig und allein auf die gute Lage an. Wer hier ganz am Anfang steht, bekommt fast alle Kunden ab. Wer erst auf Seite 3 – 3000 auftaucht, wird keine großen Besuchermassen mehr erwarten können. Also müssen die Projektseiten unbedingt suchmaschinenoptimiert werden, was nicht einfach ist, denn die Konkurrenz benutzt ja die gleichen Programme mit nahezu identischen Inhalten. Einziger Unterschied: Die Domain und das Impressum. Da kann man zwar Einiges optimieren, aber das können alle anderen auch.
Suchmaschinenoptimierung der Seite allein wird nicht weiterhelfen, dann müssen eben andere Marketing-Maßnahmen ergriffen werden. Linkaufbau bietet sich an. In Blogs kommentieren, Pressemitteilungen veröffentlichen. Blöd nur, dass auch das alle anderen Projektkäufer gleichzeitig mitmachen. Und auch noch die Texte sind wieder nahezu identisch. Google findet das jetzt gar nicht mehr lustig. Erst nahezu identische Inhalte auf den eigenen Seiten und nun auch noch „Duplicate Content“ auf den verlinkten Seiten. Jetzt reicht‘s! Glasklares Urteil: Content-Farmen! Alle miteinander! Kollektivstrafe! Alle All-Inklusive-Projekte werden in der Suchergebnisliste um 50 Plätze noch unten verbannt. Das glauben Sie nicht? Alles schon passiert! In der Folge hat keines der Projekte mehr nennenswerte Besucherzahlen über die organische Suche.
„Gut, machen wir eben AdWords und andere Bezahlwerbung.“ Wieder konkurrieren alle mit nahezu identischen Anzeigentexten auf die gleichen Keywords. Auch die Landingpages sehen sich zum Verwechseln ähnlich. Oben steht, wer am meisten bietet und weil auch hier nur die vordersten Plätze überhaupt Klicks generieren, wird dafür geboten, was das Zeug hält. Das freut Google diesmal umso mehr. Aber auch nur Google, denn die ausufernden Werbekosten fressen auch noch den letzten Cent Gewinn der so ambitionierten Projektkäufer.
Weil die Suchmaschinennutzer auch zunehmend genervt sind von solchen Verkaufsseiten-Klonen, findet Google dieses Dosenfuttereinerlei mittlerweile auch nicht mehr so lustig. Schließlich kratzt es langfristig am Image, wenn die Leute einen Haufen Müllseiten auf den ersten AdWords-Plätzen finden. Deshalb wurde der Qualitätsfaktor für Google-Anzeigen erfunden. Über diesen werden auch die Landingpages, auf die die Werbung verlinkt, bewertet. Diese Bewertung fleißt in as AdWords-Ranking ein und kann die Klickpreise einer Anzeige deutlich nach oben treiben. Schlimmer noch, in letzter Zeit hat Google schon Anzeigen komplett gesperrt, weil sie gegen irgendwelche Transparenz-Richtlinien verstossen haben. Der Trend geht also auch bei Google weg von der reinen Geldmacherei hin zu mehr Qualität für den Nutzer.
Wieso funktioniert das Franchise- oder Filialsystem nicht im Internet?
Sie werden es schon erkannt haben: Weil das Internet in seiner flächendeckende Verfügbarkeit kein dezentrales System ist, wie die über die ganze Republik verstreuten Einkaufszentren, sondern ein zentrales System, das von jedem Ort der Welt erreicht werden kann. Wer in Hamburg in der Mönckebergstraße shoppen geht, kann nicht eine Sekunde später in der Berliner Friedrichstraße oder der Düsseldorfer Königsallee herumbummeln. Die Läden dort machen sich deshalb keine direkte Konkurrenz, sondern profitieren sogar vom nahezu identischen Aussehen, Angebot und Preisen. Das bewirkt bei den Touristen einen Wiedererkennungseffekt und der lässt so etwas wie ein Heimatgefühl entstehen: „Ach, die haben bei uns auch immer so tolle und vor allem günstige Sachen. Lass uns da mal reingehen!“
Die Ladenbesitzer profitieren davon und die Konzerne auch, denn die Umsätze werden immer in ihren Läden gemacht. In welcher Stadt ist denen völlig egal. Das würde so auch im Internet funktionieren, wenn ein einziges Unternehmen alle All-Inklusive-Projekte selbst betreiben würde, aber auch nur dann! Denn jetzt wäre es wirklich egal, in welchem Shop der Internetnutzer einkauft. Eine Konkurrenzsituation gäbe es in diesem Falle ja nicht.
Aber warum sollte jemand im Internet Dutzende völlig gleiche Internet-Projekte betreiben? Das macht natürlich keiner, weil es keinen Sinn ergibt. Warum sollten Dutzende Verkäufer im Internet völlig gleiche Internet-Projekte betreiben? Diese Antwort überlasse ich Ihnen.
Wie schon geschrieben, in der realen Welt geht der Konzern mit der Eröffnung einer neuen Filiale ein gewisses finanzielles Risiko ein, das ihn davon abhält in ein und demselben Einkaufszentrum mehrere Filialen zu eröffnen, die sich nur gegenseitig Konkurrenz machen würden. Und weil der Konzern an den Franchise-Einnahmen beteiligt ist, liegt es in seinem Interesse, dass auch der Franchisenehmer erfolgreich wird. Es bringt dem Konzern nichts, wenn der Franchisenehmer schon nach wenigen Monaten mangels Einnahmen pleitegeht. Denn dann entgehen dem Konzern Gewinne. Der „Verkäufer“ trägt in der realen Welt also einen Teil des finanziellen Risikos. Er gewinnt nur, wenn auch der „Käufer“ erfolgreich ist.
Bei den Internet-All-Inklusive-Gründungen im Dutzend trägt allein der Käufer das finanzielle Risiko. Geht das ganze Unternehmen mangels Erfolg krachen, ist allein er der Verlierer. Deshalb, Augen auf beim Projekt-Kauf! Lassen Sie sich nicht von Werbesprüchen mit den tollsten Gewinnversprechen blenden, sondern blenden Sie diese aus und schauen sich jede Geschäftsidee (und auch Umgebung) genau an, bevor Sie Ihr Geld investieren. Und investieren Sie nie ein All-Inklusive-Projekt, das Sie mit Dutzenden anderen teilen müssen.
Wenn schon All-Inklusive, dann auch All-Exklusive!
All-Exklusive bedeutet hier nichts anderes als: Lassen Sie sich ihr eigenes, individuelles Projekt von einer erfahrenen Agentur oder einem versierten Programmierer erstellen. Das haben Sie dann nämlich exklusiv für sich allein.
Vorteil: Sie können alle ihre eigenen Ideen einbringen und ein wirklich einzigartiges Projekt auf die Beine stellen. Unique Content, wohin das Auge blickt. Google wird sie lieben! Und die Kunden auch, denn die freuen sich über jede neue Idee im großen Online-Einheitsbrei.
Nachteil: Das Ganze ist ziemlich teuer und nur für Gründer mit entsprechendem finanziellen Polster geeignet. Und: es wird am Ende immer sogar noch teurer als man anfangs denkt. Eine zusätzliche finanzielle Reserve ist deshalb dringend zu empfehlen.
Risiko: Ihre Idee war doch nicht so gut, wie Sie anfangs dachten und das tolle, teure Projekt wird ein Flop! Deshalb ist es hier besonders wichtig, sich schon vor den ersten Investitionen professionellen Rat einzuholen. Das können Berater bei den Handelskammern sein oder Business-Coaches und auch gute Freunde können einen oft gut auf den Boden der Realität zurückholen. (Denken Sie dabei aber an den ersten Teil unseres Artikels! Auch Freunde können manchen Erfolg unbewusst verhindern.)
Das kostet natürlich deutlich mehr Geld, als wenn Sie ein Projekt von der Stange kaufen. Wenn das Geld leider doch nur für den Internet-Projekt-Großhandel reicht, ist das noch kein Grund den Kopf in den Sand zu stecken. Auch mit einem Billig-Shop kann man ohne viel Eigenkapitel so Einiges auf die Beine stellen. Angefangen bei einem individuellen Design, über selbstverfasste Produktbeschreibungen, selbstgedrehte Verkaufsvideos bis hin zu eigenen Produkten.
Sie sehen, es gibt eigentlich keine Ausrede für das Einheitsbrei-Allerlei, außer der eigenen Bequemlichkeit, zu lernen, etwas zu ändern, Zeit zu investieren! Geld ist hier überhaupt nicht nötig und ganz ehrlich …
Man muss das Rad nicht neu erfinden!
Eine gute Nachricht für alle, die gerade keine passende, kreative, einzigartige Idee parat haben. Man muss keine revolutionäre neue Geschäftsidee haben, um erfolgreich und damit meine ich, RICHTIG ERFOLGREICH zu werden. Hatten die ganz Großen doch auch nicht. Sie können mit einem Schuhshop erfolgreich werden, genau wie mit einem E-Book-Shop, einem eBay-Handel oder einem Internet-Marketing-Blog.
All diese Geschäftsideen hatten schon viele Menschen. Es gibt jede Menge Schuhshops im Internet und auf eBay tummeln sich noch mehr Schuhverkäufer. Na und? Internet-Suchmaschinen, Computer-Betriebssysteme, Handys oder Communitys gab es auch schon, bevor die Google-, Microsoft-, Apple- und Facebook-Gründer überhaupt auf den Gedanken kamen, eine Firma zu gründen. Trotzdem sind diese Leute es, die es letztendlich bis ganz nach oben geschafft haben und viele andere sind zwischenzeitlich in der Versenkung verschwunden.
Worauf beruht denn der Erfolg von den Sergey Brin, Larry Page (Google), Bill Gates (Microsoft), Steve Jobs (Apple) oder Mark Zuckerberg (Facebook)? Es gab schon vor Google Suchmaschinen, vor Microsoft Betriebsprogramme, vor Apple Handys und vor Facebook Communitys. Die haben also alle auch das Rad nicht neu erfunden oder vielleicht doch? Warum wurden gerade diese Firmen erfolgreich?
Es gab schon Internet-Suchmaschinen, als sich die Google-Gründer mit der Idee beschäftigten, eine eigene Suchmaschinen zu entwicklen. Wenn man es genau nimmt, waren diese schon vorhandenen Suchmaschinen der eigentliche Grund dafür. Weil sie, nach Meinung der beiden Studenten Sergey Brin und Larry Page, einfach grottenschlechte Ergebnisse lieferten, wollten sie ändern und heraus kam am Ende die erfolgreichste Firma der Welt.
Apple war nicht die erste Firma der Welt, die Handys verkaufte. Eher das Gegenteil, denn als der Boom der Handys anfing, war es um Apple ziemlich schlecht bestellt. Miese Umsätze, miese Gewinne. Dann aber hat sich Apple-Chef Steve Jobs wieder darauf besonnen, womit er schon einmal Erfolg hatte: Man nehme ein bereits vorhandenes Produkt (PC, Handy) und optimiere es konsequent auf die wirklichen Bedürfnisse der Kunden hin. Heraus kamen beim ersten Mal der Mac-Computer und beim zweiten Mal iPod, iPhone, iPad, usw. Alle diese Produkte sind keine technologischen Wunderdinger, aber sie sind einfach zu bedienen, weniger störanfällig als die Konkurrenz und haben ein schlichtes, aber unverwechselbares Design. Dazu kommt die geniale Vermarktung als Statussymbol, die dazu beiträgt, dass Apple scheinbar fast jeden Preis für seine Produkte verlangen kann.
Lange vor Facebook gab es Communitys. Warum wurde dann aber gerade Facebook so erfolgreich? Weil Marc Zuckerberg den Leuten das gab, was diese wirklich wollten. Eine einfache, leicht zu bedienende und sogar noch kostenlose Internet-Plattform, die konsequent darauf ausgerichtet ist, die Kommunikation untereinander so leicht wie möglich zu machen. Wie damit Geld verdient werden könnte, überlegt man sich erst heute.
Alle diese Erfolgsgeschichten beruhen darauf, dass bestehende Geschäftsideen verbessert wurden. Alle diese Erfolgstypen haben keine wirklich neuen Produkte erfunden. Sie waren alle nicht die Ersten in Ihrer Branche, aber Sie wurden die Besten! Und das aus einem Grund: Sie haben keine Idee kopiert, sondern schon vorhandene Ideen aufgegriffen und optimiert. Was kann man daraus lernen?
Versuchen Sie nicht genauso zu sein, wie andere.
Versuchen Sie besser zu sein, als andere!
Aber, vor allem: Seien Sie anders als alle Anderen!
Und am besten ist: Seien Sie sie selbst!
Man kann aus Stroh Gold machen!
Wobei „Stroh“ hier für einen durchschnittlichen Onlineshop in einer durchschnittlichen Branche steht.
Wie macht man daraus Gold?
Indem man anfängt, ihn zu putzen und zu polieren. Solange, bis er anfängt, zu glänzen. Hauchen Sie ihm Leben ein, geben Sie ihm eine Seele. Ihre Seele. Ihre Individualität, Ihren Charakter, ihre Einzigartigkeit! Lassen Sie ihren Shop Teil Ihres Selbst werden, indem Sie den Besuchern zeigen, wie Sie selbst sind. Und nicht, wie Sie gerne sein würden! Das wirkt ehrlich und macht sympathisch. Sympathie ist die Voraussetzung für Vertrauen, das für Kundenbindung und diese für Erfolg!
Es sind nicht die großen Dinge, die entscheidend sind für den Erfolg im Internet. Es sind die kleinen, die persönlichen Dinge. Allerdings nur zusammen mit einem fundierten Wissen! Mehr dazu im nächsten Teil.
[/toggle][toggle class=”” title=”Erfolg im Internet Teil 9: Das Glück des Tüchtigeren?”]
Der letzte Teil unserer kleinen Erfolgsserie endete mit meiner Behauptung, man könne aus Stroh Gold machen, wenn man sich selbst, seine Persönlichkeit, seinen Charakter einbringt und so einen individuellen, unverwechselbaren Onlineauftritt gestaltet.
Doch die Realität auf deutschen Computerbildschirmen sieht anders, langweiliger und grauer aus. Man findet nicht oft Shops, wo man auf den ersten Blick erkennt, dass hier der Shopbetreiber mit dem Herzen dabei ist, eigene Ideen und Vorstellungen hat. Auch wenn es sich nicht um Franchise-Shops, Mietshops oder Dropshipping-Shops handelt, sehen viele, zu viele Shop in der gleichen Branche auch gleich aus. Hier mal ein persönlicher Begrüßungstext, dort vielleicht sogar ein Foto des Betreibers, ansonsten, bis aufs Impressum, alles zum Verwechseln ähnlich langweilig. Und wenn es doch einmal einen Ausreißer gibt, dann nach unten. Die Sprüche werden billiger, die Reklame umso größer.
Nur nicht schlechter sein!
Warum ist das so? Ich glaube, weil viele Onlinehändler das Risiko scheuen. Lieber alles genau so (schlecht) machen, wie die Konkurrenz, dann sind sie eben auch nicht schlechter als diese. Das ist so eine Art Sicherheitsdenken: “Das, was ich nicht mache, die eigene Idee, die ich nicht umsetze, das Risiko, dass ich nicht eingehe, kann auch nicht schiefgehen. Sicher ist sicher! Und die Anderen haben ja auch Erfolg, sagen sie zumindest”.
Mal ganz ehrlich: Glauben Sie, dass auch wirklich erfolgreiche Unternehmer so denken? Im letzten Teil sprachen wir bereits von Bill Gates, Marc Zuckerberg und Co. Wir konnten sehen, dass auch diese Erfolgs-Giganten auch nur bestehende Ideen aufgegriffen und weiterentwickelt haben. Auch die haben das Rad nicht neu erfunden! Die haben nichts wirklich Neues gemacht, aber einiges anders.
Und hier begegnet uns die erste Erfolgsvoraussetzung: Etwas machen! In der Geschichte lassen sich viele Beispiele finden, dass Erfinder von wirklich tollen Dingen bettelarm starben und andere manchmal zwar nicht den Ruhm aber meistens den Reichtum ernteten. Da stellt sich automatisch die Frage, warum wurden aber gerade diese Leute und nicht die eigentlichen „Erfinder“ so unglaublich erfolgreich? Andere hatten doch die gleichen Chancen und dazu noch viel eher?
Einerseits kann man sagen, jede Idee hat ihre Zeit. Fast immer ist es aber nicht der pure zeitliche Zufall. Die meisten erfolgreiche Gründer würden wohl auch zu anderen Zeiten oder mit anderen Produkten erfolgreich werden. Es liegt nicht an einer glücklichen Zufallskonstellation, warum einige Menschen erfolgreich werden und andere nicht. Es gibt Voraussetzungen, Bedingungen und Eigenschaften, die erfolgreiche Menschen haben und weniger erfolgreiche nicht oder nicht in ausreichender Menge.
Glück ist kein Erfolg!
In einem früheren Teil hatte ich bereits entscheidende Unternehmereigenschaften, wie Disziplin, Motivation, Lernbereitschaft, Mut zum Risiko, usw. beschrieben. Jetzt wollen wir das ein wenig vertiefen. Diese Eigenschaften sind Ausdruck und auch Teil von etwas Anderem: der Einstellung. Alle diese Eigenschaften bedingen die richtige Einstellung zu einer Sache! Hat man die richtige Einstellung zu einer Sache, sei es Geld, sei es Erfolg, sei es Arbeit oder gar das Leben selbst, wird diese Sache mit größter Wahrscheinlichkeit gelingen. Und genau so gilt der Umkehrschluss: Hat man nicht die richtige Einstellung zu einer Sache, wird diese mit großer Wahrscheinlichkeit eben nicht gelingen.
Es sei denn, man hat das bereits erwähnte Glück. Dieses wiederum hat allerdings die Eigenschaft, durchaus kurzlebig und flüchtig zu sein und ist deshalb keine gute Grundlage für einen langfristigen, dauerhaften Erfolg. Eher das Gegenteil: schneller, unerwarteter Erfolg, gerade in der Anfangsphase, führt bei manchen Menschen zur Selbstüberschätzung und viele übersehen dabei, dass es gar nicht ihre „angeborenen, hervorragenden, einzigartigen, unternehmerischen Naturtalente“ waren, die den schnellen Erfolg bewirkt haben, sondern einfach das Glück mit der richtigen Geschäftsidee, zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen zu sein. Je höher die Selbstüberschätzung, desto geringer die Kritikfähigkeit.
Mit dem Wissen um die Geheimnisse echten, langfristigen Erfolgs wäre es jenen vielleicht gelungen eine halbwegs objektive Analyse der Ursachen des plötzlichen Erfolges durchzuführen und ihnen wäre aufgefallen, dass dabei eben auch eine Menge Glück mit im Spiel gewesen ist. Mit dem Wissen um diese glücklichen Umstände hätten sie ihre weiteren Planungen vielleicht nicht nur im Vertrauen auf die ja jetzt eindeutig bewiesene, eigene Unfehlbarkeit aufgebaut, sondern auf Daten, Zahlen, Fakten und einem gesunden Risikobewusstsein. Statt „rosaroter Brille“, Analystenblick. Statt „auf zu neuen Umsatzweltrekorden“, Konsolidierung des Erfolges und gesundes, nachhaltiges, mental wie organisatorisch verkraftbares Wachstum. So mancher wäre vor der neuen, plötzlichen, unerwarteten Erfahrung einer krachenden Pleite bewahrt worden.
Für die einen ist dies ein durchaus heilsames Erlebnis und sie gehen an die nächsten Projekte wieder mit einem guten Maß Realitätssinn, Verstand und Demut heran. Für die anderen waren einfach „die Anderen“ schuld, weil sie immer noch nicht bereit sind, sich eigene Schwächen einzugestehen, zu lernen und damit langfristig erfolgreich zu werden. Nicht nur „erfolgreich werden“, will gelernt sein, sondern auch „erfolgreich sein“.
Das Letztere ist umso schwieriger, je einfacher Ersteres gewesen ist. Deshalb grämen Sie sich nicht, wen bei Ihnen der Erfolg etwas langsamer kommt. Umso dankbarer werden Sie später dafür sein und umso besser werden Sie damit umgehen, denn, worauf man lange hinarbeitet, hat später mehr Wert und wird nicht so leicht wieder aufs Spiel gesetzt. Dann sind Sie immer noch erfolgreich, wenn so manche in der Anfangseuphorie gegründete Aktiengesellschaft schon längst wieder abgewickelt ist.
Auch erfolgreich sein, will gelernt sein!
Wie man richtig mit unerwartetem Erfolg umgeht, ist auch abhängig von der besagten Einstellung zum Unternehmerjob. Mal ganz ehrlich, egal wie sympathisch man Bill Gates oder Steve Jobs finden mag: Haben Sie von denen schon einmal so richtig großspurige Angebersprüche in der Art von: „Wir halten uns ab jetzt für die grandiosesten Internet-Unternehmer!“ gehört? Haben Marc Zuckerberg oder die Google-Twins schon jemals gesagt: „Wir sind die größten Internet-Marketer, die die Welt je gesehen hat!“? Vielleicht im kleinen Kreis nach ein paar Bier zu viel, aber sie würden dies nie in aller Öffentlichkeit in einer offiziellen Facebook- oder Google-Marketing-Kampagne herausposaunen.
Was haben diese stattdessen gemacht, als sie vom ersten Erfolg überrollt wurden und sich solche Sprüche hätten leisten können? Sie haben gesagt, sie wollen noch besser, noch größer, noch erfolgreicher werden. Sie wollten den langfristigen Erfolg und wussten, dass sie zwar auf dem Weg dahin waren, aber noch lange nicht am Ziel. Ich will dies nicht gleich Demut oder Bescheidenheit nennen, aber sie hatten den objektiven Blick, ihren Realitätssinn nicht verloren, sondern waren sich bewusst, dass sie auch Glück hatten und sie ihren Erfolg mit noch mehr harter Arbeit erst noch festigen mussten, um ihn dauerhaft werden zu lassen. Sie sind eben nicht „abgehoben“, wie man so schön sagt, sondern haben ihre Firmen weiter konsolidiert und ausgebaut. Nachdem sie erfolgreich wurden, haben sie alles getan um erfolgreich zu bleiben. Auch das ist eine unternehmerische Einstellung, eine Tugend: „Bleib auf dem Boden der Tatsachen!“
[/toggle][toggle class=”” title=”Erfolg im Internet Teil 10: Alles eine Frage der Einstellung”]
Das Wort „Einstellung“ ist ein an und für sich nichtssagendes Wort. Wir alle haben davon schon einmal gehört, meist in Zusammenhang mit Erfolg („Der hat die richtige Einstellung zu seinem Beruf“) oder Nichterfolg („Der hatte einfach nicht die richtige Einstellung“). Was ist denn nun aber eine Einstellung überhaupt und vor allem, was ist die richtige Einstellung?
Einstellung ist Erfahrung
Auch Waschmaschinen können ja bekanntlich die richtige oder die falsche Einstellung haben. Oder der Automotor, das TV-Gerät, der Rasenmäher, das Badewasser, der Brotbackautomat, usw. (Bemerken Sie es? Auch bei diesen Beispielen ist die richtige Einstellung die Grundlage für den Erfolg: saubere Wäsche, schnurrender Motor, scharfes Bild, Wembleyrasen, angenehme Badetemperatur, gut durchgebackenes Brot.)
Welches für unsere Beispiele die richtige Einstellung ist, finden wir ganz leicht heraus, wenn wir die Bedienungsanleitung nur aufmerksam genug lesen. Die Feinheiten finden wir dann durch Ausprobieren und den täglichen Gebrauch heraus. Manche, meist männliche, Zeitgenossen verzichten auch auf langwieriges Lesen von technischem „Gedöns“ und gehen nach der Methode vor: „Versuch macht kluch“. Irgendwann kriegen auch die raus, wie die Wäsche halbwegs in der Farbe aus der Maschine kommt, wie sie reingekommen ist.
Wir sind Menschen und haben deshalb ein Problem: Es gibt einfach keine Bedienungsanleitung für unsere Spezies. Keine Schalter, die man nur umlegen muss und schon stimmt die Einstellung. Bleibt uns also nur die Versuchs-Methode? Nicht nur, obwohl sie nicht völlig verkehrt ist, wie wir noch sehen werden. Wir Menschen haben gegenüber Maschinen nämlich (noch) einen entscheidenden Vorteil: Wir können lernen! Und zwar nicht nur aus den eigenen Fehlern wie in der Versuchs-Methode, sondern auch von anderen Menschen. Die meisten Dinge hat schon irgendein Mensch irgendwo auf der Welt vor uns gemacht.
Auf das Thema Erfolg bezogen, gibt es tausende, gar Millionen Beispiele und damit Vorbilder, von denen wir lernen können. Und es gibt sogar eine kleine Gruppe Menschen, die eine Wissenschaft daraus machen, so etwas wie eine Bedienungsanleitung für den Menschen zusammenzubasteln. Man nennt sie Psychologen und die Anleitung Psychologie. Über deren Erfolg kann man durchaus streiten. Schaden kann es aber nicht, mal zu schauen, was diese in den letzten Jahrhunderten so zum Thema „menschliche Einstellungen“ hervorgebracht haben.
Ein Psychologie-Handbuch habe ich leider gerade nicht bei der Hand, muss „Wikipedia“ eben mal wieder weiterhelfen:
„Eine Einstellung wird nach Gordon Allport definiert als mentaler und neuraler Bereitschaftszustand, der durch die Erfahrung strukturiert ist und einen steuernden Einfluss ausübt auf die Reaktionen des Individuums gegenüber allen Situationen und Objekten, mit denen dieses Individuum eine Beziehung eingeht.“
„Einfacher ausgedrückt handelt es sich also bei einer Einstellung um eine auf Erfahrungen beruhende (Reaktions-)Tendenz, die sich dadurch ausdrückt, dass man einen bestimmten Einstellungsgegenstand mit Zuneigung oder Ablehnung bewertet und behandelt.“
Quelle: Artikel „Einstellung (Psychologie)“ in der freien Enzyklopädie Wikipedia am 20.05.2011 http://de.wikipedia.org/wiki/Einstellung_%28Psychologie%29
Eine Einstellung ist demnach ein „Bereitschaftszustand“ oder eine „Tendenz“, die wir uns durch Erfahrung aneignen, und die einen Einfluss auf unsere Reaktionen gegenüber Situationen oder Objekten hat. Solche Reaktionen können positiv (Zuneigung) aber auch negativ (Ablehnung) sein.
Eine Einstellung beeinflusst unsere Reaktionen auf Situationen. Das heißt, sie bestimmt, wie wir in einer bestimmten Situation handeln! Und diese Einstellung wird außerdem von unseren Erfahrungen beeinflusst. Das heißt wiederum, unsere Erfahrungen haben einen großen Einfluss auf unser Handeln!
Haben Sie Erfahrung im Umgang mit sehr viel Geld?
Haben Sie Erfahrung als selbstständiger Unternehmer?
Haben Sie Erfahrung mit Verantwortung für Investitionen oder Personal?
Ich gehe jetzt einmal davon aus, die meisten Leser werden alle diese Fragen mit „Nein“ beantworten, denn sie haben keine wirklich fundierten Erfahrungen als Unternehmer. Das bedeutet aber auch: Sie können (noch) gar nicht handeln wie ein Unternehmer, wenn Sie es nicht zuvor lernen. Ihnen fehlt (noch) die richtige Einstellung!
Betrachten Sie das bitte nicht als Vorwurf. Das ist einfach eine Tatsache und sich darüber im Klaren zu sein, ist eine ganz wichtige Voraussetzung für den langfristigen Erfolg. Haben Sie (noch) nicht die richtige Unternehmer-Einstellung, ist es äußerst unwahrscheinlich, dass Sie langfristig Erfolg haben werden. Es heißt aber auch nicht, jetzt den Kopf in den Sand zu stecken, aufzugeben und den Traum vom eigenen Unternehmen, von finanzieller Freiheit und Unabhängigkeit aufzugeben.
Überlegen Sie:
Würde das ein Unternehmer machen? Nein!
Würde es dann überhaupt Unternehmer geben? Nein, aber es gibt sie!
Was haben diese Unternehmer gemacht?
Niemand wird mit „der richtigen Einstellung“ geboren, auch kein Unternehmer! Was haben also die ganzen erfolgreichen Unternehmer gemacht? Anders gemacht als die vielen Menschen, die es vielleicht versucht haben, aber keinen Erfolg hatten? Anders gemacht als Sie bis jetzt?
Gier und Angst
Erfolg und auch Geld sind emotionale Themen. Wohl niemand kann diese beiden Dinge völlig rational und losgelöst von persönlichen Gefühlen, Erfahrungen und Erlebnissen betrachten. Bei vielen Menschen sind Geld und Erfolg sogar mit Ängsten verbunden. Gier und Verlustangst sind wohl zwei der häufigsten Gefühle in Zusammenhang mit Geld.
Zwischen diesen beiden Polen schwanken die Emotionen eines jeden Menschen. Bei dem einen überwiegt die Gier, bei dem anderen die Verlustangst. Auch wenn von Sicherheit geredet wird, ist meistens die finanzielle Sicherheit gemeint und das ist nichts anderes als Verlustangst! Das ist eine Emotion, auch wenn sich das Bestreben nach Sicherheit auf den ersten Blick sehr rational und logisch anfühlt.
„Geh lieber auf Nummer sicher!“ hört sich an wie ein guter, ehrlicher, rationaler Rat. Gemeint ist aber: „Geh besser kein Risiko ein!“ Hier hört man deutlich die Verlustangst heraus. Natürlich gesteht man sich solche Ängste meist nicht explizit ein. Man täuscht sich selbst, indem man sich sagt, man höre auf seinen Verstand. Wer gesteht sich oder anderen schon gerne ein, er hätte Angst? Oft kommt dann auch die „innere Stimme“ zum Einsatz. Diese ist aber nur ein emotionaler Ersatz, nämlich für Argumente. Ängste kann man eben meist nicht mit Argumenten begründen.
Solche Ängste aber hat jeder. Der Angestellte genau so wie der Unternehmer. Und sie sind in gewissen Masse auch positiv, denn sie bewahren die meisten von uns vor allzu großen Dummheiten. Davor, dass allein Gier uns zu dazu treibt, die riskantesten Dinge zu tun. Angst ist, im Guten gesehen, das ausgleichende Pendant zur Gier. Das ist gut so, denn Gier ist ja bekanntlich keine gute Grundlage für unternehmerische Entscheidungen.
Nur ist Angst leider auch kein guter Ratgeber und auch keine wirklich solide Basis für unternehmerische Entscheidungen. Wie macht ein erfolgreicher Unternehmer das aber? Wie kriegt er seine Gier und gleichzeitig seine Ängste so unter Kontrolle, dass sie ihm nicht den Blick auf die Realität verstellen? Seine Entscheidungen nicht allzu sehr beeinflussen?
[/toggle][toggle class=”” title=”Erfolg im Internet Teil 11: Restrisikofreudigkeit”]
Im letzten Teil haben wir uns gefragt: Wie bringt ein erfolgreicher Geschäftsmann Gier und Angst so weit unter Kontrolle, dass sie ihn nicht kontrollieren?
Hier die Antwort:
Indem er sie sich bewusst macht und sie hinterfragt.
Der Gier kommt man gut bei, indem man für ein paar Augenblicke seinen gesunden Menschenverstand benutzt.
Nicht jede Angst ist auch begründet! Man kann Ängste abbauen, dadurch, dass man sich mit ihnen bewusst auseinander setzt, ihnen auf den Grund geht. Indem man ihnen, genau so wie der Gier, logische Argumente gegenüberstellt.
Das wichtigste Argument ist:
Gewinnen und Verlieren gehören zum Geschäft
Aus dem einfachen Grund: Weil es keine absolute Sicherheit gibt! Nicht im Privatleben und auch nicht im Geschäftsleben. Es gibt keine „Gelddruckmaschine“, kein „todsicheres Geschäftsmodell“, keine „hundertprozentige Erfolgsgarantie“. Genauso wenig, wie es ein Perpetuum mobile gibt. Deshalb muss man das Risiko zu Verlieren als notwendigen Teil des Geschäftes akzeptieren. Genau so, wie man die Chance zu Gewinnen bei einem Geschäft in Kauf nimmt.
Ein echter Geschäftsmann versucht gegenüber beidem eine möglichst neutrale Haltung einzunehmen, indem er falsche Denkmuster überwindet! Nur so kann er beides objektiv beurteilen und gegeneinander abwiegen.
Sind Sie sicher?
Schon als Kinder haben die meisten von uns gelernt: „Sicher ist sicher!“ Später kam dann hinzu: „Mache erst mal eine ordentliche Ausbildung und such Dir einen sicheren Job.“
Stellen Sie sich einmal vor, Sie wollen ein neues Projekt, eine neue Geschäftsidee bewerten. Mit solchen Überlegungen fängt eine Existenzgründung ja meist an. Ich gebe Ihnen einmal einige durchaus übliche Frage-Varianten zur Auswahl:
„Wie hoch ist das Risiko mit dieser Geschäftsidee zu scheitern?“
„Wie hoch ist die Chance, dieses Projekt umzusetzen?“
„Wie sicher ist es, dass diese Idee überhaupt funktioniert?“
„Kann man mit dieser Idee wirklich Geld verdienen?“
Auf den ersten Blick sind das alles wichtige und nachvollziehbare Fragen, die man sich doch am besten immer vor einer Investition stellen sollte. Richtig, aber es gibt hier zwei verschiedene Ansätze, Ausgangspunkte.
Bei Frage 1 und 3 stehen das Risiko/die Sicherheit im Mittelpunkt. Bei Frage 2 und 4 die Chance/die Erfolgswahrscheinlichkeit. Merken Sie etwas: Die ersteren sind negativ besetzt, tragen die Angst vor dem Verlust/dem Scheitern schon in sich. Die Letzteren zielen auf die Chancen, die Möglichkeiten, die Erfolgsaussichten einer Idee ab. Schon zu diesem frühen Zeitpunkt kann man zwei völlig unterschiedliche, ja gegensätzliche Herangehensweisen feststellen.
Man kann jetzt aber auch argumentieren, Erstere würden eben mehr Wert auf Sicherheit legen und sich nicht in irgendwelche waghalsigen Geschäftsideen stürzen. Aber wenn Sie genau hinsehen, dass würden die anderen auch nicht. Diese versuchen genauso herauszufinden, ob eine Idee tatsächlich Erfolg versprechend oder einfach nur riskant und unüberlegt ist. Man kann anhand dieser Fragen die einen nicht als die gut Überlegenden und die anderen als die Leichtfertigen hinstellen. Letzteres sind noch ganz Andere, die sich die obenstehenden Fragen erst gar nicht stellen, sondern einfach blindlings ihren Gefühlen oder Wunschträumen bzw. diesbezüglichen billigen Marketing-Sprüchen folgen.
Diese zwei Gruppen deuten auf die zwei grundlegend unterschiedlichen Eigenschaften von Menschen hin, was die Beurteilung von Chancen und Risiken angeht. Nicht nur bei Existenzgründungen, sondern im ganzen Leben. Es lassen sich tatsächlich verschiedene Einstellungen zu diesen Dingen herauskristallisieren, verschiedene „Risikotypen“, wenn man so will.
Diese unterschiedlichen Einstellungen bewirken ein unterschiedliches Herangehen (oder auch Nichtherangehen) an Ideen und Projekte und sind deshalb von grundsätzlicher Bedeutung für den geschäftlichen Erfolg. Es ist ein riesengroßer Unterschied, ob man ängstlich, mit dem (manchmal schon fast zwanghaften) Focus auf dem Sicherheitsaspekt (Verlustangst!) an ein Geschäft herangeht oder mutig, mit dem Hauptaugenmerk auf den Chancen eines Projektes! Das ist ein elementarer Unterschied.
Ich behaupte sogar: Das ist der entscheidende Unterschied, der letztendlich den Erfolg oder auch Misserfolg ausmacht!
Warum bin ich mir da so sicher? Weil es im Geschäftsleben gerade keine Sicherheit gibt!
Es gibt sie nicht, die todsichere Geschäftsidee!
Es gibt sie nicht, die hundertprozentige Erfolgsgarantie!
Jeder, der die absolute Sicherheit im Geschäftsleben sucht, kann lange suchen. Manch einer sucht danach sein Leben lang! Er wird sie genau so wenig finden, wie den absolut sicheren Job oder die immer wieder versprochene sichere Rente.
Restrisikofreudigkeit – Sicher ist sicher!
Das bedeutet aber noch lange nicht, dass man, wenn man heutzutage ein Geschäft gründen will, ein Zocker, Spekulant oder Unbedarfter sein muss. Im Gegenteil: Gerade mit dem Wissen, das jedes Geschäft ein gewisses Risiko in sich trägt, kann und muss man sich ganz genau überlegen, was man tut. Absolute Sicherheit gibt es zwar nicht, aber man kann versuchen die Wahrscheinlichkeit, dass ein Geschäft erfolgreich wird, so gut wie möglich abzuschätzen, den Erfolg so wahrscheinlich wie möglich zu machen, indem man die Risiken so gut es geht, auf ein vertretbares, aber nicht völlig zu vermeidendes Restrisiko minimiert.
Und nichts anderes tut ein guter Geschäftsmann! Wenn er sich für ein Projekt entscheidet, nimmt er bewusst das kalkulierte Restrisiko in Kauf, weil er es gegen die Chancen abgewogen und für sich vertretbar befunden hat. Diese Risikofreudigkeit, wie man es landläufig nennt, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich und wird auch geprägt durch die Erziehung und die Erfahrungen, die man in seinem Leben schon gemacht hat, aber ohne diese Risikofreudigkeit geht es nicht. Risikofreudigkeit ist eine grundlegende Einstellung, eine „Unternehmertugend“.
Man darf sie nur nicht mit Waghalsigkeit oder Blauäugigkeit verwechseln. Ein guter Unternehmer geht zwar immer auch ganz bewusst Risiken ein aber hat sich schon vorher auch Gedanken gemacht, was im schlechtesten Falle passieren würde und seine Risikobereitschaft danach ausgerichtet. Dann kann er eines mit Sicherheit vorhersehen: „Ab wann wird das Risiko zu groß, als das ich die schlimmsten Folgen meistern könnte.“
Und genau hier liegt die Grenze für das maximale Risiko. Einfach übersetzt auf einen Existenzgründer bedeutet das: „Ich kann so viel Geld in ein Geschäft investieren, wie ich auch verlieren kann.“ Das schließt nicht aus, auch einen Kredit aufzunehmen aber man muss dann dabei einkalkulieren, dass die Raten auch bei einem Scheitern des Projektes, (also ohne die erwarteten Zusatzeinnahmen aus dem neuen Geschäft !), noch bezahlt werden können. Eine solche Investition ist vielleicht riskant und man kann sich die nächsten 20 Jahre beim Ratenabzahlen über seine dumme Idee schwarzärgern, aber sie ist nicht spekulativ. Letzteres wäre es, wenn man zum Abzahlen des Kreditraten allein auf die zu erwartenden Einnahmen hofft.
[/toggle][toggle class=”” title=”Erfolg im Internet Teil 12: Studieren und Probieren”]
Wenn ich Ihnen hier dazu rate ein gewisses Risiko einzugehen, spreche ich immer von einem Restrisiko. Wie groß dass im Einzelfall ist, hängt einzig und allein von Ihnen ab. Es gibt viele Möglichkeiten, das Risiko zu minimieren.
Eine Möglichkeit ist es natürlich, eine Geschäftsidee mit einem möglichst kleinen Verlustrisiko zu wählen. Wollen Sie einen Onlineshop eröffnen, entscheiden Sie sich nicht gleich für einen professionell programmierten High-End-Shop mit allen Schikanen, sondern für eine kostenlose Shopsoftware oder einen Mietshop. Suchen Sie sich eine Branche, in der keine allzu großen Anfangsinvestitionen nötig sind. Die Internet-Marketing-Branche ist auch gerade deshalb so beliebt, weil man mit beinahe null Euro Startkapital loslegen kann.
Studieren!
Die zweite Möglichkeit das Risiko zu minimieren, ist es das Wissen zu maximieren. Je mehr man über ein Thema, eine Branche weiß, desto geringer wird das Risiko falsche Entscheidungen zu treffen und, ganz wichtig, desto geringer wird die Angst vor diesen falschen Entscheidungen, die einen davon abhält, überhaupt Entscheidungen zu treffen.
Je intensiver man sich vorher mit seinem geplanten Projekt, dem Markt, der Konkurrenz, den Produkten, dem Marketing, den rechtlichen Aspekten auseinandersetzt, je mehr Informationen man also sammelt, desto besser, weil professioneller, werden die Entscheidungen. Was ist denn überhaupt der Unterschied zwischen einem Profi und einem Laien? Genau, der Profi weiß mehr als der Laie und er hat dazu auch mehr Erfahrungen. Das Wissen kann sich der Laie auch schon vorher aneignen. Die Erfahrung kann er nur erwerben, wenn er dieses Wissen auch versucht anzuwenden.
Probieren!
Ob eine Idee gut ist und wirklich funktionieren wird, weiß man vorher nie zu einhundert Prozent. Erst wenn man etwas wirklich macht, erfährt man, ob eine Idee funktioniert und auch, ob man selbst „funktioniert“. Manch einer hält sich für den geborenen Geschäftsmann, aber hat es nicht so mit der Disziplin. Einem anderen fehlt es zu Anfang an Selbstvertrauen, aber mit den ersten Ergebnissen kommt dieses fast von ganz allein.
Viele Leute sind die geborenen Ratgeber, haben kluge Ratschläge zu allen Themen und können einen natürlich auch umfassend beraten, wie man sein Geld anlegen sollte. Nur, wenn man sie fragt, wie sie es denn mit dem eigenen Geld halten, werden sie zögerlich und weichen aus. Es stellt sich heraus, dass ihnen, wenn es wirklich darauf ankommt, ganz einfach der Mum fehlt. Aus denen werden nie erfolgreiche Geschäftsleute.
„Nur wer wagt, gewinnt“. (Schon wieder so ein abgedroschener Spruch, aber beweisen Sie mir einmal das Gegenteil!)
Angst hemmt viele Menschen und es gibt ganz verschieden Ängste:
Es gibt, wie schon angesprochen, die Angst vor finanziellen Verlusten. Der begegnen Sie am besten, indem Sie das finanzielle Risiko entsprechend anpassen. Es notfalls so weit herunterfahren, das Sie Nachts noch ruhig schlafen können. Das erste Ziel sollte immer sein, die ersten Erfahrungen zu machen und nicht die erste Million!
Wenn Sie erst Erfahrungen haben, können Sie die Risiken besser einschätzen, Ihre Investitionen erhöhen und trotzdem ruhig schlafen. Vorausgesetzt, Sie investieren nach wie vor mit Verstand und versuchen dabei schon vorher das Restrisiko so weit nach unten zu drücken, wie möglich. Je mehr Sie über ein Geschäft wissen, also je mehr Erfahrung und Wissen Sie haben, desto besser können Sie die Risiken abschätzen und desto sicherer können Sie auch größere Summen investieren.
Vergessen Sie’s!
Es gibt aber auch noch eine andere Art von Angst, die sich zwischen eine Person und den Erfolg stellen kann: Die Angst zu Versagen und zwar in den Augen der Anderen.
Eine Methode dagegen: Vergessen Sie jede Idee von Erfolg oder ähnlichem, dann werden Sie auch hundertprozentig nicht scheitern und die Anderen haben keinen Grund Sie auszulachen. Fangen Sie am besten erst gar nicht an, irgendeine Idee, sie es auch nur einen noch so undeutlicher Traum, auch nur zu erwähnen. Wenn niemand ahnt, dass Sie möglicherweise mit dem Gedanken spielen, Erfolg haben zu wollen, kann Sie auch niemand zurückweisen.
Die zweite Methode setzt da an, wo die erste Methode aufhört. Erzählen Sie am Anfang niemanden davon, was Sie vorhaben oder auch, wovon Sie träumen, aber arbeiten Sie daran. Arbeiten Sie an Ihrer Einstellung, an Ihrer Angst vor der Zurückweisung. Entwickeln Sie Ihre Persönlichkeit weiter. Auch das kann oft der erste, aber notwendige Schritt auf dem Weg zum Erfolg sein.
Machen Sie sich keine Gedanken mehr darüber, was andere denken könnten. Es kommt nämlich nicht darauf an, was Sie sind, für was man Sie hält, sondern was Sie werden wollen! Innere Sicherheit bekommen Sie nicht mit dem, was Sie schon haben. Sonst hätten Sie diese ja schon. Sicherheit bringt nur die Gewissheit etwas ändern, aufbauen zu können. Und zwar immer wieder. Haben Sie einmal etwas geschafft, gewinnen Sie Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Sie wissen, Sie können dies jederzeit wieder schaffen.
Und das Beste ist: Dieses Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten werden Sie nie wieder verlieren. Niemand kann es Ihnen nehmen. Das bleibt für immer und nennt sich: Selbstvertrauen!
Fehler machen!
Versuchen Sie nicht perfekt zu sein! Nobody is perfect! Das Streben, ja manchmal der regelrechte Zwang zur Perfektion, ist nur ein Versuch die Angst vor Fehlern zu überwinden, indem man versucht jeden möglichen Fehler von vorne herein auszuschalten. Aber warum denn?
Fehler sind doch gut!
Fehler gehören dazu!
Aus Fehlern lernt man!
Machen Sie Fehler!
Bitte machen Sie Fehler!
Denn:
Fehler macht nur der, der etwas wagt!
Erfolglose Menschen sind die, die niemals scheitern!
Erfolg ist ein schlechter Lehrmeister!
Natürlich sollen Sie sich nicht kopfüber ins Verderben stürzen, nur weil ich Ihnen gesagt habe, Fehler sind ganz toll und gar nicht schlimm. Es gibt auch Fehler, die Sie besser nicht machen sollten, weil Sie Ihnen viel Geld kosten können. Es gilt auch hier: Versuchen Sie so viele Fehler wie möglich von Anfang an auszuschalten, aber versuchen Sie nicht ALLE Fehler ausschalten zu wollen.
Ein guter Unternehmer versucht schon im Vorfelde alle möglichen Risiken abzuschätzen und, wenn möglich, zu minimieren. Aber er ist sich auch bewusst, dass ihm dies nicht zu einhundert Prozent gelingen wird. Er weiß, dass ihm auch Fehler unterlaufen können und werden. Fehler sind unvermeidbar. Deshalb sollte man auch keine Angst davor haben.
Fehler sind verzeihlich, dürfen und sollen gemacht werden. Unverzeihlich ist es nur, ein und denselben Fehler zweimal zu machen, denn das zeigt, dass man aus seinem Fehler nicht gelernt hat.
Jeder macht in seinem Leben wahrscheinlich ständig Fehler, ist sich dessen in vielen Fällen aber gar nicht bewusst, aber trotzdem funktioniert diese Welt und viele Leute haben Erfolg. Die Einstellung, Fehler unbedingt vermeiden zu wollen, also jedes Risiko möglichst auszuschließen dagegen, bringt einen nicht wirklich voran.
Deshalb: Trauen Sie sich Fehler zu machen!
Selber machen!
Als ich das einmal einem Kunden geraten hatte, wurde dieser richtig böse;: „Sind Sie dumm? Fehler will ich doch gerade vermeiden. Deshalb lasse ich mich doch von Ihnen beraten!“ Er erklärte mir noch ausführlich, dass er sich intensiv über alle Chancen und Risiken seiner Geschäftsidee informieren wolle, bevor er sich entscheidet.
Wahrscheinlich informiert er sich immer noch, denn wissen Sie, welche Informationen er im Grunde suchte? Eine einzige Information: Die ultimative und absolut sichere Information, dass er hundertprozentig das Richtige machen würde. Die ultimative Sicherheit. Leider konnte ich ihm diese nicht geben. Ich konnte ihm das Risiko seiner Entscheidung nicht abnehmen. Ich konnte ihm seine Entscheidung nicht abnehmen! Den Mumm müsse er schon alleine aufbringen. Das habe ich ihm auch so gesagt und nie wieder etwas von ihm gehört.
In der Zwischenzeit wird er seine eigenen Erfahrungen gemacht haben. Ich hoffe nur, er hat sich später nicht, nach intensiver „Beratung“ versteht sich, für ein „absolut risikoloses Geschäftsmodell“ entschieden, eine dieser „Gelddruckmaschinen“, weil dieser Verkäufer ihm im Beratungsgespräch im Gegensatz zu mir das Risiko abgenommen hatte.
Das ist jetzt keine Polemik. Man kann feststellen, dass nicht nur die leichtgläubigen Zeitgenossen, sondern genau so die „Sicherheitsfanatiker“ oft auf solch dubiose Versprechungen hereinfallen. Irgendwann nämlich wird der Wunsch (die Gier) nach einer, der einen sicheren Geschäftsidee, stärker als der Verstand und man redet sich ein, dass diese, bei klarem Verstand eigentlich sofort als Lügen enttarnten Marketing-Sprüche, schon stimmen werden. Das ist ein schleichender Prozess. Man redet sich das Ganze regelrecht schön. Jeden Tag glaubt man ein wenig mehr daran, bis man schließlich handelt und sein ganzes Geld (oft auch noch ein wenig mehr) in solch eine „Gelddruckmaschine“ investiert.
Es folgen meist noch einige verzweifelte Versuche, das „todsichere“ Geschäft zum Laufen zu bringen, aber dann fällt der Groschen, das Denken wird von einer auf die andere Minute wieder klar und (mir wurde das schon einige Male erzählt) man schämt sich in Grund und Boden, weil man so dumm und leichtgläubig war, obwohl man sonst im Leben nie solche riskanten Dinge machen würde und immer besonderen Wert auf Sicherheit legt.
Wenn ich den Leuten dann sage, woran es meiner Meinung nach lag, dass sie so daneben gelegen haben, stimmen Sie mir, nach einem Moment des Nachdenkens, oft zu: Sie hätten zwar versucht, wie ein Geschäftsmann an die Sache heranzugehen, (was auch gut und richtig ist), aber sie hatten eines nicht gemacht: Sie hatten nicht gelernt mit Risiken umzugehen, sie zu akzeptieren und mit ihnen als einem notwendigem Übel zu leben. Wären sie schon zu Anfang bereit gewesen auch nur ein kleines Restrisiko einzugehen, statt die totale Sicherheit zu suchen, hätten sie zwar auch scheitern können, aber das wäre nicht weiter schlimm gewesen. So hätten sie gelernt, mit größeren Risiken umzugehen und diese realistisch einzuschätzen. Sie hätten gelernt, wie ein Geschäftsmann zu denken!
Die einen fassten wieder Mut und gingen, mit dem festen Vorsatz, nicht wieder auf solche dummen Versprechungen hereinzufallen, an das nächste Projekt und andere hatten so gründlich die Nase voll vom Internet-Business, dass sie nie wieder etwas damit zu tun haben wollten. Sie gaben auf und kehrten zurück in ihre kleine, sichere, nur nicht mehr ganz so heile Welt. Ich hatte zwar allen geraten nicht aufzugeben, aber manche waren einfach zu enttäuscht, wohl auch über sich selbst, als dass sie noch einmal den Mut oder die Kraft gehabt hätten, etwas anderes zu beginnen. Obwohl sie doch gerade eine der wichtigsten Lektionen im Business gelernt hatten! Noch so eine völlige Fehleinschätzung würde ihnen wahrscheinlich nicht mehr passieren.
Denen, die weiter machen wollten, riet ich nur, es diesmal in einem kleineren Rahmen, mit überschaubarem Risiko, zu versuchen und auch einfach lockerer an die Dinge heranzugehen. Erfolg kann man nicht erzwingen. Man muss ihn erlernen und dazu muss man bereit sein Fehler zu machen, denn daraus lernt man bekanntlich man meisten.
Lernen!
Erinnern Sie sich noch an den, oben bereist erwähnten, typischen Eltern- und Verwandtenspruch aus, vielleicht auch ihrer Kindheit? „Mach erst mal eine ordentliche Ausbildung!“ Warum gilt dieser Spruch anscheinend nicht für das Internet-Busniness oder den Onlinehandel?
Ich habe dieses Phänomen schon im letzten Teil angesprochen. Für so gut wie jeden verantwortungsvollen Beruf muss man mindestens 2 Jahre lang eine Ausbildung absolvieren. Und die Tätigkeit als Onlinehändler ist sogar überdurchschnittlich verantwortungsvoll, weil man Entscheidungen in vielen Bereichen treffen muss, bei denen es im Positiven wie im Nagativen um einige Tausend bis zehntausend Euro gehen kann. Manche riskieren sogar ihr ganzes, mühsam Erspartes in ein Projekt, aber ohne fundierte Kenntnisse darüber gesammelt zu haben.
Ich möchte hier jetzt nicht weltfremd fordern, dass jeder Shopbetreiber vor Installation eines Onlineshops eine Meisterprüfung oder ähnliches ablegen muss, aber ich möchte, dass niemand das Onlinebusiness unterschätzt und glaubt, er könne einfach so loslegen mit dem Geld verdienen. Diese Leute, die mit einer solchen Einstellung an die Sache herangehen, sie auf die leichte Schulter nehmen und unterschätzen, obwohl es oft um nicht kleine Summen geht, sind dann auch meist diejenigen, die am lautesten jammern, im Online-Business gäbe es nur Lügner und Betrüger. Alle wären nur darauf aus, ihnen ihr sauer verdientes Geld abzuluchsen und gleichzeitig würden die auch noch mit allen Mitteln zu verhindern suchen, dass man Erfolg habe.
Das ist wieder die klassische Konstellation: Immer sind die Anderen Schuld an der eigenen Unwissenheit, Unbedarftheit, Leichtsinnigkeit, Gutgläubigkeit, Tatenlosigkeit und auch Faulheit. In der nächsten Sekunde wird dann nach dem „Staat“ gerufen. Der müsse das jetzt aber mal unbedingt regeln, sie schützen, ihnen helfen, ihnen möglichst auch noch die Verantwortung abnehmen. Womit wir wieder bei der Einstellung wären.
„Hilf Dir selbst, dann wird Dir geholfen!“ Diesen Spruch sollten Eltern ihren Kindern mit auf den Weg geben. Zumindest dann, wenn diese später vorhaben in den Onlinehandel einzusteigen. Es gibt im Online-Business keine irgendwie vorgeschriebene Ausbildung. Ich zähle die vielen Kurse und Workshops, die einen zum Experten für Affiliate-, Social-Media- oder Ähnliches ausbilden wollen nicht in die Kategorie „Ausbildung“, wie wir sie von anderen Berufen und Tätigkeiten kennen, obwohl diese oft schon in die richtige Richtung gehen.
“Je größer das Wissen, desto kleiner das Risiko!”Ich kann es nicht oft genug betonen. Wer kein eigenes Wissen hat, muss zwangsläufig auf die Meinungen anderer vertrauen. Vertrauen ist aber keine gute Basis für finanzielle Entscheidungen. Vertrauen Sie keinem Experten, werden Sie selbst einer und vertrauen Sie sich selbst. Selbstvertrauen! Und, wenn Sie sich selbst vertrauen, vertrauen Ihnen auch andere, nämlich Ihre Kunden!
Weitermachen!
Scheitern Sie einmal, zweimal oder auch dreimal. Aber geben Sie nicht auf! Betrachten Sie Ihre ersten Gehversuche im Internet als Übung. Nehmen Sie die Sache ernst, versuchen Sie alles, aber kalkulieren Sie auch immer das Scheitern mit ein. Sammeln Sie Erfahrungen. Riskieren Sie nur so viel, dass Sie auch noch ruhig schlafen können. Trauen Sie sich Fehler zu machen, denn Fehler werden Sie hundertprozentig machen. Nehmen Sie Misserfolge nicht persönlich. Sehen Sie diese nicht als Zeichen mangelnder Eignung, sondern als Quelle von Wissen. Lernen Sie aus jedem einzelnen Fehler.
Es gibt Tage, da werden Sie sich an diese Zeilen erinnern und mich auslachen oder auch verfluchen. Was hätte ich hier nur für einen Mist zusammengeschrieben. Kein Problem, damit kann ich leben, weil ich diese Emotionen verstehe. Ich habe sie selbst durchgemacht, zum Genüge und manchmal erwischt es mich auch heute noch. Nur, machen Sie eines nicht: Geben Sie nicht einfach auf, denn dann bleibt definitiv alles so, wie es ist. Nichts wird sich ändern. Kein Traum, kein Wunsch wird sich erfüllen. Nur wer etwas wagt, wird auch gewinnen!
Denken Sie immer daran: Vielen Menschen ist es schon ähnlich ergangen, wie Ihnen in diesen Momenten. Viele haben gezweifelt und geflucht, geweint und sind liegen geblieben. Einige aber sind aufgestanden und haben weiter gemacht. Immer wieder. Das ist wie eine lange Reihe von Sieben, die Löcher werden von Station zu Station immer feiner. Die meisten Erfolgsaspiranten werden ausgesiebt. Die Spreu trennt sich vom Weizen. Nicht die Schönsten kommen weiter oder die Klügsten, sondern allein die Willensstärksten. Auch das ist eine Unternehmereigenschaft!
[/toggle][toggle class=”” title=”Erfolg im Internet Teil 13: Der Weg ist das Ziel!”]
Der Weg zum Erfolg ist lang, steil und mit den reglosen Körpern der vielen Gescheiterten gepflastert. Nur hört und sieht man von denen nichts mehr. Einzig die wenigen, die strahlend den Gipfel überhaupt erreichen, werden von unten wahrgenommen. Das müssen Sie wissen, bevor Sie sich selbst auf den Weg machen. Und widerstehen Sie der Versuchung einer vermeintlichen Abkürzung zu folgen. Aufwärts kommt man nur mit der Erfahrung, die man auf dem beschwerlichen Weg selbst sammelt. Noch mehr als anderswo gilt: Der Weg ist das Ziel!
Selber gehen!
Als ich das einmal einem Kunden geraten hatte, wurde dieser richtig böse;: „Sind Sie dumm? Fehler will ich doch gerade vermeiden. Deshalb lasse ich mich doch von Ihnen beraten!“ Er erklärte mir noch ausführlich, dass er sich intensiv über alle Chancen und Risiken seiner Geschäftsidee informieren wolle, bevor er sich entscheidet.
Wahrscheinlich informiert er sich immer noch, denn wissen Sie, welche Informationen er im Grunde suchte? Eine einzige Information: Die ultimative und absolut sichere Information, dass er hundertprozentig das Richtige machen würde. Die ultimative Sicherheit. Leider konnte ich ihm diese nicht geben. Ich konnte ihm das Risiko seiner Entscheidung nicht abnehmen. Ich konnte ihm seine Entscheidung nicht abnehmen! Den Mumm müsse er schon alleine aufbringen. Das habe ich ihm auch so gesagt und nie wieder etwas von ihm gehört.
In der Zwischenzeit wird er seine eigenen Erfahrungen gemacht haben. Ich hoffe nur, er hat sich später nicht, nach intensiver „Beratung“ versteht sich, für ein „absolut risikoloses Geschäftsmodell“ entschieden, eine dieser „Gelddruckmaschinen“, weil dieser Verkäufer ihm im ausführlichen Beratungsgespräch im Gegensatz zu mir das Risiko einfach ausgeschlossen hatte.
Das ist jetzt keine Polemik. Man kann feststellen, dass nicht nur die leichtgläubigen Zeitgenossen, sondern genau so die „Sicherheitsfanatiker“ oft auf solch dubiose Versprechungen hereinfallen. Irgendwann nämlich wird der Wunsch (die Gier) nach einer, der einen sicheren Geschäftsidee, stärker als der Verstand und man redet sich ein, dass diese, bei klarem Verstand eigentlich sofort als Lügen enttarnten Marketing-Sprüche, schon stimmen werden. Das ist ein schleichender Prozess. Man redet sich das Ganze regelrecht schön. Jeden Tag glaubt man ein wenig mehr daran, bis man schließlich handelt und sein ganzes Geld (oft auch noch ein wenig mehr) in solch eine „Gelddruckmaschine“ investiert.
Es folgen meist noch einige verzweifelte Versuche, das „todsichere“ Geschäft zum Laufen zu bringen, aber dann fällt der Groschen, das Denken wird von einer auf die andere Minute wieder klar und (mir wurde das schon einige Male erzählt) man schämt sich in Grund und Boden, weil man so dumm und leichtgläubig war, obwohl man sonst im Leben nie solche riskanten Dinge machen würde und immer besonderen Wert auf Sicherheit legt.
Wenn ich den Leuten dann sage, woran es meiner Meinung nach lag, dass sie so daneben gelegen haben, stimmen Sie mir, nach einem Moment des Nachdenkens, oft zu: Sie hätten zwar versucht, wie ein Geschäftsmann an die Sache heranzugehen, (was auch gut und richtig ist), aber sie hatten eines nicht gemacht: Sie hatten nicht gelernt mit Risiken umzugehen, sie zu akzeptieren und mit ihnen als einem notwendigem Übel zu leben. Wären sie schon zu Anfang bereit gewesen auch nur ein kleines Restrisiko einzugehen, statt die totale Sicherheit zu suchen, hätten sie zwar auch scheitern können, aber das wäre nicht weiter schlimm gewesen. So hätten sie gelernt, mit größeren Risiken umzugehen und diese realistisch einzuschätzen. Sie hätten gelernt, wie ein Geschäftsmann zu denken!
Die einen fassten wieder Mut und gingen, mit dem festen Vorsatz, nicht wieder auf solche dummen Versprechungen hereinzufallen, an das nächste Projekt und andere hatten so gründlich die Nase voll vom Internet-Business, dass sie nie wieder etwas damit zu tun haben wollten. Sie gaben auf und kehrten zurück in ihre kleine, sichere, nur nicht mehr ganz so heile Welt. Ich hatte zwar allen geraten nicht aufzugeben, aber manche waren einfach zu enttäuscht, wohl auch über sich selbst, als dass sie noch einmal den Mut oder die Kraft gehabt hätten, etwas anderes zu beginnen. Obwohl sie doch gerade eine der wichtigsten Lektionen im Business gelernt hatten! Noch so eine völlige Fehleinschätzung würde ihnen wahrscheinlich nicht mehr passieren.
Denen, die weiter machen wollten, riet ich nur, es diesmal in einem kleineren Rahmen, mit überschaubarem Risiko, zu versuchen und auch einfach lockerer an die Dinge heranzugehen. Erfolg kann man nicht erzwingen. Man muss ihn erlernen und dazu muss man bereit sein Fehler zu machen, denn daraus lernt man bekanntlich man meisten.
Lernen!
Erinnern Sie sich noch an den, oben bereist erwähnten, typischen Eltern- und Verwandtenspruch aus, vielleicht auch ihrer Kindheit? „Mach erst mal eine ordentliche Ausbildung!“ Warum gilt dieser Spruch anscheinend nicht für das Internet-Busniness oder den Onlinehandel?
Ich habe dieses Phänomen schon im letzten Teil angesprochen. Für so gut wie jeden verantwortungsvollen Beruf muss man mindestens 2 Jahre lang eine Ausbildung absolvieren. Und die Tätigkeit als Onlinehändler ist sogar überdurchschnittlich verantwortungsvoll, weil man Entscheidungen in vielen Bereichen treffen muss, bei denen es im Positiven wie im Nagativen um einige Tausend bis zehntausend Euro gehen kann. Manche riskieren sogar ihr ganzes, mühsam Erspartes in ein Projekt, aber ohne fundierte Kenntnisse darüber gesammelt zu haben.
Ich möchte hier jetzt nicht weltfremd fordern, dass jeder Shopbetreiber vor Installation eines Onlineshops eine Meisterprüfung oder ähnliches ablegen muss, aber ich möchte, dass niemand das Onlinebusiness unterschätzt und glaubt, er könne einfach so loslegen mit dem Geld verdienen. Diese Leute, die mit einer solchen Einstellung an die Sache herangehen, sie auf die leichte Schulter nehmen und unterschätzen, obwohl es oft um nicht kleine Summen geht, sind dann auch meist diejenigen, die am lautesten jammern, im Online-Business gäbe es nur Lügner und Betrüger. Alle wären nur darauf aus, ihnen ihr sauer verdientes Geld abzuluchsen und gleichzeitig würden die auch noch mit allen Mitteln zu verhindern suchen, dass man Erfolg habe.
Das ist wieder die klassische Konstellation: Immer sind die Anderen Schuld an der eigenen Unwissenheit, Unbedarftheit, Leichtsinnigkeit, Gutgläubigkeit, Tatenlosigkeit und auch Faulheit. In der nächsten Sekunde wird dann nach dem „Staat“ gerufen. Der müsse das jetzt aber mal unbedingt regeln, sie schützen, ihnen helfen, ihnen möglichst auch noch die Verantwortung abnehmen. Womit wir wieder bei der Einstellung wären.
„Hilf Dir selbst, dann wird Dir geholfen!“ Diesen Spruch sollten Eltern ihren Kindern mit auf den Weg geben. Zumindest dann, wenn diese später vorhaben in den Onlinehandel einzusteigen. Es gibt im Online-Business keine irgendwie vorgeschriebene Ausbildung. Ich zähle die vielen Kurse und Workshops, die einen zum Experten für Affiliate-, Social-Media- oder Ähnliches ausbilden wollen nicht in die Kategorie „Ausbildung“, wie wir sie von anderen Berufen und Tätigkeiten kennen, obwohl diese oft schon in die richtige Richtung gehen.
“Je größer das Wissen, desto kleiner das Risiko!”Ich kann es nicht oft genug betonen. Wer kein eigenes Wissen hat, muss zwangsläufig auf die Meinungen anderer vertrauen. Vertrauen ist aber keine gute Basis für finanzielle Entscheidungen. Vertrauen Sie keinem Experten, werden Sie selbst einer und vertrauen Sie sich selbst. Selbstvertrauen! Und, wenn Sie sich selbst vertrauen, vertrauen Ihnen auch andere, nämlich Ihre Kunden!
Weitergehen!
Scheitern Sie einmal, zweimal oder auch dreimal. Aber geben Sie nicht auf! Betrachten Sie Ihre ersten Gehversuche im Internet als Übung. Nehmen Sie die Sache ernst, versuchen Sie alles, aber kalkulieren Sie auch immer das Scheitern mit ein. Sammeln Sie Erfahrungen. Riskieren Sie nur so viel, dass Sie auch noch ruhig schlafen können. Trauen Sie sich Fehler zu machen, denn Fehler werden Sie hundertprozentig machen. Nehmen Sie Misserfolge nicht persönlich. Sehen Sie diese nicht als Zeichen mangelnder Eignung, sondern als Quelle von Wissen. Lernen Sie aus jedem einzelnen Fehler.
Sie fangen bei einem Scheitern niemals mehr ganz unten an. Kein Sturz endet ganz unten, denn die Erfahrung, die Sie gesammelt haben, macht es Ihnen beim nächsten Mal viel, viel leichter. Der Aufstieg geht schneller und kostet weniger Kraft. Deshalb steigt die Chance den Gipfel zu erreichen mit jedem Sturz. Ein erfolgreicher Unternehmer hat einmal gesagt: “Man muss erst dreimal scheitern, bevor man Erfolg hat.” Viele andere erfolgreiche Unternehmer werden Ihnen dies bestätigen.
Es gibt Tage, da werden Sie sich an diese Zeilen erinnern und mich auslachen oder auch verfluchen. Was hätte ich hier nur für einen Mist zusammengeschrieben. Kein Problem, damit kann ich leben, weil ich diese Emotionen verstehe. Ich habe sie selbst durchgemacht, zum Genüge und manchmal erwischt es mich auch heute noch. Nur, machen Sie eines nicht: Geben Sie nicht einfach auf, denn dann bleibt definitiv alles so, wie es ist. Nichts wird sich ändern. Kein Traum, kein Wunsch wird sich erfüllen. Nur wer etwas wagt, wird auch gewinnen!
Denken Sie immer daran: Vielen Menschen ist es schon ähnlich ergangen, wie Ihnen in diesen Momenten. Viele haben gezweifelt und geflucht, geweint und sind liegen geblieben. Einige aber sind aufgestanden und haben weiter gemacht. Immer wieder. Das ist wie eine lange Reihe von Sieben, die Löcher werden von Station zu Station immer feiner. Die meisten Erfolgsaspiranten werden ausgesiebt. Die Spreu trennt sich vom Weizen. Nicht die Schönsten kommen weiter oder die Klügsten, sondern allein die Willensstärksten. Auch das ist eine Unternehmereigenschaft!
[/toggle][toggle class=”” title=”Erfolg im Internet Teil 14: Nicht reden, machen!”]
Was ich in diesem Teil schreibe, gilt für Existenzgründer genau so gut, wie für Geschäftsleute, die ein neues Projekt umsetzen wollen. Die vielleicht ihren Shop erweitern oder eine Blog eröffnen, endlich das lang geplante Firmenvideo drehen oder die Facebook-Seite anlegen wollen. Die folgenden Zeilen sind an alle gerichtet, die nicht reden, sondern machen wollen!
Losgehen!
In den vorangegangenen Teilen unserer kleinen Erfolgs-Serie haben wir uns ausführlich mit den richtigen Voraussetzungen, Einstellungen, Vorbereitungen, usw. befasst, aber wir sind so noch keinen einzigen echten Schritt vorangekommen. Planen, durchdenken, Risiken abwägen, alles wichtig und richtig, bringt einen aber nicht wirklich weiter. Wird Zeit, dass wir endlich anfangen!
Womit wir auch schon beim ersten Problem wären: Wie legt man denn nun los? Womit fängt man an, auf dem langen Weg zum großen Erfolg?
Die Antwort wird Sie jetzt vielleicht überraschen: Das ist völlig egal! Hauptsache, Sie machen überhaupt irgendetwas. Wenn Sie überlegen einen Onlineshop zu eröffnen, gibt es viele verschiedene Punkte, wo Sie anfangen können. Die einen suchen sich zuerst die besten Hersteller oder Großhändler. Die anderen das passende Shopsystem. Die Dritten wiederum überlegen gar erst, in welcher Branche sie aktiv werden wollen und die vierten arbeiten am Businessplan, um das Finanzielle zu klären.
Alles richtig, weil alles dazugehört und auch gemacht werden muss. Es spielt in diesem Moment überhaupt keine Rolle, womit Sie anfangen. Es gibt keine Vorgaben, keine „Goldenen Regeln“, keinen „10-Punkte-Liste“, die Sie unbedingt genau in der vorgegebenen Reihenfolge abarbeiten müssen. Jeder Mensch sollte hier seinen eigenen Weg gehen. Kreative Menschen haben schon eine genaue Vorstellung vom Shop-Design und den Werbeflyern, aber noch keine Idee, wie Sie den Programmierer bezahlen sollen und andere haben einen konkreten Finanzierungsplan, aber keine Ahnung, wie ihr Shop eigentlich aussehen soll.
Um erfolgreich zu sein, müssen sich beide aber auch mit den Bereichen beschäftigen, die sie nicht so „interessieren“. Von denen sie das Gefühl haben, diese hemmen sie. Rauben ihnen die, gerade jetzt so wichtige, Energie. Bremsen Sie aus. Lassen sie erstarren. Sind der Grund dafür, dass sie nicht von der Stelle kommen, nicht anfangen. Die Energie nehmen diesen Menschen nicht die Probleme wie Businessplan, Webdesign, Shopsoftware, Wareneinkauf. Die lassen sich alle lösen. Die Energie nimmt ihnen etwas anderes: die Unsicherheit, das Gefühl, da ist noch ein ungelöstes, aber wahrscheinlich wichtiges Problem. Die Ahnung, das dort ein großer, unbekannter Brocken auf ihren Weg zum Erfolg liegt, den man beiseite räumen müsste, aber man findet keinen Punkt, wo man den Hebel ansetzen müsste.
Abkürzungen und Schleichwege führen nicht zum Ziel!
Schon an dieser Stelle, in diesem Moment, machen viele Leute den ersten großen, oft entscheidenden Fehler. Sie blenden die ungelösten Probleme aus und konzentrieren sich auf das, was sie meinen, zu können. Die Webseite wird entworfen oder die „Entscheidung“ für eine „sichere Shoplösung“ bei einem der großen Anbieter getroffen. Um alles andere könne man sich später ja noch kümmern. Jetzt wäre es erst einmal wichtig, überhaupt anzufangen. Ware wird bestellt, der Programmierer beauftragt.
Es dauert nicht lange, da stellt man fest, die Shoplösung von der Stange bietet doch nicht alle wichtigen Funktionen, aber das wusste man zum Zeitpunkt der „Entscheidung“ ja noch gar nicht, denn man hatte sich noch keine Gedanken gemacht, was so ein Shop überhaupt „können“ müsse. Von PayPal hatte man ja schon mal gehört, aber die meisten Kunden würden das bestimmt nicht nutzen. Man selbst traue diesen neumodischen Zahlungsdingern ja auch nicht. Dass es von diesen Dingern sogar noch ein Dutzend weitere geben könnte, die einem sogar das Zahlungsrisiko beim „Kauf gegen Rechnung“ abnehmen würden, hatte man noch nie gehört.
Überhaupt, Zahlungsrisiko? Das gibt’s im Internet doch nur, wenn man bei Gaunern und Betrügern einkauft. Das auch Verkäufer einem hohen Risiko betrogen zu werden, ausgesetzt sein können, merken viele erst, wenn der Schaden eingetreten ist.
Und was nützt der tolle, super designte, Webshop, wenn man nichts verkauft? Wie soll man da den Programmierer bezahlen? Wenn man das auch gerade noch schafft, fehlt einem vielleicht das Geld für Marketingaktionen. Wer hätte auch gedacht, dass AdWords so teuer sein kann, und gebracht hat‘s überhaupt nichts! Bleibt also nur noch der lange, beschwerliche Weg über kostenlose Marketingmaßnahmen Besucher zu generieren. Ob die auch zu zahlenden Kunden werden, ist aber mehr als ungewiss, denn die Konkurrenz hat unverschämt billige Preise. Ehrlich: Wie machen die das nur?
Und: Hätte man gewusst, dass schon so viele andere das Gleiche machen, hätte man sich’s vielleicht doch besser überlegen sollen mit der tollen Shopidee.
Räumen Sie die großen Brocken aus dem Weg!
Es ist zwar nicht wichtig, wo man anfängt, aber es ist unbedingt wichtig, dass man alle Bereiche abarbeitet, den Weg von den großen Steinen freiräumt, bevor man losgeht. Suchen Sie nicht irgendwelche Schleichwege oder Abkürzungen. Die dicken Brocken, die Sie nicht gleich aus dem Weg räumen, fallen Ihnen sonst irgendwann ganz kräftig auf die Füße.
Dann müssen Sie die Dinger wegräumen, um weiterzukommen. Nur haben Sie meist genau in diesen Momenten weder die Zeit, noch das Geld um sich intensiv darum zu kümmern, denn sie stecken schon mittendrin und müssen sich gleichzeitig um die ganzen anderen Sachen kümmern, die ein laufender Internet-Betrieb so mit sich bringt. Ganz schnell kommt eine Kettenreaktion in Gang:
Erst fehlt nur die Zeit, um alle aktuellen und nun auch zusätzlich die verdrängten Probleme zu erledigen. Gerade am Anfang eines Projektes, am Beginn einer Selbstständigkeit ist Zeit auch bei noch so guter Vorbereitung, dass, was immer fehlt. Es gibt keine „Gelddruckmaschinen“, die man nur anwerfen muss und sich dann entspannt zurücklehnen kann.
Fehlende Zeit kostet immer Geld: Das Sie verlieren, weil Sie sich nicht intensiv um Kunden, Marketing, Einkauf etc. kümmern können oder weil Ihr Shop einige wichtige Funktionen eben nicht hat. Dazu hatten Sie schon jede Menge Ausgaben, um das Projekt überhaupt auf die Beine zu stellen. Jedes Projekt verursacht erst einmal Kosten, bevor es Einnahmen abwirft. Was aber, wenn diese Einnahmen nicht wie erwartet sprudeln, sondern die Ausgaben sogar noch größer werden, als ursprünglich geplant!
Fehlende Zeit und fehlendes Geld zusammen, über einen längeren Zeitraum, kosten Kraft und Energie. Man gibt alles, um nebenbei vorher Versäumtes nachzuholen und muss trotzdem zusehen, wie das Geld immer weniger wird. Also noch mehr arbeiten, noch weniger schlafen, noch weniger Energie. Ein Teufelskreis. Das zermürbt innerhalb weniger Wochen auch den größten Optimisten!
So oder so ähnlich läuft es bei den allermeisten Menschen ab, die mit einer Idee, mit einem Projekt scheitern. War man dann zumindest so klug nicht alle Ersparnisse zu riskieren, um gleich das ganz große Rad zu drehen, fällt es einem einfacher aufzuhören, bevor es zum völligen Zusammenbruch, finanziell und körperlich, kommt. Es fällt einem leichter sich einzugestehen, einige hundert Euro in den Sand gesetzt zu haben, als zugeben zu müssen, die nächsten 20 Jahre für etwas bezahlen zu müssen, das einfach nicht richtig durchdacht war.
[/toggle][toggle class=”” title=”Erfolg im Internet Teil 15: Kleine Schritte zu großen Zielen!”]
Mein ganz persönlicher Rat im letzten Teil: Fangen Sie klein an, dann können Sie sich auch ein Scheitern, was man nie hundertprozentig ausschließen kann, leisten. Daraus lernen Sie oft mehr für ihr nächstes Projekt (und fürs Leben) als wenn Ihnen der Erfolg nur so zufliegen würde.
Und der zweite wichtige Tipp: Beschäftigen Sie sich bereits am Anfang, vor dem eigentlichen Start mit allen Aspekten eines Projektes!
Arbeiten Sie konsequent, auch wenn es reine Fleißarbeit ist, alle relevanten Bereiche der neuen Geschäftsidee ab:
Versuchen Sie einen möglichst realistische Kostenplan zu erstellen und planen Sie Reserven ein!
Überlegen Sie sich dann, ob Sie ein solches finanzielles Risiko auch wirklich eingehen wollen. Spielen Sie auch den Fall eines völligen Scheiterns, den Totalverlust, durch. Auch wenn Sie es als nicht realistisch einschätzen. Keiner plant ein Projekt, wenn er davon ausgeht, dass es scheitert.
Aber wenn Sie sich auch diese Möglichkeit schon vorher bewusst gemacht und innerlich akzeptiert haben, Sie also bereit sind, die, wenn auch schmerzlichen, Folgen eines totalen Scheiterns zu akzeptieren, gehen Sie ganz anders an die Sache heran. Ruhiger und entspannter, weil Sie einen Notausgang haben. Der emotionale Druck, wenn es denn zu Schwierigkeiten kommt, ist in diesem Falle nicht annähernd so groß, als wenn Sie alles auf eine Karte gesetzt haben und sich ein Scheitern eigentlich gar nicht leisten können.
Und wenn Sie vorher, bei der Prüfung, festgestellt haben, dass Sie sich ein Scheitern nicht leisten können, lassen Sie es bleiben! Das Projekt ist, zumindest in dieser Form, zu riskant für Sie. Einzig auf den Erfolg, die erwarteten Einnahmen zu setzen ist Spekulation. Wollen Sie mit ihren Spargroschen spekulieren? Lassen Sie es besser ganz bleiben oder reduzieren Sie das Risiko auf ein vernünftiges Maß.
Informieren Sie sich über alle rechtlichen Aspekte Ihres Geschäftsfeldes!
Hier gebe ich Ihnen den Rat, sich Rat bei Fachleuten, also auf E-Commerce spezialisierte Anwälten, zu holen. Einfache Schutzpakete für rechtlich einwandfreie Texte auf den Webseiten oder einfache AGB von der Stange gibt es schon für wenige Euro im Monat. Je aufwendiger und individueller und auch teurer Ihr Projekt werden soll, desto mehr Feinheiten müssen naturgemäß beachtet werden und desto teurer, aber auch wichtiger wird der Rat eines Fachanwaltes.
Analysieren Sie die Konkurrenz!
Verschaffen Sie sich einen Eindruck vom Marktumfeld, in dem Sie planen tätig zu werden.
Wie viel Konkurrenz gibt es?
Welche Preise haben diese?
Was bieten deren Webseiten und Shops an Funktionen?
Welche Zahlungssysteme bieten diese an?
Welche Marketingaktionen werden gemacht?
Wo macht die Konkurrenz Werbung?
Denken Sie dabei immer daran: Hier müssen Sie mithalten! Es hilft Ihnen nichts, das Sie die hübscheste Webseite von allen haben, wenn Sie zu teuer sind. Gute Preise nützen nichts, wenn niemand Ihren Shop findet, weil andere besseres Marketing machen. Schauen Sie sich alles genau an und versuchen Sie das Beste von allen anderen zu übernehmen!
Ich fordere Sie hier nicht auf, Konzepte oder Texte einfach zu kopieren. Das bringt meist, außer Ärger mit der Konkurrenz und deren Anwälten, nichts, denn solchen Eins-zu-Eins-Kopien fehlt fast immer das Persönliche, das Individuelle und gerade das hebt einen guten Shop ja von den anderen ab. Das aber macht den Wiedererkennungswert erst aus und lässt sie im Auge der Kunden nicht irgendein Shop, sondern der „Shop, der …“ werden. Auch das ist eine Form der Markenbildung, des „Brandings“, wie man heute so schön sagt.
Schauen Sie sich das Beste von den Anderen ab, aber setzen Sie es auf Ihre individuelle Weise um. Oft sieht man auf anderen Webseiten gute Ideen, aber denkt sich: „Ich hätte das aber so und so gemacht.“ Na, dann machen Sie es auch so! Es muss nicht immer etwas total Neues, Bahnbrechendes, Weltbewegendes, noch nie da gewesenes sein, dass den überwältigenden Erfolg bringt. Man muss nicht der Erste sein, um mit einer Idee den größten Erfolg zu haben. Vielleicht erinnern Sie sich an den dritten Teil: Auch die größten Internet-Macher haben nicht mit völlig neuen Ideen das Internet revolutioniert. Sie haben bestehende Ideen aufgegriffen, verbessert, mit anderen Ideen kombiniert oder vielleicht auch einfach kopiert, aber etwas völlig Neues hat keiner erfunden.
Wenn Sie das alles gemacht haben, funktionieren die nächsten Schritte fast von ganz allein. Sie wissen, welche Funktionen Sie in Ihrem Shop haben wollen und können sich eine entsprechende Shopsoftware aussuchen. Vielleicht ist Ihnen bei er Konkurrenz schon die eine oder andere geeignete aufgefallen. Sie wissen, welche Preise Sie höchstens nehmen dürfen und können sich danach bei der Suche nach den Wareneinkaufsquellen richten. Und, Sie wissen auch, was das ganze Projekt höchstens kosten darf, damit Sie nachts noch ruhig schlafen können. Und dann?
Auf die Plätze, fertig, los!
Legen Sie los! Rufen Sie Großhändler an! Machen Sie Programmierer ausfindig! Suchen Sie sich eine gute Domain, usw. An diesem Punkt können Sie auf eine Vielzahl von Dienstleistern, oder wenn Sie es sich selbst zutrauen, auch Infoprodukten im Bereich Internet-Marketing zurückgreifen. Es gibt überall Videos, Workshops, Webinare und Ähnliches, die Ihnen zeigen, wie Sie eine Domain anmelden, einen Blog einrichten, E-Mail-Dienstleister findet, etc. Vertrauen Sie dabei aber bitte nicht den Versprechungen der Anbieter, wenn diese von „kinderleicht“, „wenig Arbeit“ und solchen Dingen reden. Es ist eine Menge Arbeit, die jeder, der ein Projekt startet, bewältigen muss.
Wäre es wirklich so einfach, wie Ihnen viele glauben machen wollen, würde es jeder machen und jeder hätte Erfolg!
Suchen Sie sich die richtigen Partner und Mentoren. Nicht die, die Ihnen die größten Versprechungen machen oder die, welche den vermeintlich größten Erfolg haben, sind die besten Partner oder auch Lehrer, sondern die Menschen, die Ihnen sympathisch sind, deren Art und Weise, wie sie auftreten, sich und auch ihre Produkte oder Dienstleistungen präsentieren, Ihnen gefällt. Wo Sie denken, so würde ich da auch machen. „Da bin ich einer Meinung.“ „Das ist ein Vorbild.“ Von diesen Menschen können Sie am meisten lernen, ohne sich verbiegen zu müssen. Vernetzen Sie sich mit solchen Leuten. Tauschen Sie sich mit anderen aus, die vielleicht genau so wie Sie, am Anfang eines Projektes stehen. Fragen Sie! Lernen Sie! Kommunizieren Sie!
Unternehmen Sie irgendetwas, denn schließlich sind Sie ein Unternehmer!
[/toggle][toggle class=”” title=”Erfolg für alle! Interview mit Uwe Glomb”]
Das Interview:
InternetUnternehmerAkademie: Wie man Ihrem Video entnehmen konnte, war Ihre Ausgangssituation ja nicht gerade günstig. Sie haben, wenn man so will, nicht einmal bei Null angefangen, sondern bei -300.000!
Uwe Glomb: Ja, das ist vollkommen richtig! Ich stand damals mit einer für meine Verhältnisse fast unvorstellbar hohen Summe von – 300.000 Euro vor dem Nichts. Doch ich wollte keinesfalls aufgeben, und traf meine Entscheidung, einer „Spinnerei“ zu folgen, wie es mein Umfeld damals titulierte.
Das machte es natürlich keinesfalls leichter, meiner getroffenen Entscheidung treu zu bleiben und dazu zu stehen. Doch ich kann nur sagen, wenn man etwas wirklich will, man sich ein Ziel gesetzt hat und dieses Ziel auch wirklich erreichen will, dann kann man schier Unvorstellbares schaffen. Ich hatte damals diesen „brennenden Willen“ in mir und nichts konnte mich von der Umsetzung abhalten.Denn wie sagt man noch so schön: der Glaube versetzt Berge! Schafft man es dann noch, sein Umfeld zu überzeugen und mit ins Boot zu nehmen, wenn man unterstützt wird, wird vieles leichter und klappt dann auch.
Am allerwichtigsten ist jedoch ist das Vertrauen, dass man in sich selber steckt! Denn im Grunde genommen hat man in einer solchen Situation nur sich selbst, auf den man bauen und vertrauen kann. Es gibt unter solchen Umständen immer wieder Menschen, Freunde und Bekannte, die einem sein Vorhaben ausreden wollen, dem Ganzen entgegen reden. Diese Leute finden die Situation, in der man sich befindet, als keinesfalls „so schlimm“; sehen sie einen selbst vielleicht „als einen von ihnen“, nach dem Motto: „Dem geht´s auch nicht besser, oder gar schlechter als mir!“. Ich persönlich glaube, dass dies daran liegt, dass solche Menschen ganz intuitiv ahnen, dass sich jemand der seinem Traum, der sein Ziel verfolgt, sich zwangsläufig verändern wird. Denn es ist eine Tatsache, dass sich das Leben dadurch verändert. Und so lässt man Zweifler, Neider und Ungläubige „hinter sich“ und startet in einen neuen Lebensabschnitt.
InternetUnternehmerAkademie: Was war ausschlaggebend? Das „Weg von“ oder doch das „Hin zu“? Woher bezogen Sie Ihre Motivation?
Uwe Glomb: Ausschlaggebend war für mich eigentlich beides. Ich wollte weg von dem Schuldenberg, hin zu einem Leben mit finanzieller Unabhängigkeit. Ich wollte hin zu einem entspannten Leben, weg von der Begrenztheit und dem Druck, die sich aus meiner Situation ergaben.
Meine Motivation ergibt sich einfach auch aus meinem Urvertrauen, dass ich schon von Kindesbeinen an habe und welches mir meine Eltern mit auf den Weg gaben. Ich bin ihnen dafür sehr dankbar, denn sie sagten mir immer, wenn du etwas willst, dann tue es! Es ergaben sich daraus Situationen, die für meine Eltern nicht immer leicht waren, wie z. B. mein Weggang ins Ausland. Doch sie haben mich gehen lassen und mich sogar unterstützt, denn ich hatte mich so entschieden.
Und genau daraus ziehe ich auch heute noch meine Motivation. Wenn ich etwas möchte, dann plane ich es und versuche es mit den mir möglichen Mitteln umzusetzen. Ich habe meine Zielvorstellungen, setze mir Etappenziele, richte mich alle paar Wochen (in der Startphase jede Woche) immer wieder darauf aus, bringe mich auf Kurs. Die Abstände dieses Abcheckens werden immer länger und nach 2-3 Monaten schaue ich dann immer konkret zurück, ob noch alles in der Spur ist, ob alles so läuft, wie ich es mir vorstelle.
Menschen werden durch die unterschiedlichsten Dinge motiviert. Mein Antrieb ist es, dass es meinem Umfeld gut geht. Ein tolles Essen, ein Grillfest veranstalten. Bei anderen ist es vielleicht ein dickes Bankkonto oder Auto. Finanzielle Unabhängigkeit möchte natürlich jeder, ich auch. Jedoch sind für mich persönlich zwei Punkte ganz dominierend und ausschlaggebend, sind meine Motivations-Pusher. Diese Punkte sind zeitliche und geographische Freiheit. Und an diesen beiden Stützpfeilern meiner Motivation arbeite ich auch immer noch.
InternetUnternehmerAkademie: Wie kamen Sie auf die Idee, es mit dem Internet zu versuchen? Was waren die Gründe?
Uwe Glomb: Wie so oft im Leben spielte hierbei „Kamerad Zufall“ eine sehr große Rolle. Das Internet interessierte mich sehr, so fing ich an, ein wenig „rumzubasteln“, Webseiten zu erstellen. Nur mit einem Handbuch und Editor bewaffnet, versuchte ich mich in der Erstellung von Webseiten. Die Resultate sahen mehr oder minder genauso schlecht aus, wie andere Webseiten, die ich im Netz fand.
Und doch kamen Leute auf mich zu, die durch meinen Freundes- und Bekanntenkreis davon erfahren hatten, und wollten, dass ich Webseiten für sie erstellte. Damit war mein Geschäft geboren. Es war noch ganz weit weg von dem, wo ich heute stehe, aber es war der Anfang. Ich kam zu der Erkenntnis, dass man in diesem Bereich (und mit meiner Vergangenheit, meinem riesigen Schuldenpaket) in kurzer Zeit, durchaus in 2,3 oder 4 Wochen, Umsätze in Höhe von 500 und 1.000 Euro – oder mehr – generieren konnte. Das war für mich ein echter Lichtblick und ließ mich dann auch konkret an dieser Idee festhalten.
InternetUnternehmerAkademie: Wie kristallisierte sich dann die konkrete Idee heraus? Hatten Sie das Konzept schon fertig in der Tasche als Sie loslegten oder entwickelte sich das Ganze eher aus der Situation heraus?
Uwe Glomb: Die Idee entwickelte sich einfach aus der Liebe zu der Tätigkeit. Viele Leute fragen mich immer wieder, warum ich so verbissen und vehement an diesem Kerngedanken festgehalten habe. Die Antwort ist ganz einfach. Es gibt in meinem Leben zwei Dinge, die ich absolut tun wollte und die ich dann auch tat. Zum einen war es, als Tauchlehrer im Ausland zu arbeiten, zum Anderen als Internet-Dienstleister tätig zu sein. Denn ob ich als Internet-Dienstleister in Berlin, Bielefeld, Gütersloh oder auf Mallorca bin, spielt keine Rolle. Ich brauche nur das Internet und ein Laptop und schon kann es losgehen.
Und genau das war die grundsätzliche Idee, die dahinter steht, das Konzept. Im Internet gab es auch immer Ideen von den unterschiedlichsten Leuten, aber es war nicht das, was letztendlich den Erfolg brachte. Für mich war es eine sogenannte „try and error“-Methode. Versuchen- und Fehler-Methode. Ich habe mir immer schon viel notiert, analysierte jedes Verkaufsgespräch, das ich führte. Dadurch fand ich sehr schnell heraus, wo sich meine Fehler immer wiederholten und konnte es ändern. Heute spricht man im Internet vom Splittesten.
Fakt ist, dass es sich im Vertrieb oder Verkauf nicht anders verhält. Wenn man feststellt, da funktioniert etwas nicht im Kundengespräch, dann formuliert man anders oder formuliert mehr nach dem entsprechenden Nutzen für den Kunden. Denn ganz wichtig ist zu sehen, dass der Vertrieb in einer Kundenberatung erst in zweiter Instanz etwas zu suchen hat. An primärer Stelle steht einfach die Kundenberatung, die Kundenaufklärung. Fühlt sich der Kunde gut beraten, wird er einen Abschluss tätigen. Meine Vorgehensweise entwickelte sich mit jedem geführten Kundengespräch weiter und brachte mir letztendlich die richtige Methode und den Erfolg.
Wenn ich heute zurückblicke, mir meine Vorgehensweisen von damals anschaue, kann ich nur mit dem Kopf schütteln bzw. kann ich nur schmunzeln. Ich habe mir regelrecht „einen abgebrochen“, habe versucht mit der „Brechstange weiter zu kommen“. Am Anfang erzählte ich den Kunden, was ich alles kann und wie toll ich bin. Letztendlich ist das für den Kunden unerheblich. Was zählt, was man erkennen muss, ist, dass der Kunde sich mitteilen, reden möchte. Und genau das kristallisierte sich für mich in den ganzen Jahren heraus. Wenn man im Vertrieb unterwegs ist, muss man ein offenes Auge und ein offenes Ohr für den Kunden haben, man muss wirklich auf den Kunden eingehen.A
Für mich gibt es konkret nur ein Erfolgsrezept und das lautet: Sei 100% beim Kunden! Es kann quasi ein Auto hinter dir explodieren, du bewegst dich nicht einen Moment vom Kunden weg! Die Augen und Ohren, einfach alle Sinne, bleiben absolut beim Kunden. Das ist das Allerwichtigste!
InternetUnternehmerAkademie: Haben Sie sich konkrete Ziele gesetzt?
Uwe Glomb: Ja natürlich, denn konkrete Ziele, eine konkrete Zielsetzung ist enorm wichtig. Zu Anfang war es mein Ziel, im ersten und zweiten Monat 2-3 Kunden zu haben. Das nächste Ziel war dann der Umsatz. Ich stellte fest, dass für Beratung und Webseitenerstellung viele Stunden drauf gehen, darum war eines ab dem dritten Monat ganz, ganz wichtig: den Umsatz pro Kunden zu erhöhen. Und dieses durch eine Verbesserung meiner Beratung.
Diese konkreten Ziele sind bis heute noch genauso für mich da. Ich möchte meine Agentur erweitern, möchte einfach noch mehr Leute in meinem Team haben. Für mich ist eines sehr wichtig: der Spaß an der Arbeit. Alle sollen morgens gerne wieder ins Büro kommen. Aber bitte nicht verraten, sonst muss ich noch Eintritt verlangen! (lacht)
InternetUnternehmerAkademie: Das waren ja eher kleine Ziele für den Anfang. Hatten Sie, als Sie anfingen, ein positives Gefühl? Waren Sie hoch motiviert? Oder vielleicht doch auch ein wenig Angst zu scheitern, bei der Ausgangslage?
Uwe Glomb: Mein Gefühl am Anfang war absolut positiv, ich hatte meine Entscheidung getroffen und war auf jeden Fall hochmotiviert. Ich möchte noch einmal ganz klar sagen, dass es absolut wichtig ist, seiner Entscheidung treu zu bleiben, trotz der vielen Einflüsse von außen, die einen vielleicht zweifeln lassen. Man muss seinen Weg gehen, seiner Zielsetzung folgen, es einfach nur tun. Meine Motivation war von Anfang an voll da, weil ich auch sofort Erfolge erzielte. Mit dem ersten Kundentermin hatte ich ja auch direkt meinen ersten Auftrag.
Angst zu scheitern? Wer hat das nicht, vor allem mit einem finanziellen Hintergrund, wie ich es hatte. Für mich war es einfach so: „schlimmer kann es ja nicht mehr kommen.“ Wenn man also einfach seinen Zielen treu bleibt, auch mit Nackenschlägen immer wieder aufsteht und weitermacht, dann funktioniert es auch. Da sich bei mir die Erfolge sehr schnell abzeichneten, verlor ich ebenso schnell die Angst zu scheitern. Und der Erfolg gab mir ja auch immer wieder recht.
InternetUnternehmerAkademie: Waren Sie von Anfang an überzeugt, dass Ihre Idee ein Erfolg werden würde?
Uwe Glomb: Ganz ehrlich? … eigentlich nicht. Aber wie ich oben schon erwähnte, bin ich so erzogen worden, dass was ich möchte, auch zu tun. Die Idee mit Internet-Dienstleistungen Geld zu verdienen, habe ich mehr oder weniger zufällig aufgegriffen. Das Internet interessierte mich, ich wollte verstehen, wie es funktioniert, wollte Webseiten erstellen. Die Webseiten, die ich damals fand, hatten alle eine schlechte Darstellung. Ich wollte es besser machen.
Allerdings muss ich zugeben, dass meine Seiten zunächst auch nicht viel besser waren. Und trotzdem gefielen sie meinen Freunden und Bekannten sehr gut und so kamen dann die ersten Kunden zu mir. Es zeigte mir ganz klar, dass ich da auf einen großen Markt gestoßen war, dass es dort noch sehr viel Bedarf gab. Ich verbesserte meine Vorgehensweise beim Kunden mit jedem Termin und mit jedem Auftrag, der rein kam, wurde mir klar, dass ich aus meinem finanziellen Desaster heraus kommen konnte und mich langfristig dahin bringen würde, meine Familie zu ernähren und gut leben zu können.
InternetUnternehmerAkademie: Wie lief es in den ersten Tagen. Kamen Sie schnell voran?
Uwe Glomb: Es verhielt sich so, dass ich mich damals erst mal 2 Tage zurückzog und nachdachte. Ich setzte mich mit Freunden und Bekannten zusammen, ich wollte ihnen einfach zeigen, was ich von nun an machen wollte. So zeigte ich Ihnen also, wie man eine Webseite erstellt. Der Erfolg war: große, fragende Augen in der Runde. Ich bat sie dann alle im Ihre Mithilfe, ganz nach dem Motto: jeder Mensch kennt viele Menschen!
So fingen wir an Listen zu erstellen, mit den Namen und Adressen, mit denen man im täglichen Leben zu tun hat: die Reinigung, der Frisör, die Pizzeria, die Autowerkstatt, usw. Daraus entstand eine Liste, die ich noch heute pflege und aus der ich noch immer Aufträge generiere. Aber, und das ist auch ganz wichtig, aus der ich auch Empfehlungen bekomme.
Und solch eine Liste ist die eigentliche Basis. Es geht nicht darum Webseiten an die Cousine, den Schwager oder den Onkel zu verkaufen, es sei denn, er ist selbstständig oder hat ein eigenes Geschäft (lacht), sondern es geht primär darum, Kontakte zu knüpfen. Denn wenn z. B. die Schwester schon mal bei dem Frisör anruft und mich avisiert, ist das schon mal die halbe Miete. Für mich war es damals die Pizzeria, wo wir jeden Mittwoch zum Essen hin gingen. Ich habe dort einen Termin gemacht und ging dann, nach knapp einer Stunde, mit meinem ersten Auftrag nach Hause.
InternetUnternehmerAkademie: Womit haben Sie überhaupt angefangen? Was haben Sie zu allererst gemacht?
Uwe Glomb: Angefangen habe ich damit, mich in die Materie einzuarbeiten. Ich erstellte als Erstes also eine Webseite anhand eines Handbuches und eines Editors. Ebenso hatte ich mir Adressmaterial vorbereitet, so dass ich direkt bei den Kunden anrufen konnte, mich melden konnte. Im Weiteren bin ich in die Industriegebiete gefahren, bin von Firma zu Firma und habe dort meine Visitenkarte hinterlassen. Das ist für mich eine ganz wichtige Vorbereitung, denn man sollte sich schon heute die Adressen besorgen, die man morgen kontaktieren möchte.
Wesentlich ist einfach, immer dran zu bleiben, keine riesigen „Löcher“ entstehen bzw. einreißen lassen. Das passiert am Anfang sehr schnell, wenn man so in den Tag hinein lebt, sich vielleicht denkt: „Och, morgen rufe ich mal den und den an.“ oder so. Aber genau das sollte man tunlichst vermeiden.
InternetUnternehmerAkademie: Wann stellten Sie die ersten Schwierigkeiten ein?
Uwe Glomb: Gar nicht. Diese Frage stellte sich nicht, denn wenn es zu Problemen kam, der Kunde etwas wollte, was ich nicht selber realisieren konnte, holte ich mir sofort Hilfe von außen. Damals wie heute habe ich diese Dienstleistung outgesourct.
InternetUnternehmerAkademie: Hatten Sie irgendwann einmal Zweifel das Projekt überhaupt fertig zu bekommen?
Uwe Glomb: Bei dieser Frage geht es ja um das IEFA-Konzept, den Videolehrgang. Und ja, es waren ehrlich gesagt, schon permanente Zweifel da. Ich muss auch ganz offen sagen, dass ich das ohne meine Familie und Freunde nicht „gebacken“ bekommen hätte. Es sind einfach so viele Sachen auf mich zugekommen, mit denen ich gar nicht gerechnet hatte. Ob es mal technische Dinge waren, Dinge rund um die Videos, dann mal wieder der Ton … Es hatte teilweise den Anschein, es wolle nicht enden.
Und hier muss ich aus heutiger Sicht ganz klar sagen, man sollte frühzeitig auch mal „Fünfe gerade sein lassen“! Man kann vieles machen, es sollte auch perfekt sein, das wünscht sich ja jeder, aber wenn man ein Projekt im Vorfeld durchgeplant hat, dann sollte man auch hier seinem Plan und Urteil treu bleiben. Und eben auch genauso dran gehen. Es umsetzen dann wird es auch klappen.
InternetUnternehmerAkademie: Hatten Sie jemanden, der Ihnen dabei half, Familie, Freunde ?
Uwe Glomb: Ja, ich hatte Hilfe. Auf der einen Seite habe ich mir jemanden von außen ins Boot geholt, der mich mit der Technik unterstützt hat. So brauchte ich mich nicht mit dem Aufsetzen auseinandersetzen, brauchte mich nur um die Inhalte kümmern.
Familie und Freunde … ein ganz wichtiger Punkt, denn die haben mich dabei unterstützt, durchzuhalten, am Ball zu bleiben. Sie haben sich immer wieder geduldig abgedrehte Video-Clips angeschaut, ihre Meinung dazu kund getan. Ich bin dafür wirklich sehr, sehr dankbar, denn eben ohne diese Unterstützung, ohne den Mut und den Zuspruch, den sie mir immer wieder gegeben haben, hätte ich die eine oder andere Sache so nicht gemacht … und dann wäre das IEFA-Konzept nicht so geworden, wie es jetzt ist.
InternetUnternehmerAkademie: Gab es auch Menschen, die an Ihrem Erfolg zweifelten, Ihnen nicht zutrauten, es zu schaffen?
Uwe Glomb: Diesbezüglich ist mir aus meinem direkten Umfeld heraus nichts bekannt. Es wurden mir gegenüber auch keine Zweifel geäußert. Ich kann mich da nur an eine Frage meiner Eltern erinnern. „Ist es wirklich das, was du willst?“ war diese Frage. Nachdem ich ihnen das mit einem ganz klaren „Ja!“ beantwortet habe, war das Thema auch schon wieder vom Tisch. Ob es andere Menschen gab, Menschen, die nicht in meinem direkten Umfeld sind, die an dem Erfolg zweifelten oder mir auch ein Scheitern wünschten, kann ich nicht sagen. Ich hätte mich davon aber auch keinesfalls beeinflussen lassen.
InternetUnternehmerAkademie: Was hat Sie immer wieder hinter den Schreibtisch und vor die Videokamera gebracht?
Uwe Glomb: Ich könnte jetzt ganz philosophische Worte wählen, die Inspiration, usw. Tatsache ist aber, dass das Projekt fertig werden sollte. Ich es zu einem Abschluss bringen wollte. Und ich muss dazu sagen, dass z. B. gerade die Vorspann-Videos, die wir ja überwiegend draußen bei herrlichem Wetter gedreht haben, mir bzw. uns viel Spaß und Freude gemacht haben. So war ich stets hochmotiviert, immer wieder loszufahren, so dass diese Dinge auch sehr schnell abgedreht waren.
Ich muss hier aber auch ganz klar sagen, dass das direkte Feedback, welches ich von meinem Team bekam (Karin Schweighofer, Videoschnitt / Mona Hagemeier, Kamera), immer Motivation für mich war, weil von beiden Seiten immer nur Bestärkung oder konstruktive Kritik kam.
InternetUnternehmerAkademie: Wann wussten Sie das Sie es schaffen würden?
Uwe Glomb: Ja, das ist eine sehr gute Frage. Denn gewusst habe ich das im Vorfeld nicht, nur gehofft. So kann ich eigentlich im Grunde genommen sagen, dass es für mich nach der ersten Stunde des Verkaufstarts klar war. Man konnte einfach eine gute Menge an Besuchern auf der Webseite sehen, konnte sehen, wie das Traffic-Volumen der Videos lief. Da war für mich der Moment, wo ich für mich wusste: Ja, das klappt! Ja, das wird was!
InternetUnternehmerAkademie: Und was war es für ein Gefühl, als die Leute Ihr Produkt annahmen und die ersten Gelder auf Ihrem Konto eingingen?
Uwe Glomb: Das war, ganz ehrlich, ein gigantisches Gefühl. Es war eine absolute Bestätigung für mich, es zeigte mir, dass sich die Arbeit gelohnt hat, dass es einen Bedarf für das Produkt gibt. Und es tut natürlich ohne Zweifel gut zu sehen, dass die viele Arbeit angenommen und auch bezahlt wird. Es war für mich faszinierend, vor dem Computer zu sitzen, dass E-Mail-Postfach zu öffnen und zu sehen, dass über die gesamte Bildschirmgröße nur Mails mit Verkäufen des IEFA-Konzeptes eingehen. Da spielt eine ganze Menge Adrenalin eine Rolle, sehr viel Freude und … die gesamte Belastung der letzten Wochen fällt mit einem Schlag von einem ab.
InternetUnternehmerAkademie: Was würden Sie selbst aus heutiger Sicht anders machen?
Uwe Glomb: Nun, was würde ich anders machen? Ich würde mir sicher im Vorfeld noch ein bisschen mehr Zeit für die Planung nehmen, so dass man während der Umsetzung einfach auf seinem geplanten Weg bleiben kann. Also lieber 1-2 Tage oder eine Woche länger in die Planung investieren, um z. B. die Storyboards für die Videos besser auszuarbeiten, dass man einfach nicht zu viele Dinge noch während der Produktion ändern muss.
Andererseits, wenn ich so darüber nachdenke, wäre es dann vielleicht auch nicht so gut geworden, wie es jetzt ist. Denn es ist einfach so, dass wir aus den unterschiedlichsten Gründen, bei den Videos, immer wieder improvisieren mussten. Und ich glaube, dass viele Dinge, die eben aus der Improvisation heraus entstanden sind, das IEFA-Konzept so gut und authentisch gemacht haben, wie es ist.
Nicht zu vergessen, den Spaß, den es gebracht hat, Situationen, wo man nicht weiter machen konnte, weil es vor Lachen nicht möglich war, was man ja bei den Out-Takes auch ganz gut erahnen und sehen kann.
InternetUnternehmerAkademie: Was würden Sie anderen Leuten empfehlen, die auch mit dem Gedanken spielen, ein Projekt im Internet zu starten?
Uwe Glomb: Es gibt da drei Punkte, die ich mit auf den Weg geben würde.
Als Erstes, sollten sie sich ernsthaft fragen, ob sie das auch wirklich wollen. Ob sie bereit sind für das Projekt einen gewissen Preis zu zahlen. Und ich meine damit nicht ausschließlich den finanziellen Aspekt. Man muss sich im Vorfeld klar darüber sein, dass man eine Menge Zeit und Freiheit investieren muss. In der Entstehungsphase ist das alles noch kein Problem, aber wenn es an die Umsetzung geht, erfordert es sehr viel Einsatz. Und eben das muss man im Vorfeld mit seinem direkten Umfeld klären. Es gab auch bei mir manchmal Situationen, die nicht so schön waren, weil die Familie und Freunde hinten angestellt werden mussten. Klärt man das von vornherein, macht es vieles einfacher.
Der zweite Punkt ist, dass ich nur jedem empfehlen kann, sich jemanden von außen als Berater oder Coach zu nehmen. Ich würde das auch jeder Zeit wieder tun. So ein Coach begleitet einen über die gesamte Zeit, die Entwicklung, die Einführungsphase und schlussendlich die Produkteinführung. Das Honorar für den Berater ist gut investiertes Geld. Diese Leute arbeiten meistens über eine Initialgebühr, plus einer Umsatzbeteiligung. Der Berater ist dann, genauso wie man selber, daran interessiert, einem zu helfen, um über die Umsätze, eine höhere Gewinnbeteiligung zu erhalten. Das Projekt ist so gesehen ein Stück weit auch das Projekt des Beraters. Ich muss hier sagen, sich einen Berater zu nehmen, ist eine grundlegende Überlegung, die ich nur absolut empfehlen kann. Dazu auch Näheres auf meiner Webseite.
Und drittens kann ich nur jeden anregen, einfach auf sein eigenes Bauchgefühl zu hören. Wenn also Einflüsse von außen kommen, sich nicht beeinflussen lassen, sich wirklich auf seine Intuition verlassen. Es ist sehr wichtig, dass man authentisch rüber kommt, denn man trifft die Menschen ja durchaus auch live. Das heißt, wenn diese Menschen sehen würden, dass man in den Videos ganz anders ist, als im realen Leben, dann kommt das nicht so gut an. Also, sich nicht verstellen, einfach man selbst sein! Alles andere ist eher kontraproduktiv. Die Umsetzung mit Spaß und Freude angehen, dann kann eigentlich nichts mehr schief gehen!!
InternetUnternehmerAkademie: Uwe, vielen Dank für das interessante Interview!
Uwe Glomb: Ja, ich danke auch. Und viel Glück für die Leser bei ihren Projekten. Ich hoffe, sie können aus meiner Erfahrung einiges mitnehmen und für sich selber nutzen.
(Ende des Interviews)
Auch wir hoffen, Ihnen (unseren Lesern) hat dieses Interview gefallen und vielleicht haben Sie, wie übrigens auch wir selbst, das Eine oder Andere für sich mitnehmen können. Noch anmerken möchten wir, dass ich wirklich beeindruckt war von der Lockerheit und Entspanntheit, die Uwe während der ganzen Gespräche in der Vorbereitung und auch während des Interviews ausgestrahlt hat. Es war eine sehr angenehme Gesprächsatmosphäre und er ein wirklich angenehmer Gesprächspartner. Vielen Dank auch dafür, Uwe!
Wenn Sie Näheres über Uwe Glomb, seine Projekte, das IEFA-Konzept wissen möchten oder vielleicht auch einmal das Vergnügen haben wollen, mit ihm persönlich zu sprechen: Alles Wichtige finden Sie auf seinen Webseiten unter www.uweglomb.de
Ein interessantes Video, in dem er selbst über sich und seinen Sprung ins Internet-Geschäft erzählt finden Sie unter folgendem Link:
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