#83 – NotebookLM Teil 2: In Stunden statt Wochen – Kurs-Content aktuell halten (mit Gamma)

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Das größte Problem beim Erstellen oder Aktualisieren von Kursen? Nicht das Sprechen vor der Kamera. Es ist die Vorarbeit: Themen abgleichen, gute Quellen finden, die Essenz herausarbeiten, Folien bauen – und das alles so aufbereiten, dass deine Zielgruppe es sofort umsetzen kann.

Genau hier hilft die Kombi aus NotebookLM (Sammeln & Verdichten) und Gamma (Visualisieren). Ich zeige dir heute mein Vorgehen am Beispiel meines neuen SEO-Moduls für das Website-Training. Keine Raketenwissenschaft, aber ein klarer Ablauf:

Sammeln → Verdichten → Visualisieren.


Schritt 1: Erst das Ziel, dann die Quellen

Bevor ich mich in Links verliere, beantworte ich drei Fragen:

  1. Für wen ist das Modul? (bei mir: Coaches/Berater:innen mit Website, wenig Technikzeit)

  2. Welches Ergebnis soll nach 60–90 Minuten drin sein?

  3. Was fällt weg? (Technische Tiefen fliegen raus. Wir fokussieren Quick-Wins.)

Aus diesen Antworten entstehen 3–5 Lernziele. Die schreibe ich mir als klare Lernziele oben auf ein digitales Blatt. Alles, was nicht hilft, diese Ziele zu treffen, wird nicht eingebaut.


Schritt 2: Quellen, die wirklich tragen

Ich nutze drei Säulen:

  • Erklären: 1–2 solide Guides (z. B. ein Grundsatzartikel zu „SEO & generative AI“ – ich nehme hier Neil Patel als Startpunkt) sowie meinen eigenen Artikel zum Thema KI und SEO.

  • Aktualität: 2–3 YouTube-Videos der letzten Monate, die sauber erklären (Transkript einschalten, als Textquelle verwenden).

  • Praxis: 1–2 Fallbeispiele, Foren/Community-Threads mit echten Fragen.

Ich lade die wichtigsten Inhalte als PDF/Doc/Transkript in NotebookLM oder verlinke sie und notiere Kernaussagen. Wichtig: Ich dokumentiere bei jeder Aussage die Quelle – das zahlt später direkt auf Vertrauen ein.


Schritt 3: Verdichten in NotebookLM – ohne Wortsalat

Jetzt die Magie:

  • Ich formuliere meine Aufgabe an NotebookLM so, als würde ich sie einer Assistenz geben:

    „Erstelle aus den Quellen eine Modul-Gliederung für Einsteiger (ohne Technikjargon). Zu jedem Abschnitt: 2–3 Kernaussagen, 1 Quick-Win, 1 Beispiel in einem Satz. Führe Quellenhinweise an.“

  • Danach lasse ich mir Quiz-Fragen und eine Checkliste generieren:

    „Erstelle 5 Quiz-Fragen (Multiple Choice) + Kurzlösungen. Erstelle dazu eine 10-Punkte-Checkliste für den Praxisstart.“

  • Dann stelle ich kritische Rückfragen:

    „Welche Aussage ist umstritten oder veraltet? Markiere sie. Nenne Alternativen. Zeig mir die Quelle für XYZ.“

So entsteht in Minuten ein klares Didaktik-Skelett mit genügend Substanz, um es sofort zu präsentieren – ohne dass ich mich in zehn Tabs verliere.


Schritt 4: Doppelte Verlässlichkeit – querprüfen, dann kürzen

Ich lasse mir Widersprüche zeigen und gleiche sie (bei Bedarf) mit einem zweiten Tool ab (z. B. Perplexity oder ChatGPT mit Webzugriff). Wichtig ist mir: keine Mythen, keine „Allheilmittel“, dafür klare, kleine Schritte mit hoher Erfolgswahrscheinlichkeit.

Wenn etwas unsauber wirkt, fliegt es raus. Ein gutes Modul lebt von Mut zur Lücke – und davon, dass es durchführbar ist.


Schritt 5: Visualisieren in Gamma – visuell ansprechende Folien

Ich nehme die NotebookLM-Gliederung, kopiere sie in Gamma und lasse mir die ersten Folien bauen. Dann gehe ich durch und sorge dafür, dass jede Folie eine Botschaft transportiert:

  • Headline sagt das Ergebnis („So erkennst du Suchintention in 30 Sekunden“).

  • 2–3 Kernaussagen je Folie.

  • Beispiel oder Mini-Case: „Coach XY: 3 Fragen → besserer Titel → +22 % Klicks“.

  • Nächster Schritt: „Nutze unsere 3-Fragen-Checkliste“.

Bei „Zahlen“ setze ich gern große Ziffern als Pattern-Interrupt ein. Und überall dort, wo Aufmerksamkeit droht abzureißen, baue ich Mythos vs. Realität ein („SEO ist nur Technik“ vs. „SEO beginnt mit Klarheit für Menschen“).


Mini-Beispiel: So sieht mein SEO-Modul (kompakt) aus

  • Folie 1–2: Was ist das Ergebnis? (In 60–90 Minuten zu 3 Quick-Wins.)

  • Folie 3: Suchintention in 30 Sekunden (Informational/Navigational/Transactional) – mit Beispielen.

  • Folie 4–5: Onpage-Basics, die sofort wirken (Titel, H1, klare Struktur, interne Verlinkung).

  • Folie 6: „People-first“: Schreib erst für den Kunden, dann für Google (mit Check).

  • Folie 7: Interne Links als „Wegweiser“ – eine kleine Struktur reicht.

  • Folie 8: Messen, ohne zu versinken (ein Dashboard, ein Ziel).

  • Folie 9: 10-Punkte-Checkliste (aus NotebookLM übernommen).

  • Folie 10: Quiz (3 Fragen), dann Call-to-Action („Setz 1 Quick-Win heute um“).

Das Ganze entsteht aus deinen Quellen – du steuerst Tiefe und Tonalität.


Prompt-Bausteine (zum Kopieren)

NotebookLM – Modul aus Quellen bauen

„Lies alle Quellen in diesem Notebook. Erstelle eine Modul-Gliederung für Einsteiger, Zielgruppe: Coaches/Berater:innen mit wenig Technikzeit.
Zu jedem Abschnitt: 2–3 Kernaussagen, 1 Quick-Win, 1 Beispiel in einem Satz.
Füge Quellenhinweise an. Vermeide Jargon, schreibe aktiv, kurz.“

NotebookLM – Quiz & Checkliste

„Erstelle 5 Multiple-Choice-Fragen mit je 3 Antwortmöglichkeiten + Lösungshinweis in 1 Satz.
Erstelle eine 10-Punkte-Checkliste für den direkten Start (max. 1 Zeile pro Punkt).“

NotebookLM – Gegencheck

„Markiere Aussagen, die umstritten oder potenziell veraltet sind. Führe die Quelle an und nenne eine alternative Formulierung.“

ChatGPT/Perplexity – Quellenabgleich

„Welche 3 Punkte aus dieser Gliederung sind in 2024/25 besonders umstritten? Nenne 2 seriöse Quellen je Punkt. Gib mir je Punkt eine neutrale, praktische Empfehlung für Einsteiger.“

Gamma – Folien aus Text

„Erzeuge Folien mit 1 Botschaft je Slide. Verwende klare Headlines, 2–3 Kernpunkte, 1 Beispiel.
Baue bei jeder zweiten Folie einen ‚Nächster Schritt‘ ein. Nutze pattern interrupts (Zahlenkachel, Mythos/Realität).“


Warum das wirkt

Du ersparst dir das anstrengende „Alles lesen – alles neu schreiben“ und arbeitest stattdessen mit einem klaren Fluss:

  1. Sammeln (aber eng fokussiert).

  2. Verdichten (für deine Zielgruppe, in deiner Sprache).

  3. Visualisieren (Folien, die verkaufen, weil sie verstanden werden).

Und ja: Das fühlt sich an wie Schummeln – ist aber einfach nur ein besserer Ablauf.


Was als Nächstes?

Im Video zeige ich den kompletten Lauf – inklusive meiner echten Quellen (u. a. der Neil-Patel-Artikel), der NotebookLM-Zusammenfassung und der Folienerstellung in Gamma.
Wenn du das Thema Kurse bauen/aktualisieren grundsätzlich angehen willst: In meinem Online-Kurs zum Thema Online-Kurse zeige ich den gesamten Prozess – früher war Recherche die Bremse, heute ist sie dein Turbo.

 

Sandra Christiansen

Sandra Christiansen

Dipl. Multimedia Producer, ist Expertin für Online-Marketing mit über 20 Jahren Erfahrung und Gründerin der InternetUnternehmerAkademie, die sich in 15 Jahren zu einem der größten Schulungs-Portale für Online-Marketing, Website-Erstellung und digitale Angebote entwickelt hat. Getreu ihrem Motto "Mit dem richtigen Wissen und Duchhaltevermögen ist Erfolg im Online-Business für jeden möglich!" liebt sie es, andere Unternehmer:innen beim Aufbau ihres profitablen Internet-Unternehmens mit den richtigen Tools und Strategien zu unterstützen.

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